Klasse Idee: Wer einen Blackberry mit sich herum trägt, soll für diese “Rufbereitschaft” bitte ein paar Euros bzw. Dollars mehr bekommen. Das findet jedenfalls eine kanadische Gewerkschaft.

Ich sollte vielleicht auch besondere Berater-Honorare einführen: Je nachdem, ob meine Kunden mich per E-Mail, per SMS oder gar am Handy kontakten, müssen sie andere Preise zahlen. …

Na ja, wenn ich mir das recht überlege, ist das ganz schöner Schmarrn! Ich gehe lieber einfach “mit der Zeit” und empfehle das auch den Angstellten. :-)

So, jetzt habe ich doch ein Nokia E90. Und das ist gar nicht so einfach, dieses einzurichten. Deshalb hier ein kurzes Protokoll – vielleicht hilft es ja jemandem weiter:

1. Blackberry: Ja, das E90 kann Blackberry. Aber T-Mobile hat dafür keine Software. Man muss die sich direkt bei Nokia herunter laden. (Bei Operator “Other” angeben, und “… T-Mobile…” wählen.) Ob die Software funktioniert, kann ich noch nicht sagen, weil dazu unbedingt die Handy-Softwareversion “74012″ notwendig ist (mit *#000# abrufen) und die habe ich nicht. Ich werde versuchen, mit diese in einem Nokia-Shop drauf spielen zu lassen. Werde dann berichten.

2. E-Mail: Auch nicht so ganz einfach – ich habe einige Forenbeiträge gelesen, in denen stand, dass es nicht gelungen ist. Vor allem mit Googlemail (ich habe ja mein kubitz.net auf Googlemail). Hier sind meine Einstellungen, die funktionieren:

Eingehend:

  • Benutzername: E-Mail-Adresse
  • PW: PW
  • Eingangsserver: pop.googlemail.com
  • Zugangspunkt: T-Mobile Internet
  • Mailboxname: Whatever…
  • Mailbox-Typ: POP3
  • Sicherheit: SSL/TLS
  • Port: 995
  • APOP-Login: Aus

Ausgehend:

  • Benutzername: E-Mail-Adresse
  • PW: PW
  • Eingangsserver: smtp.googlemail.com
  • Zugangspunkt: T-Mobile Internet
  • Mailboxname: Whatever…
  • Mailbox-Typ: POP3
  • Sicherheit: SSL/TLS
  • Port: 465
  • APOP-Login: Aus

Aber obacht: Das ist irgendwie auch nicht ganz einfach, weil sich der POP3-Server ziemlich zickig benimmt, wenn Outlook und E90 gleichzeitig darauf rummachen…

So, jetzt muss ich noch was arbeiten, das Spielzeug ist später wieder dran. Ich freue mich schon auf GPS, Sprachwahl und den ganzen anderen Schnickschnack.

Also: Vor mehr als einem Jahr hatte ich den Versuch gestartet, als professioneller Berater durchs Leben und durch die Arbeit zu kommen – ohne MS Office und ohne Outlook. Seit gestern ist dieser Versuch beendet. Ich bin zwar immer noch begeisterter Berater – aber ich habe mir ein Microsoft Small Office 2007 installiert. Die Schuld daran trägt am Ende der Blackberry.

office blackberry

Wie kommt das?

Nun, wenn man ein Blackberry 8800 in der Tasche hat, dann möchte man ihn auch nutzen. Und zwar nicht nur als Handy. Sondern natürlich auch…

  • als Mail-Maschine. Das geht z.B. prima mit Google Mail. Ich habe einen Hosted-Account und mit der mobilen App lässt sich prima unterwegs mailen.
  • als Adressbuch. Das geht auch – wenn auch nicht so super. Denn auf dem Desktop-Computer geht das über das Windows-Adressbuch und das lässt sich nur über Outlook Express öffnen, welches ja bekanntlich mehr eine Krankheit als eine Software ist.
  • als Kalender. Und das geht ohne Outlook irgendwie gar nicht. Ich habe lange alle möglichen Foren durchforstet, ich habe Sync-Software für den Google-Calendar installiert (Definitiv nicht funktionieren gcalsync und Compagnion-Link) und getestet und ich habe sogar den uralten Lotus Organizer installiert. Aber das geht ja gar nicht, ein bisschen zeitgemäß möchte man schon sein.

