Luc Besson über E-Mails und Videoblogger

arthur and the minimoysLuc Besson, der Regisseur von “Blue”, “Léon der Profi” und “Arthur und die Mimimoys”, hat keinen Computer und keine E-Mail-Adresse. Ich liebe seine Filme, aber ich habe mich auch gefragt, was er um Himmels willen auf dem DLD07 zu suchen hat? Auf der laut einiger Teilnehmer besten Online-Konferenz in Deutschland?

Ja, schau an. Er hat etwas zum Thema zu sagen, ich war heute morgen begeistert. Ihr könnt euch den Videostrem des Interviews mit Luc Besson anschauen. Hier ein paar Statements von mir zusammen gefasst:

  • Besson ist kein Technik-Hasser (sonst käme am 25. Januar mit “Arthur und die Mimimoys” auch nicht ausgerechnet ein Animationsfilm von ihm ins Kino). Aber er sieht die ganze digitale Welt dann doch eher als Kreativ-Bremse. Er rät einem Videoblogger, der ihn nach Tipps fragt, er solle doch einfach mal die Technik eine Sekunde vergessen und in sein Herz zu schauen, welche Geschichte er zu erzählen hat, falls er eine zu erzählen hat.
  • Und beinahe genüßlich erzählt er von einem animierten Kameraflug, den er in 5 Minuten aufgeschrieben hatte. Und die Techniker brauchten 8 Monate um das zu produzieren. “Aber das interessiert mich nicht, das ist ihr Problem”, grinst er.
  • Und die Sache mit den E-Mails? Vor einigen Monaten musste er “in ein paar Hintern treten”. Er hatte gemerkt, dass seine Leute 20 Meter voneinander entfernt sitzen und sich trotzdem Mail schreiben. Nein, das geht nicht, meinte Besson. Sie sollen ihren Hintern in die Büros der anderen bewegen und mit ihnen reden.

Und deshalb kommt mein Lieblingsatz des heutigen Tages auf dem DLD07 von Luc Besson: “Dein Job ist nicht getan, wenn du eine E-Mail geschrieben hast. Dein Job ist dann getan, wenn der Adressat verstanden hat was du meinst. Deshalb: Bewege dich.”

Ja, da hat er wirklich Recht. Oder?