Wider dem Gammelfleisch

Eklig: Irgenwo in Bayern wurde mal wieder Fleisch verkauft, das schon seit vier Jahren abgelaufen ist. Brrrrr. Wo das war, weiß ich auch nicht und Verbrecher gibt es eigentlich überall. Aber ich gehe davon aus, dass kontrollierte Nahrung etwas, naja, kontrollierter ist. Deshalb hier meine Zusammenfassung eines Artikels aus der SZ (6.9.2006) in dem die Gütesiegel aufgeschlüsselt wurden. Der Zeitpunkt passt - denn für die letzten Grillabende in diesem Jahr sollten wir gut gerüstet sein.

wurst

Kontrollierte Qualität: Davon spricht die Verbraucherzentrale, wenn die Betriebe einer umfangreichen Dokumentationspflicht und Eigenkontrolle unterliegen. Dies wird auch geprüft. Beispiele sind “Böseler Goldschmaus”, “Eichenhof”, “Gutfried” und Fleisch mit dem “QS-Prüfzeichen”.

“Regionale Herkunft”: Nomen est omen. Die Tiere kommen aus der Region und wurden dort auch geschlachtet. Es gibt folglich direkte und transparente Lieferbeziehungen und “man kennt sich”. Die Bayern sehen “Landprimus” auf der Packung oder “Unser Land”.

Extensive Erzeugung: Das ist ein Zeichen dafür,dass die Tiere weniger “intensiv” gehalten werden und zum Beispiel mehr Platz im Stall haben. Die SZ empfiehlt hier die Marken “Prima Rind”, “Qualivo”, “Schwäbisch Hällisches Qualitätsschweinefleisch” und “Kikok”. (Hey, wer lässt sich solche Namen einfallen?)

Besonders tiergerechte Erzeugung: Da haben die Tiere dann wirklich genug Auslauf und sind dewegen auch weniger gegen Krankheitserreger gefährdet. Hierfür ist “Neuland” ein Zeichen.

bio-siegelBiologische Erzeugung: Da gibt es verschiedene Siegel. Geht es nach der EG-Öko-Verordnung wird mindestens die Hälfte des Futters im eigenen Betrieb erzeugt und Gentechnik wie auch antibiotische Leistungsförderer sind verboten. Schaut auf “Biokreis”, “Bioland”, “Biopark”, “Demeter” oder “Bio-Wertkost”.

Eine echte Alternative sind auch vegetarische Grill-Dinge wie “Grillknacker” oder “Bratlinge” aus dem Biomarkt. Ich habe gerade für den lockeren Grillabend heute einige davon gekauft. Eigentlich sind die für meine Frau - aber ich bin mir sicher, die gehen zuerst weg. Denn das Zeug schmeckt echt gut.

(Foto: Photocase)