Nun hätte ich auch weiterhin den Kalender halt über die Webseite abrufen können und ansonsten den Blackberry 8800 so genießen. Aber gestern, ein Tag nach meinem Urlaub, habe ich die Geduld verloren. Nach einer weiteren Stunde Suche nach Kalendertools habe kurz entschieden, dass ich jetzt halt doch ein Outlook installiere.

Dass ich dabei das Schnäppchen der Woche gemacht habe, steht in dem Post von gestern. Ich meine, 270 Euro ist für die Office-Suite echt ein fairer Preis. Aber jetzt muss ich auch noch das Geständniss machen, dass ich erstens meinen kompletten Mailverkehr nun wieder auf Outlook umgebogen habe und dieses – zu allem Überfluss – auch noch sehr genieße. Und, um ganz ehrlich zu sein: Auch die Arbeit mit Excel, Word und Powerpoint geht halt doch schneller und einfacher von der Hand als mit OpenOffice.

Aber dafür kann ich hier auch sagen, dass all die Dokumente, die ich mit OO erstellt habe, sich wieder völlig reibungslos in die MS Office-Umgebung einschmeicheln. Passt also schon. Und falls jetzt jemand eine Frage zur Kompatibilät von IRGENDWELCHEN Programmen zum Blackberry hat: nur zu, ich habe damit sicher Erfahrung gesammelt…

Und, klar: Auf meinem kleinen schwarzen Superhandy habe ich jetzt alles drauf. Jetzt muss ich zwar meinen Umgang mit Nachrichten erstmal ändern – aber das schaffen wir schon.

Gar nicht so einfach: Ich gehe zwei Wochen in den Urlaub – und will mein Blackberry 8800 zwar als Handy verwenden aber nicht als E-Mail-Maschine. Erstens weil ich auch hin und wieder offline sein möchte (ich denke, das müsste ich verkraften) und zweitens, weil ich die Daten-Roaming-Gebühren eigentlich vermeiden möchte.

Da ich eine ganze Weile dafür gebraucht habe, den “Ausschaltknopf” für die Datendienste zu finden, im Handbuch nichts gefunden habe und mir sogar eine sehr freundliche T-Mobile-Hotline auf die Sprünge helfen musste, gebe ich das hier als Tipp unter uns Blackberryianern weiter:

  1. roaming blackberryGeht in “Optionen
  2. Von dort in “Netz
  3. Und dort könnt ihr diese entweder komplett ausschalten oder – besser – grundsätzlich im Ausland sperren. diese Option heißt “Aus im Roaming-Modus“.

Ja, das war eigentlich einfach und vermutlich sieht man meine Urlaubsreife daran, dass ich das nicht selber gefunden habe…

Nachdem ich euch ja lange genug, mit der Auswahl meines neuen Handys geärgert habe, hier ein paar Erfahrungen mit dem Blackberry 8800.

Was mir ja eh schon gut gefallen hatte, war die Ausstattung “out of the box”. Und dieser Eindruck hat sich bestätigt. In der Tat ist das (im Grunde natürlich absolut uncoole) Gürtelholster ein Geniestreich: Sobald der Blackberry dort hinein geschoben wird, geht er automatisch auf Standby.

Und auch der mitgelieferte Ohrstöpsel ist richtig gut. Eigentlich hatte ich ja mein Bluetooth-Headset von Nokia verwendet – aber hier zeigte sich die erste Schwäche des Blackberrys: Die Verbindung zwischen dem Headset und dem Handy war einfach nicht akzeptabel. Wenn das Headset im rechten Ohr steckte, musste ich das Handy in der rechten Hand auf Schulterhöhe halten, um verstanden zu werden. Das ist natürlich Mist.

Sensationell – und diese Funktion ist mir nur durch das Headset überhaupt aufgefallen: Die Spracherkennung ist der Hammer. Ohne irgenwelche Konditionierungs-Übungen, kann man dem Blackberry per Spracheingabe sagen, welche Nummer gewählt werden soll. “Wähle Eric Kubitz” (mit deutlicher Aussprache) wählt meine Nummer – egal, ob ich das sage, oder mein 13jähriger Sohn. Klappt auf Anhieb. Respekt RIM!

Blackberry 8800An die Tastatur und die Größe des Gerätes kann man sich gut gewöhnen. Es gibt einige Grundeinstellungen die ziemlich unpraktisch sind – aber an dem Gerät kann wirklich alles geändert werden. Allerdings gilt hier auch meine Start-Kritik: die Dokumentation bzw. die Hilfe ist lausig. Weder die Hilfe im Gerät noch die mitgeschickte Dokumentation helfen wirklich. Man muss sich da echt durcharbeiten.

