Kommt Leute, die 2:19 Minuten habt ihr: Louis Armstrong mit “What a Wonderful World”. Vergesst alle Video-Effekte und schaut einfach in dieses Gesicht. Großartig!

Auf der Suche danach, wer eigentlich dieser Lutz Heilmann ist, der so merkwürdig und ewig-gestrig gegen die Wikipedia vorgeht, bin ich auf eine kleine Perle der multimedialen Zeit gestoßen: archiviertes Parlaments-Fernsehen. Weiterlesen…

Ja, ich gebe zu: Mein Wohnsitz ist in Bayern. Aber bitte keine Pauschalverdächtigungen. Von einigen Bayern will ich mich ganz klar distanzieren. Zum Beispiel von den Leuten, die in der Bayerischen Medienanstalt Vorschläge machen. Die hatten nun die Idee, Streamingangebote genehmigungspflichtig zu machen, bei denen mehr als 500 Nutzer zuschauen könnten. (siehe heise)

Jetzt stellen sich natürlich eine Menge Fragen:

  • Gelten auch schlechte Server als Ausschlusskriterium? Oder anders gefragt: Woher weiß ich, ob die Technik 500 Zuschauer zuläßt wenn nur meine drei Freunde zuschauen?
  • Gilt das nur für bayerische Internet-Sender oder für die ganze Welt?
  • Oder gilt das nur für Server die Bayern stehen, und von denen aus gestreamt wird? Dann gibt es bald Platz in den Münchner Rechenzentren…
  • Was heißt eigentlich “Streaming” in diesem Fall? Zeitnahe Übertragung oder in Echtzeit (hähä, dann wär das nämlich schon vom Tisch)?
  • Und wenn ich auf meinem Streaming-Dienst eine halbe Stunde “Leben” streame – welche Formulare muss ich vorher ausfüllen?
  • Muss ich vorher genau angeben, was in dieser halben Stunde passiert oder habe ich noch künstlerische Freiheiten?

Eigentlich sollten wir alle froh sein, wenn die bayerischen Medienanstalter versuchen, eine solche Regelung auf den Weg zu bringen. Denn dann sind sie erstmal verdammt lang beschäftigt und werden sehr viel über dieses neue Dings, äh, dieses, äh, Internet lernen…

Und das wäre wohl für alle gut.

Jetzt klopfen alle auf die ARD-Mediathek und maulen rum. Ich kann das gar nicht verstehen, was wollt ihr eigentlich? Sollen die noch mehr Geld in Technik und Senderechte stecken, um nicht-gebührenfinanzierten Webseiten Konkurrenz zu machen? Und wenn Armin Tagcloud mit Stichwortwolke übersetzt – das ist doch nett…

Na gut, dass man immer wieder auf Podcasts (das ist irgendwas mit Abo, sagt Armin, jedenfalls nur Ton) stößt, wo man eigentlich ein Video erwartet, das hätte man besser machen können. Und dass die Auflösung der Videos eine echte Beleidigung für akutelle Bildschirme ist, na ja – oft sind das ja eh nur Podcasts (s.o.). Und dass die Navigation zurück, vor oder sonstwohin einfach fehlt, wenn man auf einer Seite ist (z.B. hier) – ja, das ist auch ein bisschen ungünstig. Ach ja, etwas unpraktisch ist, dass die Zahl der Videos in allen Hauptkategorien mit “1000+” angegeben ist – da geht ein wenig der Sinn dieser Angabe verloren.

Aber hey, seid mal nicht pingelig. Ist doch irgendwie alles in Ordnung, man sollte dieses Internet eh nicht überschätzen, das ist nur eine vorübergehende Mode. Deshalb hat man auch alle Community-Funktionen in der Mediathek weg gelassen. Nicht auszudenken, wenn die Besucher dazu ihre Meinung sagen dürften…

Das einzige, was tatsächlich stört ist eigentlich, dass in der ARD-Mediathek keine attraktiven Inhalte zu finden sind. Ich sehe nur Nachrichten (die gab es vorher schon), schlechte SWR3-Comedy-Shows und langweilige Nachmittags-Talkshows. Das ist blöd. Aber dann habe ich schon keinen Grund, dort ewig  rumzuhängen sondern kann meine Gebühren vor der Glotze abliegen.

Der Weg zum Canon HG10 war nicht ganz einfach… Meine Nachfrage hier zum Thema “Camcorder für Internet-Filmchen” hat etwas Ratlosigkeit ausgelöst – aber mir einige Produktipps beschert. Allerdings habe ich mich dann doch ganz anders entschieden…

Und so ist es der Canon HG10 geworden. Das ist gar nicht mal der neueste (dann wäre es Sony geworden), der billigste (das war eh nicht das Ziel) und schon gar nicht der leichteste Camcorder geworden. Und es klebt auch kein “YouTube-Camcorder”-Button drauf. Der Canon HG10 ist ein AVCHD-Festplattencamcorder – das heißt, er speichert die aufgenommenen Filme auf eine Festplatte und das in (fast) höchster DV-Qualität (AVCHD).

