Möchte Google Twitter zur Seite spammen?

by Eric Kubitz on Dezember 15, 2009

in Webzeugs

Da prallen wieder Wunsch und Realität aufeinander: Während die User laut einer Studie des “eco Verbands” auch bei Twitter auf gute Inhalte stehen (Na ja, was ist bei 140 Zeichen denn ein guter Inhalt?) bereitet Google den Massen-Spam von Twitter vor. Denn parallel mit den heute vorgestellten Short-URL-Dienst http://goo.gl werden alle Publisher dieser Welt aufgefordert, ihren Feed mal ganz automatisch ins Twitteruniversum zu jagen.

Mit anderen Worten: Egal, wo ein Beitrag demnächst erscheint, er wird fix mal via Feedburner getweetet. Schon heute kommen doch hohe Prozentsätze von Tweets aus automatisierten Twittertools wie “Twitterfeed”, der Einsatz von Feedburner dürfte diesen Anteil noch mal deutlich erhöhen.

Danach kann Google dann – wie bisher auch – alle Tweets scannen und hat seine Echtzeitsuche beieinander. Denn das Problem bei dieser war bisher die Masse und die Relevanz der Inhalte. Doch dank dieses Twitter-Spams werden sicherlich bald wirklich alle Blog-Beiträge und News dort zu finden sein und der Kurznachrichtendienst wird zur schnellen Linkschleuder.

Twitter ist dann zwar kein Kommunikations-Tool mehr sondern ein Publishing-Tool. Aber das kann Google im Grunde auch egal sein.

Oder sehe ich das falsch?

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{ 1 comment }

signal77 Dezember 20, 2009 um 9:16 pm

Schlimmer als dieses Gowalla-Zeugs (Oder wie dieser GPS-Spamdienst heißt) kann es ja nicht werden.

Und wenn ja, vielleicht sieht dann Twitter auch ein, dass wir einen frei definierbaren Filter brauchen .-)

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