Starke Tools: Google Trends, Insights for Search, Ad Planner und AdWords

Google hat in den letzten Wochen richtig starke Tools auf den Tisch gelegt, mit denen man das Trafficvolumen von Keywords und ganzen Webseiten abschätzen kann. Hier eine Funktionsübersicht von Google Trends, Google Insights for Search den AdPlanner und - etwas älter - dem öffentlichen AdWords Keyword-Tool.

Natürlich machen diese Tools nur Sinn, wenn man den Zahlen vertraut, die dahinter stecken. Deshalb eine kleine Vorab-Bemerkung: Es ist noch unklar, aus welchem Datenpool die jeweiligen Zahlen kommen. Zum Beispiel wurde vermutet, dass der Website-Traffic teilweise über Google Analytics Daten abgegriffen wird. Aber das gilt als wiederlegt. Jedoch können wir - trotz aller Geheimniskrämerei - mit Sicherheit sagen, dass Google via Toolbar und der Search definitiv die besten Zahlen über die Performance von Keywords und Webseitentraffic überhaupt hat.

Stellt sich nur die Frage, ob wir in Trends, Insights und AdPlanner die richtigen Zahlen sehen oder ob diese bewußt verschleiert werden. Gegenfrage: Warum sollte Google das tun? Deshalb: Ich arbeite zwar auch noch mit anderen Tools - aber dies zunehmend nur als Gegencheck oder weil das Handling andere Mittel benötigt. Die Daten von Trends und AdWords gelten für mich als korrekt - und Insights sowie AdPlanner geben bislang keinen Grund zum Misstrauen.

Schnell, konkret, popular: Google Trends

Erste Sicht: Wer bei Google Trends “iPhone” eingibt, bekommt den Verlauf, den dieser Suchbegriff genommen hat, zu sehen und die Ergeignisse (via Google News) die dabei aufgetaucht sind. Dieses Ergebnis kann z.B. auf die Region Deutschland gefiltert werden. Richtig spannend wird es, wenn man noch weitere Begriffe (mit Komma getrennt und maximal 5) hinzu fügt, in diesem Fall “Blackberry”.

Wer eine Webadresse in das Suchfelt eingibt, erhält kein Ergebnis, kann aber ganz oben links auf “Websites” klicken - und bekommt dann einen Graph mit dem Traffic-Verlauf dieser Webseite. Hier stellt sich wohl am stärksten die Frage, woher diese Zahlen kommen. Aus meiner Erfahrung mit einigen Site von denen ich die korrekten Zahlen kenne, kann ich aber sagen, dass der Verlauf jeweils träger (also weniger volatil) ist und kleinere Seite etwas schlechter als in der Realität weg kommen. Aber grundsätzlich sind diese Kurven viel besser als die von Alexa und anderer Tools - zumindest für deutsche Seiten.

Ein bisschen komplexer: Google Insights for Search

Hiermit kann man sehr schön, in verschiedenen Regionen “herumsuchen” und nach Suchbegriffen (bis zu 5) schauen: Wo wird am meisten “Sex” gesucht? South Dakota oder der Oman? Wie auch immer: Das ist lustig - aber nicht besonders hilfreich. Doch eine Funktion gefällt mir an den Insights: “Top Searches” und “Rising Searches” im unteren Teil der Ergebnisse. Denn hier findet man die Keyword-Combos, die schon immer attraktiv waren - oder die gerade “heiß” sind.

Site-Performance und Werbefelder: Google Ad Planner

Der Ad Planner ist wohl noch in einem geschlosennen Beta-Test, eine Anmeldung ist noch notwendig. Dieser Zielgruppenplaner dürfte ein direktes Ergebnis der Double-Click-Übernahme von Google sein. Eins vorab: Woher diese Zahlen kommen, ist der größte Voodoo - aber das dürfte Werbeplanung immer sein…

Jedenfalls lässt der Google Ad Planner grundsätzlich die Auwahl einer Zielgruppe nach den üblichen Attributen (Geschlecht, Alter u.s.w.) zu - allerdings nicht in Deutschland. Deshalb macht das noch keinen Spaß. Aber richtig nett wird es, wenn man in der linken Spalte unten eine Webseite eingibt und danach sucht, wohin die Leute sonst noch gehen, die auf dieser Seite unterwegs sind. Das ist wirklich nützlich für Wettbewerbs-Analysen. Und zu jeder dieser Seite gibt es dann noch detaillierte weitere Zahlen.

Worte suchen, die passen: Google AdWords

Jetzt fehlt nur noch das AdWords-Tool. Damit werden die AdWords-Accounts verwaltet - es gibt aber auch eine ohne Account verfügbare Sicht des Keyword-Tools. Und das ist immerhin die zweitbeste Möglichkeit, nach passenden Keywords zu suchen. Dazu muss man nicht viel sagen. Außer vielleicht, dass es sich auch lohnt, auch die Funktion “Website-Content” anzuwerfen. Denn diese sagt, welche Keywords zu eine Seite passen. Allerdings sind die Ergebnisse wirklich mit Vorsicht zu genießen…