Stichwort “arbeiten”: Viel mehr geht mit dem Blackberry 8800 tatsächlich nicht. Um ehrlich zu sein, vermisse ich ein wenig die Kamera und das vorinstallierte Spiel ist auch langweilig. Die Downloads sind minimal und funktionieren nur teilweise. Das ist echt ein Gerät für Arbeiter…

Über meine Haupt-Funktion “Google Mail”, die ich über die Software von Google nutze, kann ich dagegen nichts Negatives sagen. Ich habe mir den Start der Software auf die Aktionstaste gelegt und kann so mit einem Griff jederzeit E-Mails checken. Manchen klingt das wie superstress – ich genieße das von Herzen.

Nun denn: In der Summe würde ich sagen, dass ich mit diesem Gerät (für 140 Euro bei Vertragsverlängerung) deutlich besser lag als mit einem Nokia N95 (ohne Tastatur und für echt teuer) oder einem Nokia E90 (viel zu teuer und – ich finde – auch zu groß). nokia E90 N95

Ach ja, ganz vergessen: Die GPS-Funktion habe ich noch gar nicht verwenden können. Allerdings – auch hier ein Hoch auf die Dokumentation – führt die gleich mal in Zusammenspiel mit der T-Mobile Navigations-Software zu dem ziemlich unangehmen Effekt, dass das Gerät nicht mehr auf Standby schaltet bzw. das Display abdunkelt, wenn die Software im Hintergrund läuft. Und das ist bei der eh schon ziemlich lausigen Akkulaufzeit von 2 Tagen fatal…

Blackberry 8800Wie schon bekannt, bin ich ja seit einigen Tagen Besitzer eines Blackberry 8800. Da wird es Zeit, darüber zu berichten. Wie ihr wisst, habe ich als Journalist früher zahllose Handys getestet und bin auch Mit-Gründer von Xonio.com. Dies schreibe ich vor allem um die knappe und ruppige Form des folgenden Postings zu entschuldigen. Ich erwarte viel von diesen funkenden Teilen – und behaupte auch, dass ich sie ganz gut beurteilen kann.

Wieso ein Blackberry 8800?

Wer heute ein Handy ohne Kamera kauft, muss einen guten Grund dafür haben. Was war meiner? Erstens, dass ich nun über eine sehr gute Digicam (Sony Cybershot DSC-T100) verfüge. Und zweitens, weil es die mir notwendig erscheinende Kombination eben nur ohne Digicam gab.

Gründe für den 8800:

  • Blackberry-Funktion inkl. Google-Applikation hierfür
  • QWERTZ-Tastatur ohne Doppelbelegungen für mehrere Buchstaben
  • vernünftige Größe und Gewicht
  • schönes Design
  • GPS

Gründe gegen den 8800:

  • Keine Digicam
  • keine UMTS sondern nur EDGE

In der Summe überwiegen die Vorteile. Da ich eh nicht an Mobile-TV glaube, reicht mir EDGE für den E-Mail-Traffic. Die Digicam vermisse ich schon, aber was soll’s. Für Videotelefonie habe ich die Kamera meines Nokia 6680 eh niemals gebraucht.

Das Schwierigste war der Abschied von Nokia. Denn ich habe zwar alle Handy-Marken getestet – aber gekauft habe ich immer nur Nokia. Wenn man mal ein System versteht und kennt, wechselt man nicht so schnell. Das war das größte Abenteuer.

Hier die Tastatur und der leuchtende Trackball:

Blackberry handy 8800

Die Funktionen

Blackberry ist genial. Die Einrichtung für eine POP3-Mailbox ist supereinfach und erfolgt über ein Webfrontend bei T-Mobile. Dieses ist zwar arg frugal – aber ausreichend selbsterklärend.

Die Navigation erfolgt mit einem Trackball - und ich verstehe meinen Lieblingsleser Nicolas dass er mich vor Verschmutzung warnt, denn das Ding wirkt nicht sehr stabil. Macht aber Spaß.

Die Menüführung ist etwas sehr textlastig. Ich denke, Blackberry ist für solche Leute entwickelt worden, die eine IT-Abteilung haben und dort alles einstellen lassen. Denn man muss schon viel lesen um zum Ziel zu kommen.

Der Softwareumfang ist in Ordnung – für alle, die hart arbeiten. Mein Sohn hat sich schon beschwert, weil nur ein Spiel installiert ist. Aber der muss ja auch nicht arbeiten ;-) Leider habe ich noch kein vernünftiges Portal zum Download von Software gefunden, komme aber mit dem Lieferumfang ganz gut aus.

