Open Source CMS Auswahl + Ergänzung

Für ein Kundenprojekt war ich auf der Recherche nach einem Open-Source-CMS (Content Management System) und habe gewählt zwischen Contenido, Der Dirigent, Joomla!, Redaxo und Typo3. Und nun geht die Geschichte weiter.

PosNukeErstens hat mich ein Mit-Entwickler von PostNuke (Hallo Sebastian) angesprochen und gebeten, das System mit in die Liste auf zu nehmen. Kam mir zunächst etwas merkwürdig vor dieser Vorschlag, weil ich ja keine veralteten Comunity-Tools vorstelle sondern Content Management Systeme. (Zur Erklärung: PostNuke ist eine Weiterentwicklung von PHPNuke, eines vor vielen Jahren wirklich coolen Community-PHP-Projektes, das aber irgendwie total abgeglitten ist und auf der Hauptseite mit Pornowerbung versucht, Geld zu verdienen). Aber, nun ja, schaut euch die Demo-Site selber an. Ich selber finde, dass das Layout der Seite moderner aussieht, dass der Code schlanker scheint - aber dass sich zumindest im Admin-Bereich nicht sooooo viel getan hat. Wem kann ich nun PostNuke empfehlen? Soll er selber sagen: Sebastian, nutze die Kommentar-Funktion ;-)

Aber der Einwurf kam eh zu spät: Ich hatte mich mit dem Kunden zusammen schon entschieden: Redaxo!

Was ich an diesem Projekt besonders mag: Es ist einfach. Nicht immer ganz einfach zu bedienen (ich verstehe z.B. nicht, warum die Templates in der Datenbank gespeichert werden und nicht als Template-Datei). Aber es ist einfach in den Funktionen. Es gibt nicht tausende Module und Komponenten (wie bei Joomla) die die ganze Installation destabilisieren. Es gibt die Hauptfunktionalität (Content managen) und ein paar wenige aber nützliche Funktionen. Außerdem ist schon der Code der Testseiten modern und schlank. Sehr schön - vor allem, wenn man etwas Wert auf Design legt. UND: Es gibt eine wirklich großartige Entwickler-Community, die extrem kompetent ist, und meist sogar bei echten Anfängerfragen hilft. Das nicht zuletzt, weil es sich dabei meist um Webdesign-Agenturen handelt, die gerne auch Projekte mit Redaxo aufsetzen und deshalb das Projekt auch pflegen. Eine gute Sache.

redaxo
Also, meine Empfehlung für alle kleine bis mittlere Projekte ist in der nächsten Zeit Redaxo. Dieses kann schnell aufgesetzt werden, die Templates sind einfach zu erstellen und es bieten sich alle notwendigen Möglichkeiten, um sauberen und googlefreundlichen Code zu erstellen.

Ach ja, obacht: Redaxo bringt googlefreundliche URLs als Modul mit. Aber das funktioniert nur mit dem Apache-Modul “mod_rewrite”. Bei bei den Hosting-Verträgen von Strato (das war eigentlich Kundenwunsch) ist das “leider” nicht verfügbar. Fündig geworden bin ich bei Hosteurope (ab dem L-Paket). Funktioniert auf Anhieb.

P.s.: Die Geschichte, die ich neulich über den Einsatz von Typo3 gehört habe, behalte ich für mich. Ich kann aber sagen, dass dieses CMS nun definitiv im Highend-Bereich eingesetzt wird. Ob das wirklich hin haut, werden wir sehen.

Weitere Infos:
PHP-Redaktionssysteme im OPD.
Content-Management-System in Wikipedia.
Das Content Management Portal Contentmanager.de.

  1. 3 Responses to “Open Source CMS Auswahl + Ergänzung”

  2. By Nicolas Kübler on Jan 24, 2007

    Warum Templates in der Datenbank speichern?

    Ganz einfach: zentrale Datenhaltung!

    Das Speichern der Templates in einer Datenbank macht Sinn, denn so kann bei einem DB Backup alle dynamischen Daten auf einmal gesichert werden. Man sah das bereits sehr früh bei vBulletin (eine sehr bekannte PHP Foren Software).
    Persöndlich fande ich die Idee immer gut, alle Daten, die gesichert werden müssen, zentral in die DB abzulegen. Vor allem, da die meisten Anwendungen schlechte Backup Möglichkeiten anbieten und so kann man sich auf die Backup Möglichkeiten des DBS verlassen.

  3. By eric kubitz on Jan 24, 2007

    Mhhh. Das macht natürlich Sinn. Aber für Entwickler, die mit “Homepage” bzw. “Dreamweaver” im Code fummeln wollen, ist das schon ziemlich unpraktisch.
    Es gibt zwar ein HTML-Fenster, in dem ich den Code direkt ändern kann - aber das ist nicht besonders sinnvoll. Und mit Editoren komme ich nicht wirklich in die Datenbank…
    Aber vielen Dank für die Erklärung - jetzt verstehe ich das auch.

  1. 1 Trackback(s)

  2. Jan 24, 2007: Anonymous

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