Vorher wurde mir von einem Festplattenrekorder abgeraten, weil das noch relativ neue und ungeübte Technologie sei. Aber, ganz ehrlich: die Alternativen waren für mich nicht akzeptabel. Erstens kaufe ich mir keine Mini-DV-Bänder um auf einem uralten Band(!)-Format zu speichern und zweitens erscheint mir das Brennen von CDs während der Aufnahme noch fehleranfälliger und außerdem hört man da einiges von Nebengeräuschen. Eine gute Hilfe bei der Auswahl war übrigens SlashCAM – alle anderen Online-Magazine dafür waren entweder extrem unvollständig oder nur die zu bezahlende PDF-Version von Print-Magazinen…

Jetzt also der Canon HG10. Wie ich die Bilder von diesem auf den Mac bekomme, schreibe ich später mal. Hier will ich nur kurz los werden, was einen Camcorder-Anfänger bei der Arbeit mit so einem Teil bewegt:

  • Bemerkenswert wie billig manche Bedienteile wirken. Vermutlich um Gewicht zu sparen, wurden manche Bedienelemnte aus Plastik gemacht und nicht aus haltbarerem Alu. Das macht keinen guten Eindrucik.
  • Stark dagegen, was alles mitgeliefert wird. Auch eine Fernbedienung, alle notwendigen Kabel und auch die Software. Wobei die Mac-Software mich etwas verblüfft hat (aber, wie gesagt, dazu später).
  • Ganz intuitiv ist der Einstig in das Videofilmen allerdings nicht. Das liegt wohl eher nicht direkt am Canon HG10. Aber man muss sich schon mit dem Thema beschäftigen und braucht nicht nur auf den Auslöser hauen, wie bei einer Digitalcamera.
  • Mit dem Kauf eines Camcorders – jedenfalls bei diesem HG10 aber sicher nicht nur bei Canon-Geräten – fängt der Ausstattungs-Zwang überhaupt erst an. Was gleich mal fehlt: Tasche und Stativ.
  • Und auch ein Ersatzakku fehlt: Ich habe es noch nicht messen können, aber der Akku ist nach gefühlt sehr kurzer Aufnahmezeit schon leer. Mehr als eine Stunde würde ich ihm nicht geben. Ein Ersatzakku (und dafür wohl auch ein Ladegerät) wird wohl auch bald notwendig sein.
  • Die 40 GB des Canon HG10 reicht offenbar für knapp 10 Stunden Aufnahme aus. Ich habe den Eindruck, dass ich noch ewig darauf speichern kann. Man muss ja auch etwas vorsichtig sein, weil man sich ja auch die Notebook-Festplatte vollmüllen möchte. Während Fotos bequem einfach mal so weggespeichert werden können, ist das mit Videos anders…
  • Ach ja, die Aufnahmen: ich bin ja erst eingestiegen. Aber ich bin schon begeistert, wie gut die Filmchen dann doch auf dem Notebook aussehen, mit welcher Auflösung die daher kommen und was man schnell mal so machen kann. Wie gesagt: alles nicht intiutiv. Aber mit ein wenig Zeit kommt man da schon dahinter.

Fazit: Mir fehlt zwar der Vergleich zu anderen Camcordern, aber ich bin mit dem Canon HG10 zufrieden und von den Möglichkeiten erstmal überfordert. Aber das ist mir erstmal recht.

Mehr dazu (und was man mit einem Camcorder wie dem Canon HG10 machen kann) später…

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Ihr wollte euch ein YouTube-, Revver- oder sonst ein Video nicht online gucken sondern auf der Festplatte haben? Hier: keepvid.com.

Obacht: Wer damit auf deutschen Sites wie Sevenload Videos jagen möchte, wird enttäuscht. Aber das deutsche YouTube passt…

Es ist irrwitzig: Da das Thema “Video” bei mir immer ein etwas weißlicher Fleck war, muss ich mich da einarbeiten. Und nichts ist besser als Praxis, gell? Deshalb möchte ich mir einen vernünftigen Camcorder kaufen, mit dem ich halbwegs zukunftssicher und flexibel für die Webwelt Filmchen drehen kann.

Aber “mal eben” geht wohl nicht. Ich weiß jetzt viel über HD, MiniDV, 16/9 und so weiter. Ich könnte euch jetzt auch eine Empfehlung für ein super Profi-Gerät abgeben. Aber womit dreht denn der Internet-Videofilmer seine Minis?

  • Welches Seitenverhältnis kommt bei Sevenload, Youtube & Co an?
  • Welches Gerät liefert ein flexibles Datenformat?
  • HD ist doch fürs Internet sinnlos, gell? Aber soll ich nicht doch lieber auf AVCHD setzen und dann runter rechnen?
  • Welches Gerät mag mein MacBook Pro denn gerne bei der Verbindung? (Und warum haben die alle kein Firewire?)

Mir würde ja schon reichen, wenn ich wüsste, mit welchem Gerät der eine oder andere Videoblogger unterwegs ist. Dann mache ich jedenfalls nichts falsch und in die Technik kann ich mich in jedem Fall reinpfriemeln ;-)

Mit anderen Worten: HILFE!

Ich verspreche auch, euch an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen…