Thumbstacks: Präsentationen im Netz

Mit einem Betatest zeigt die bisher noch nicht aufällig gewordene New Yorker Firma “Structured Data LLC” dass sogar Präsentationen als Webservice erstellt werden können. Damit ist die Web-Office-Suite fertig: Textverarbeitung macht Writeley (schon von Google gekauft), Tabellen kommen von Google Spreadsheed und präsentiert wird mit Thumbstacks.

Und alles dann in Googles Hand? Derzeit werden Wetten angenommen, wann Google logischerweise Tumbstacks kauft. Ich behaupte: gar nicht, denn das was ich bisher davon gesehen habe können die Googler selber bauen. Dann sparen sie eine Menge Geld und haben es nachher einfacher, die Funktion mit Writeley und Spreadsheed zu verheiraten.

Jedenfalls: Hier die ziemlich aufgeräumte Benutzeroberfläche mit meiner ersten Präsi:

Thumpstacks

Kurze Einschätzung der Software: Das Ding funktioniert ordentlich. Allerdings haben sich die Entwickler auch wirklich alle Funktionen gespart, die knifflig sein könnten. So habe ich keine Möglichkeit gefunden, ein Hintergrundbild halbdurchsichtig anzuzeigen und coole Pfeile oder andere Formen gibt es auch nicht. Und, natürlich, können auch keine PowerPoints geöffnet werden und ein Export in dieses MS-Format ist auch nicht möglich.

Na ja, um ehrlich zu sein: Das sieht mir ein wenig danach aus, dass sich da ein Entwicklerteam vorgenommen hat einen schnellen Dollar zu machen indem sie sich Google sozusagen zum Kauf anbietet.

Für uns Internet-Berater ist das vielleicht eine schöne Sache, um einen Kunden zu beeindrucken. Aber mit einem wirklich professionellen Einsatz bei größeren Präsentationen hat das noch nichts zu tun.
Eins hat mich aber sehr gefreut: Für Thumbstacks ist keine Einladung notwendig - es kann sich jeder selber anmelden. Das erspart mir die Arbeit euch mit Einladungen zu versorgen. Viel Spaß also.

  1. 3 Responses to “Thumbstacks: Präsentationen im Netz”

  2. By Nicolas Kübler on Aug 11, 2006

    Schade, dass nicht Link geliefert hast. Achja du schreibst einmal Thumpstacks dann Tumpstacks und nachdem mir Google nicht weiterhelfen konnte, dachte ich mir, dass das Ding vielleicht Thumbstacks heißt und prompt fand ich unter http://www.thumbstacks.com/ die jeweilige Seite.

    Hätte auch gerne mal deine Demo-Präsentation gesehen :)

    Gab es für Microsoft PowerPoint denn nicht auch so ein Exportieren nach HTML?

    Zum Business Use:
    Ich glaube das Problem von Google Office wird sein, dass Office Anwendungen eben eher im Unternehmen eingesetzt wird als privat. Aber jedes Unternehmen hat seine Security und unsere würde mich erschlagen, wenn ich vertrauliche Informationen auf den Google Server ablagern würde (besonders da sich Google auch in unseren Communication Markt drängt und somit eine Konkurrenz darstellt).

    Google Office wäre also allerhöchstens interessant für all die “Fun”-Präsentationen, die als SPAM herumgeistern oder für Studenten, die sowieso noch nicht am kommerziellen Gedanken hängen.

    Zur Technologie:
    Wenn man sich mal die Seite ansieht und das Forum, dann sieht man deutlich, dass das hier ein sehr kleines Team ist, das die Anwendung wohl in der Freizeit nebenher produziert. Man wird dort auch ziemlich in allem eingeschränkt. Es fehlen auch entscheidende Dinge wie Master/Template Funktionen, so dass das Ding einen einheitlichen Look bekommt bzw. fand zwar Themes, aber da hab ich gerade mal 4 zur Auswahl die eher kitschig wirken.

    Fazit:
    Bin mir sicher, dass irgendwer eher die Idee klauen wird und seine eigene Anwendung schreiben wird, die sich mehr an PowerPoint orientiert mit mehr Features und diese richtig vermarkten wird und dann vielleicht zuletzt von Google geschluckt wird.

  3. By eric42 on Aug 11, 2006

    Danke! Habe natürlich den Link eingebaut und den Bug rausgenommen. Das Ding heißt natürlich mit “b”.
    Ich glaube übrigens im Gegensatz zu dir, dass ein Google-Office auch durchaus für Business-Anwendungen möglich ist. In größeren Firmen sicher nicht. Aber es gibt genug kleiner Unternehmen (wie z.B. ich ;-) die die Flexibilität gerne nutzen. Allerdings nicht, wenn die Daten mal auf einem Writeley- und mal auf einem Thumbstacks-Server herum liegen. Dann schon lieber bei Google…

  4. By Nicolas Kübler on Aug 11, 2006

    Hm ok, bin mal gespannt, wann die erste Präsentation dem Kunden mittels Google gezeigt wird :)

    Da würde ich die Daten lieber Flexibel auf einem geschützen Webserver ablegen und für die, die kein PowerPoint haben, kann man das auch als .exe mit Viewer exportieren.

    Durch Zufall habe ich heute Microsoft Max (http://www.microsoft.com/max/) entdeckt. Damit sollen Präsentationen wohl auch “share-bar” gemacht werden können.

    Da fiel mir gleich Microsoft Photosynth (http://labs.live.com/photosynth/), welches Photos zu 3d Präsentationen verbindet, ein.

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