Ganz fix: meine Regeln für die Layouterstellung

by Eric Kubitz on August 28, 2008

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So kurz vor dem Urlaub bin ich voll im Stress. Allerdings hat mich eine gute Freundin danach gefragt, was man denn beim Beauftragen eines Weblayouts bedenken sollte. Ich habe ihr aus meiner Erfahrung ein paar Stichworte zusammen gestellt – und poste die hier gleich (damit ich auch was zu bloggen habe).

Es geht hierbei nicht um ein handgeschnitztes Layout für eine kleine Firmenwebseite sondern es soll die Grafik für eine schon bestehende, dynamische Webseite gefunden werden. Hier jetzt die 10 wichtigsten Punkte, die meiner Ansicht nach zu bedenken sind:

  1. Es sollte ein Webgrafiker machen und kein Printgrafiker. Sonst gibt es nachher zu viele Änderungen und damit auch Enttäuschungen.
  2. Gut ist, wenn vorher schon bekannt ist, mit welchem Redaktionssystem man arbeitet bzw. wenn der Grafiker dafür auch schon etwas gemacht hat. Denn bei dynamischen Webseiten muss bedacht werden, dass diese dann aus dem Layout zusammen gebaut werden müssen und wie das erfolgt.
  3. Wichtig ist, dass es Layouts gibt für Homepage, Channelseiten, Beitragsseiten und ggf. Applikationsseiten (auch Formulare u.s.w.). Und diese Layouts sollten immer vollständig sein – mit Navigation und Teaser.
  4. Die Layout-Richtung ist von außen nach innen: Erst der Rahmen (mit der Homepage), dann die Übersichtsseiten (Channelseiten) und dann die Beitragsseiten. Erst am Ende reden wir über die Texte und Bilder der einzelnen Beiträge.
  5. “Alle anderen Seiten leiten sich davon ab und das kann dann die Technik bauen” ist eine verbotene Aussage. Die Grafik macht der Grafiker, die Technik macht die Technik…
  6. Für jeden Teaser, jedes Navigationselement und jeden Content muss es eine Beschreibung geben, woher die Information kommt und wohin ein Link führt (und dann stellt man sich die Frage “Gibt es für dieses Ziel denn auch schon ein Layout?”)
  7. Heikel ist, wer das Layout (meist im Photoshop oder Illustrator gebaut) in HTML umsetzt. Das sollte vorher geklärt werden. Und wer immer das macht: Heute macht man Online-Layouts mit <div>-Tags und nicht mit Tabellen, Seitenelemente (z.B. Überschrift) werden mit <h1> ff gebaut und alle Layout-Informationen werden im Stylesheet verarbeitet – nicht auf der eigentlichen Seite.
  8. Bitte unterscheide “Grafik” von “Layout”: Mit der Grafik entscheidet man, welche Schriften und Farben verwendet werden und wie das Logo aussieht. Im Layout wird die Statik der Seite gebaut. Das ist wichtig zu unterscheiden. Meistens redet man viel über die Farben und die Anmutung – und vergisst ganz dabei, wie man die Inhalte damit darstellt.
  9. Wenn es schon Inhalte gibt, ist es superwichtig, diese vorher zu analysieren. Welche Elemente sind vorhanden? Gibt es Channelseiten? Sind die Beiträge entsprechend zugeordnet/verschlagwortet? Wenn der alte Inhalt nicht passt, muss er passend gemacht werden – das kann Wochen dauern…
  10. Keine Layoutpräsentationen bei Chefs mit halbfertigen Layouts. Ein Nicht-Webprofi kann dies nicht wirklich durchschauen – und man diskutiert dann immer neben dem Thema.

Und die vielleicht wichtigste Regel: Nimm dir genügend Zeit für das Layout bzw. die Grafik im Photoshop. In der Bildbearbeitung kann man schnell mal aus einer vertikalen Navigation eine horizontale Navigation machen. Wenn das mal in HTML programmiert ist, kostet das Zeit, Geld und brutal viel Nerven…

Ach ja, noch eine “wichtigste” Regel: Mach dem Grafiker VORHER klar, dass er NACHHER ein Stylesheet fertig haben soll. Dieses beinhaltet alle Schriften, Farben, Seitenmaße und Bildergrößen.

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