Vermutlich startet in den nächsten Tagen ein neuer “Google-Killer”, wobei auch blekko.com gar nicht so weit geht, das zu behaupten. Aber die Leute um Rich Skrenta, dem 43jährigen Gründer von blekko, haben mindestens zwei wesentliche Punkte gefunden, die sie besser machen möchten als Google.

Das eine sind “Slashtags” das andere die Offenlegung des Algorithmus. Und weil der Journalist und BR-Radiomann Marcus Schuler schon im vergangenen Jahr mit Skrenta im Silocon Valley gesprochen hat, machte er – kurz vor dem Start – zwei Radiofeatures im Deutschlandfunk. Dazu lud er mich zum Interview ein.
Was ich von blekko halte, werde ich drüben im SEO Book schreiben. Hier will ich meine Eitelkeit pflegen und die Beiträge von Marcus verlinken. Denn ich finde der hat wirklich gezaubert und (trotz Interview via Skype) aus meiner Stimme etwas “Hörbares” gemacht. Die zwei Beiträge im Deutschlandfunk und (fast) das ganze Interwiew findet ihr hier auf seinem Blog.
Kurz zwei Dinge, die kurz zusammen fassen möchte:
- Es ist großartig, wenn weitere Suchmaschinenanbieter versuchen, Google Marktanteile abzujagen. Es wird nur sehr schwer sein, gegen die Gewohnheit einer ganzen Welt anzukämpfen, bei Suche an “googeln” zu denken. Es geht meiner Meinung nach gar nicht um “bessere” Features oder einfachereres Handling. Wer gegen Google Land bekommen möchte, muss über die Gewohnheit gehen. Das ist auch der Grund, warum der einzige wirkliche Konkurrent eigentlich nur Facebook sein kann. Denn wer schon mal auf Facebook ist (und das sind nun mal sehr viele), wir auch dort suchen. Wer woanders ist, wird eher googlen als suchen….
- Die Zukunft der Suche spielt sich gar nicht als Suche ab sondern als, äh, “Middelware”. Die Suchmaschinenanbieter wachsen zunehmend in andere Geräte und Programme hinein weil sie etwas können, was sonst keiner kann: finden und strukturieren. Ein Beispiel: Wer heute einen teuren BMW kauft und in Süditalien seine Ferienwohnung nicht findet, weil das Navi diese Straße dann doch nicht findet, googelt (!) schon heute via Bordcomputer ganz automatisch etwa nach dem Namen der Besitzer und erhält die exakten GPS-Daten oder die Telefonnummer – via Google. Hier und in vielen anderen Geräten und Formfaktoren liegt verdammt viel Potential.
In diesem Sinne: Ich freue mich über und auf blekko.com und im Beta-Test hatte ich die Möglichkeit, viel Gutes zu finden – auch, wenn das vor allem SEO-Zeugs war. Lest selber auf SEO-Book.
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