Web 2.0: Kollaborierte Musik mit MusicStrands
"Wenn dir dieser Titel gefällt, solltest du dir unbedingt mal den hier anhören." Was wir seit Jahren bei den Buchempfehlungen von Amazon schätzen, nennt sich jetzt "Web 2.0" und beruht auf dem Verbinden des Geschmackes vieler Menschen zu einer Empfehlung.
Na ja, das ist jetzt irgendwie schlecht formuliert - aber ich habe diese Web-2.0-Kategorie erst heute eröffnet und übe folglich noch
Jedenfalls habe ich mich dank meines neuen iPods (dazu irgenwann mehr) in den letzten Tagen auch viel mit Musik beschäftigt und meine alten CD rausgeholt. Aber eigentlich möchte man ja mal was Neues hören. Aber wo finden? Das Problem ist doch, dass im Radio immer nur der gleiche Mist kommt und die Musikhändler (auch iTunes & Co.) weder das ganze Programm haben noch einem irgendeine Navigation bieten. Es gibt Ansätze - aber auch die sind irgendwie ziemlich lausig.
Nun, Yahoo-Radio ist eine gute Idee - aber erstens ärgert mich die Nicht-Unterstützung von Firefox, zweitens kann ich nicht den ganzen Tag lang lila Browserfenster auf meinem Desktop ertragen und drittens habe ich es versucht und nach drei Stunden Bewerten von irgendwelchen Songs habe ich kapituliert.
Viiiieeeeel eleganter (auch farblich) ist dagegen MusicStrands. Das ist eine kleine Software, die sich auf den MP3-Sofwareplayer deiner Wahl einklinkt (solange der iTunes oder Media Player heißt) und dir zu jedem Titel, der gerade läuft Musik empfiehlt, die bei Bedarf an-angehört werden kann. Außerdem können bei MyStrands fleißig Wiedergabelisten getauscht und darin gestöbert werden.
Es darf auch "getaggt" werden. Das ist so etwas Ähnliches, wie das öffentliche Verschlagworten seiner eigenen Informationen mit einfachen Begriffen. Wenn ich zum Beispiel meinen Jack-Johnson-Titeln den Tag "Alternative" mitgebe, dann können die anderen User unter "Alternative" eben auch diese Titel finden. Dazu gehören dann auch diese knuffigen Mindmaps mit den dicken und dünnen Worten. Werden gerade viele "Classical"-Tags an den MusicStrands-Server geschickt, dann erscheint dieses Wort fetter als "Instrumental". Was soll das? Es sind halt eben mehr Leute hier, die sich für "Classical" interessieren, deshalb sollten die das auch schneller finden.
Na ja, ein wenig gewöhnungsbedürftig ist das schon. Aber ich habe festgestellt, dass es sich lohnt, die Gewohnheiten ein wenig zu verändern - und dafür vom Geschmack der vielen anderen Internet-User zu profitieren.


3 Responses to “Web 2.0: Kollaborierte Musik mit MusicStrands”
By Nicolas Kübler on Jan 17, 2006
Klingt eher nach Cross Selling 2.0
(Ich weiß zwar, dass ich momentan fast jeden Post kommentiere, aber will etwas Leben einhauchen, schließlich gehört er zu einer seltenen Gattung
)
By eric42 on Jan 17, 2006
Hey! Ich freue mich über jeden Post!
Fest steht, dass MusicStrands gerade ziemlich mies zu erreichen ist. Vermutlich hat mein Blogeintrag zu viel Traffic für deren Server verursacht
By Nicolas Kübler on Jan 17, 2006
Ja schön, dass die BlueScreens (”Fehlercode 25-0″) weiterhin uns verfolgen…