Dez
15
Bildzeitung goes Second Life
Von Eric Kubitz, gespeichert in Web 2.0
Ob sie wissen, was sie da tun? Mal schauen. Jedenfalls geht die Bildzeitung mit einer virtuellen Print-Ausgabe am kommenden Donnerstag ins unbekannte Ausland – ins Second Life. Der Titel des virtuellen Boulevard-Blatt ist “The AvaStar”, die Sprache Englisch und das Zielpublikum sind die SL-Einsteiger. Inhaltlich orientiert sich der Springer-Verlag an der Web-Bildzeitung – es wird also News aus Wirtschaft, Klatsch, Tratsch, Styling und Mode geben.
Erhältich das 30 Seiten umfangreiche Blatt ab 21.12.2007 auf einer eigenen Webseite – kann aber auch in Second Life von Zeitungsverkäufern und vom Promotion-Teamsi gekauft werden. Man spricht auch von Verkaufskästen – aber die kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen.

Ein Geschenk zu Weinachten an die User ist The AvaStar allerdings nicht. Denn das Blatt soll 150 Linden-Dollar kosten, was knapp ein halber Euro in der realen Welt ist. Außerdem versucht Bild dieses Engagement im Web 3D mittels Anzeigen zu finanzieren.
Mit anderen Worten: The AvaStar soll sich wohl möglichst schnell selber finanzieren und zwar mit den gut geübten RL-Print-Businessmodellen Copypreis und Anzeigenpreisliste. Ich bezweifle allerdings, dass die SL-Besucher bereit sind für Boulevard-News richtiges Geld zu zahlen und dabei Werbung akzeptieren. Und ich kann mir auch einfach nicht vorstellen, dass sich (von einigen Markenführern abgesehen) die Anzeigenkunden darauf einlassen ohne IVW-geprüfte Auflage für richtiges Geld Werbung zu schalten. Aber vielleicht bekommt The AvaStar einen Starterbonus von allen. Wir werden sehen…
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