Bloomstreet macht dicht - das könnte weh tun

Höre ich da Schadenfreude? Die Kommentatoren meinen sich darüber lustig machen zu können, dass Bertelsmann nun seine Musik-Community “Bloomstreet” dicht macht. Ich würde mal sagen, dass Schadenfreude aber hier nicht angebracht ist - auch wenn Oliver Samwer schon immer gesagt hat, dass Bertelsmann keine Community gründen kann.

Denn Bloomstreet war doch gar nicht soooo schlecht - dass der Konzern die Segel einholt ist eher ein Zeichen dafür, dass mal jemand nachgerechnet hat. Und man sieht daran, dass die ersten Bilanzen der vielen Communities der letzten Monate nun die Schreibtische der Controller erreicht haben. Keiner hatte ein echtes Geschäftsmodell für den Plausch ihrer Zielgruppe, man hat das einfach mal der Reichweite wegen gemacht. Falls es nun zum “Trend” wird, diese Zuschußgeschäfte wegzurationalisieren, könnte das zu einem echten Massensterben werden. Natürlich nur bei den kleinen und nicht bei den Großen.

Klar warten wir eh schon lange auf eine Konsolidierung der Community-Träume - aber ich befürchte schon, dass das Pendel genauso krass in die negative Richtung schwingt wie es in 2007 in Richtung “Web 2.0″ gegangen ist. Und lasst uns nicht vergessen, dass es eher die kleinen Userkommunen sind, die Sinn und Spaß machen.

Jedenfalls wird das spannend…