Das Zeitalter der neuen Medien fordert auch ab und zu einmal Opfer. Gestern musste der arme Patrick Swayze dran glauben. Ich selbst erfuhr von seinem angeblichen Ableben über Facebook. Eine „Freundin“ verbreitete die Statusmeldung: „E.D. weint leise um Patrick Swayze. Nie wieder tanzt er den letzten Tanz der Saison.“ Ich war den ganzen Abend über auch ein bisschen traurig. Schließlich gehöre ich zur Dirty-Dancing-Generation.
Und heute dann die Aufklärung: Der Mann erfreut sich zwar nicht bester Gesundheit, aber er lebt. Peter Turi stellt in seinem Newsletter eine Vermutung auf, wer an dem Schlamassel schuld war: Twitter.
Tja, so schnell wird man für tot erklärt, wenn man nicht aufpasst. Irgendwie gemein.
Wohl mit die einzigen, die diese Falschmeldung nicht gebracht hatten, war Spiegel Online. Dafür konnte sich das Nachrichtenmagazin in einem ausführlichen Artikel daran weiden, wie andere Portale, z.B. Bild.de und B.Z. und viele mehr auf den falschen Zug aufgesprungen waren. Jene haben gestern wirklich eine Lehrstunde in Sachen Journalismus erhalten. Ist eben doch besser, vor Veröffentlichung seriöse Quellen abzuklopfen, anstatt einfach nachzuplappern, was ntv oder RTL Exklusiv melden.
Und wer war‘s jetzt? Wer hat‘s erfunden? Ein US-Radio-Sender oder doch eine Twitter-Meldung?
Ein Beispiel für Fluch und Segen der neuen unglaublichen Verbreitungsgeschwindigkeit von News. Herr Swayze wird sich bedanken. Hoffentlich fühlt er sich jetzt erst recht dazu angestachelt, dem Krebs zu zeigen, wo der Hammer hängt.
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