Web-Analytics für Einsteiger: kleine Websitestatistiken

 Von Eric Kubitz, gespeichert in Tools 

Warnhinweis: Wer anfängt, den Traffic und die Besucher auf seiner Webseite zu untersuchen, ist akut suchtgefährdet. Selbst B-Blogger wie ich beginnen mit einem vernünftigen Analyse-Tool täglich auf die Statistik zu schauen um am Abend erleichtert fest zu stellen, dass man heute noch kein C-Blogger geworden ist.

Web Analytics

Aber im Ernst: Ich will hier eine Handvoll kostenloser bzw. günstiger Statistik-Tools vorstellen, die sich für Betreiber von kleinen bis sehr kleinen Webseiten eignen. Der Markt für Traffic-Tools beginnt ja ganz oben mit den teuren Alleskönnern (SiteCatalystWebtrends) und endet ganz unten mit der Logfile-Analyse, die in den Accounts von 1&1 und Strato enthalten ist. Über die großen Tools spreche ich mit meinen Beratungs-Kunden – dazu gehört eine lange Evaluierung und umfangreiche Planung. Und die kleine Logfile-Analyiker halte ich für nicht besonders interessant - sie sind halt nicht live und schwierig handhabar…

Hier die Lösungen, die ich für kleine Websitebetreiber empfehlen kann:

  • Google Analytics: Googles kostenloses Analyse-Tool. Die Idee ist, dass mit diesem Tool die Herkunft der User aus AdWords gesehen und die User auch verfolgt werden können. So gibt es eine gut funktionierende Schnittstelle zwischen AdWords und Analytics. Aber auch die Traffic-Berichte und natürlich die Keyword-Analyse für SEOs ist super.
  • chCounter: Ein PHP-Pixeltool zum Einbau auf der eigenen Webseite. Solide Technik. Allerdings ist dafür eine eigene Datenbank auf dem Hosting-Account notwendig. Und bei Hochlastseiten könnte das zu einem Performance-Problem werden. Vor allem, wenn man bei einem der Massenhoster wie 1&1 oder Strato seine Datenbank gemietet hat. Die verbieten so etwas ohnehin.
  • eTracker: Vom kostenlosen  Mini-Service (bis 10 000 PIs/Monat und sehr eingeschränkten Statistiken) bis zu umfangreichen Statistiken im mittelgroßen Trafficbereich (> 6 Mio PIs/Monat und alle Funktionen ab 600 Euro/Monat). Sehr hübsche animierte Grafiken. Zieltracking, Kampangnentracking, Suchmaschinen-Herkunft (auch Keywords), Mandantenfähig, WAP-Zugriff u.a.). eTracker ist sicherlich auch als erster Schritt in eine professionelle Analyse zu empfehlen. Die Funktionen und die Flexibilität ist zwar nicht so hoch wie bei Omniture & Co. Aber man kann mit eTracker sehr gut erste Erfahrungen sammeln.
  • Webhits: Eigentlich ist das nur ein Counter für die Website, allerdings mit kleinen Live-Auswertungen des Traffics. Kostenlos 14 Tage testen. Danach kostet der eco-Tarif 1,5 Euro/Monat (für maximal 1000 Besucher/Tag) bis 6000 Besucher/Tag für monatlich für 46,33 Euro.
  • Netstat: Zur Auswahl gibt es hier “Sitestat” und “Netstat Pro”. Die Produkte bieten unterschiedliche Berichte für eine unterschiedliche Zahl von Seiten. Netstat Pro Gold etwa bietet Klickpfadanzeige, Heatmap und “Besucher derzeit”. Sitestat ist eher für größere Seiten – hier wird mit “CMRs – Custom Made Reports” geworben. Netstat Pro startet mit 142,50 Euro/Jahr (3 Sites) und geht bis 385 Euro/Jahr (20 Sites). Zusätzliche Zähler und mehr als 250 000 PIs/Quartal werden extra berechnet.

Über Hinweise und Erfahrungen zu anderen Tools freue ich mich.

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