Die Online-Verbindung ist o.k., EDGE ist zum Glück tatsächlich ausreichend. Wer ins Ausland fährt, muss natürlich aufpassen, dass er nicht ständig online ist und Groschen für Groschen verliert.

Es gibt zwei Browser (Blackberry, T-Mobile) und beide steigen bei umfangreichen Webseiten natürlich aus. Aber Spiegel Online, der Google Webkalender und der Google Reader (sehr smart gelöst…) gehen gut – das reicht für unterwegs.

Blackberry 8800Die GPS-Anwendung ist auf dem Mini-Display natürlich klein. Aber es geht. Für die “zu Fuß”-Navigation taugt das. Allerdings kann man dabei zuschauen, wie der Akku leer wird. Außerdem werden auch hier ständig Karten herunter geladen. Obacht also: Ohne Datenflatrate wird das teuer…

Die Verbindung mit meinem Bluetooth-Headset ging schnell – und bietet mehr als die mit dem Nokia: Hier bin ich gleich in dem Modus, dass ich auch Sprachbefehle los werden kann. Habe ich noch nicht probiert, werde ich aber. Die Verbindung zwischen beiden Geräten ist etwas störanfälliger als die zwischen Headset und Nokia, es knackst häufig im Ohr.

Qualität

Nun, die Qualität ist nach einer Woche schwer zu beurteilen. Das Ding liegt aber wertig in der Hand und wurde offenbar von Leuten entwickelt, die selber mit so etwas arbeiten. Denn es lässt sich prima bedienen. Die Telefon-Sprachverbindungen sind subjektiv besser als mit dem alten Nokia.

Die Akkulebensdauer ist noch ziemlich schlecht, maximal 2 Tage. Aber der Akku ist ja auch noch neu, meist laufen die erst nach 10 mal laden zu echter Größe auf.

Zubehör

Licht und Schatten: Super ist, dass erstens ein sehr praktisches Gürtelhalfter bei liegt. Nicht, dass ich so etwas täglich verwenden würde (mein Sohn würde mich sofort als “uncool” bezeichnen) – aber mir gefällt, dass statt einem Zubehör-Prospekt gleich ein Täschlein bei liegt. Außerdem kann der Blackberry mit einem standardisierten Mini-USB-Kabel mit dem Rechner verbunden werden und lädt sich dort auch gleich auf – es ist aber auch ein Stromladekabel für die Steckdose vorhanden. Bis hierhin volle Punktzahl.

Die Bedienungsanleitung ist allerdings Mist. Ich zähle die jetzt einfach mal zum Zubehör – denn man brächte eine, um das Gerät zu verstehen. Die Hilfefunktion auf dem 8800 ist auch nicht viel wert. Ich habe z.B. erst heute entdeckt, wie ich die Klingel schnell ausschalten kann. Und den Wecker konnte ich noch gar nicht einschalten – der Alarm hat einfach nicht alarmiert und ich weiß nicht warum. Leider findet man da draußen auch kein vernünftiges Forum (weiß jemand eines?) und so rätsle ich mich durch die Funktionen durch.

Auch etwas schwierig war die Synchronisation. Da ich kein Outlook verwende, hat die beigelegte Software erstmal nix machen können. Ich musste mich dann durch ausführliches Ausprobieren zu der Funktion durcharbeiten, mit der dann das Windows Adressbuch synchronisiert wurde. Dieses war auch mein Sync-Ziel für das Handy – deshalb habe ich auf einen Schlag alle Adressen drüben. Wie das mit einem Kalender ginge, weiß ich nicht. Irgendwie rechnen die Blackberries fest mit einem Outlook oder einem Lotus Notes…

Fazit

Wenn ich jetzt noch mal zwei Wochen zurückzeitreisen dürfte – würde ich das Gerät wieder bestellen. Passt. Die Arbeit mit den Mails ist dank Googlemail-Applikation perfekt (und auch ein POP3-Konto habe ich darauf laufen) und der Rest passt auch. Mal schauen, wann ich den ersten neuen Trackball brauche und ob ich in ein paar Monaten nicht doch gerne eine schnellere Datenverbindung möchte. Aber bis dahin bin ich sehr zufrieden.

Wenn mir nun jemand noch ein paar Infos zu spannenden Downloads für den Blackberry hinterlässt (und mir am besten auch gleich erklärt, wie das dann geht) bin ich glücklich. Vorerst.