Web 2.0 goes Looping…

by Eric Kubitz on Juli 8, 2008

in Webzeugs

Wenn ich hier einen Blogeintrag schreibe, dann erscheint der auch bei facebook, Twitter, FriendFeed, jetzt auch auf lifestream.fm und auf wahrscheinlich 254 weiteren Newscommunities, Bookmarkdiensten, Aggregatoren und Feed-Dingens die ich mal ausprobiert habe. Das macht zwar keinen Sinn, geht aber.

Gerade stelle ich mir die Frage, ob man nicht durch den Einbau verschiedener Widgets in die Randspalte auf kubitz.net all die Statusmeldungen dieser Dienste gleich wieder hier veröffentlichen könnte. Das müsste doch eigentlich gehen, gibt es doch sicher solche Widgets. Interessant ist dabei ja auch, dass z.B. bei Lifestream.fm jetzt auch meine Facebook und meine Xing-Statusmeldungen angezeigt werden. Mit einem geeigneten Widgets könnte ich dann also hier die Statusmeldungen von mir auf den Communities veröffentlichen. Man könnte also hier lesen, was ich dort denke.

Das wird nicht ganz einfach sein, das alles. Aber wenn all diese Widgets mal vernünftig laufen und dadurch auf meinem Blog alle Statusmeldungen über die Beiträge auf meinem Blog erscheinen und die einzelnen Dienste all meine Meinungen und Einträge auf den anderen Webseiten darstellen … tja, dann könnte ich doch diese Widgets hier ganz vorsichtig aus der Randspalte meines Blogs in die Contentspalte schieben. Also ganz vorsichtig. So, dass aus deren Inhalt eigene Beiträge hier auf kubitz.net werden. Mensch, das müsste doch auch funktionieren, oder?

Das wäre doch super. Denn dann kann das ganze System auch ohne mich funktionieren. Je nach Zeitversetzung werden sich alle meine Statusmeldungen, Blogeinträge und Kommentare gegenseitig aktualisieren und in Schwung halten. Facebook zeigt meine Xing-Meldung und macht daraus einen Eintrag bei FriendFeed der hier als Beitrag erst angezeigt und dann bei Mister Wong verlinkt und dadurch in Lifestream.fm erscheint. Vermutlich muss man nur aufpassen, dass das nicht zu einem Loop wird, der sich selbst beschleunigt. Das wäre schlecht.

Aber da sich all die Dienste und Blogs ja selber gegenseitig abfragen, bräuchte nicht mal mehr Leser hier oder sonstwo. Es würde alles so funktionieren. Sogar ganz ohne Google…

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{ 1 comment }

Nicolas Kübler Juli 8, 2008 um 11:38 am

Ich erinnere mich noch an die vielen Artikeln, als gezeigt wurde, wie einfach ein Recruiter mittels Google ein Bild über eine Person machen konnte. Sobald das so vernetzt ist und eine Person diese Vernetzungen freigibt, kann das natürlich noch sehr viel detailierter eine Aussage über eine Person liefern. Klingt beinahe schon wie eine 360° Sicht auf eine Person. Dann müsste irgendwann nur noch der Link dem Recruiter gesendet werden und er kann durch sein “Recruiting-Widget” sämtliche für Ihn interessanten Informationen sehen.
Als IT Ingenieur muss ich sagen, dass das früher noch unvorstellbar sich angehört hätte wie einst die Mondlandung, aber die Menschen tragen selbst dazu bei, dass solche Synapsen im Internet gebildet werden und ein Computer diese mittlerweile recht einfach auswerten könnte. Die daraus entstehenden Mehrwerte sollten allerdings mit der daraus folgenden fehlenden Anonymität deutlich abgewogen werden.
Zwar ist es immer möglich diese Informationen wieder zu löschen, aber das heißt ja nicht, dass sie nicht irgendwo noch gespeichert sind. Zudem wenn zu viele dies einmal zugelassen haben, dann sind die wenigen, die nicht mitspielen, die Außenseiter.
Das klingt jetzt entweder nach einem guten Thema für ein Buch oder einer wissenschaftlichen Ausarbeitung :)

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