Dass ich das mal begeistert vermelden darf: Google ist jetzt offline. Und zwar – genauer gesagt – der Google Reader. Denn der funktioniert nun auch als Offline-Reader, also ohne Internet-Verbindung.
Ihr erinnert euch daran, dass Firefox 3.0 mit so eineM Zwischenspeicher kommen soll, der dann auch dynamische Inhalte behält und offline bearbeitbar macht? Nun, während ich mir in Frankreich einen Sonnenbrand geholt habe, hat Google mit “Google Gears” etwas in dieser Art veröffentlicht. Als erste Anwendung kommt der Google Reader damit.

Das Ganze geht damit los, dass man im Reader oben rechts einen “Offline neu”-Link entdeckt und drauf klickt. Danach bietet Google an, die Software “Google Gears” zu übertragen – diese muss installiert werden (ist natürlich Beta…). Schließlich wird der Browser (Firefox) neu gestartet, hat unter “Extras” einen neuen Eintrag und fragt beim Aufrufen des Google Readers, ob Google.com denn bitte Google Gears nutzen darf. Ich habe “ja” gesagt, habe dann oben rechts (der kleine Pfeil) die Offline-Funktion aktiviert. Nun habe ich die 2000 aktuellsten Beiträge auf meiner Festplatte. Und wenn ich mal im Zug in einem Tunnel sitze, kann ich die aktuellen Blogs trotzdem lesen. Ich brauche dann nur http://www.google.com/reader in dem Browser aufrufen – und habe alles vor mir, wie wenn’s online wäre. Die Markierung “gelesen” oder sonstige Eingaben von mir, merkt sich der Kerl und synchronisiert das bei nächter Gelegenheit mit dem Online-Reader.
Ist das nicht genial? Also, beim Google Reader komme ich natürlich auch offnline klar. Aber ich will natürlich Google Mail, Google Calendar, Docs & Spreadsheet und die ganze “Apps for your Doamain”-Kiste im Google Gears mit mir herum tragen.
Dann hätte ich auch im Urlaub in Frankreich Zugriff auf meine Dokumente gehabt. Denn trotz Vodafone Breitband-Zeugs war das alles ziemlich offline. Denn offenbar verstehen sich Vodafone und der Provider in Saint Jalle (war das Orange?) nicht. Google Mail per Handy über T-Online ging. Aber das ist ja eine andere Geschichte…
Noch etwas zu Google Gears: Der Code (und damit die API) wurde als Open Source frei gegeben. Somit können auch andere Anwendungen als die google-eigenen damit arbeiten. Damit wäre dann der Firefox-Zwischenspeicher möglicherweise gar nicht mehr soooo toll. Allerdings hilft der vielleicht über ein paar Probleme hinweg, die Google Gears aufwirft: Erstens ist die Installation einer Software immer doof, selbst ich werde langsam etwas misstrauisch was Software vom Super-Sucher angeht… Und zweitens müssen die Entwickler offenbar die API von Google Gears nutzen. Das heißt aber wiederum, dass sie sich in Richtung dieser Software entwickeln müssen. Ein einfacher Speicher für dynamische Inhalte wäre da vielleicht etwas flexibler. Oder?
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{ 2 comments }
Eine solche externe Google Gears Anwendung bietet z.B. der ziemlich gute “todo”-Anbieter remember the milk.
Da ich gerade vom Einkaufen komme und das Kloputzmittel vergessen habe (gut, an Milch habe ich gedacht), inspiriert mich der Name extrem.
Wird getestet! Vielen Dank, Thomas!
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