Unesco, LitCam und Google starten Alphabetisierungs-Kampagne

by Eric Kubitz on Oktober 5, 2006

in Sinnvolles Handeln

Bildung ist sicherlich die stärkste Kraft zur Lösung anstehender Probleme. Und Bildung fängt mit der Alphabetisierung an. Die Unesco, Google und LitCam (Frankfurt Book Fair Literacy Campaign) haben zur Frankfurter Buchmesse das Literacy Projekt gestartet. Zielgruppe hierfür sind nicht die Analphabeten selber, sondern Lehrer, Alphabetisierungsverbände und alle, die sich für Lesen und Bildung interessieren.

Literacy Projekt, Unesco, Google, LitCam

Diesen Gruppen wird auf der Google-Seite ein Paket von Tools angeboten, die ihre Arbeit erleichtern können. Ihr seht es auf dem Bild: Das sind keine nagelneuen Dienste – vielmehr wurden die bekannten Suchen und Funktionen (Buchsuche, Blog, Groups, Maps, Video und Scholar) so zusammen gefasst, dass ein Einstieg relativ einfach ist und die Lehrer und Verbände in einem (vermutlich noch wachsenden) Umfeld arbeiten können. Nun, das ist zwar kein Wunderwerk – aber die drei (Unesco, Google, LitCam) tuen damit einen Schritt in eine gute Richtung. Außerdem ist das alles werbefrei – das wird die Akzeptanz möglicherweise erhöhen.

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{ 2 comments }

Nicolas Kübler Oktober 6, 2006 um 8:13 am

“Bildung ist sicherlich die stärkste Kraft zur Lösung anstehender Probleme.”

Dafür gibt es so viele Ansichtsweisen. Bildung verursacht wiederum viele neue Probleme!

Außerdem sind die meisten leitenden Positionen selten die intelligentesten und noch seltener so viel gebildet.

Auch wenn ich dafür bin, jedem Bildung zu geben, wollte ich damit nur sagen, dass alleine das Argument “Bildung ist sicherlich die stärkste Kraft zur Lösung anstehender Probleme.” meiner Meinung nach keine wahre Aussage ist.

eric42 Oktober 6, 2006 um 8:24 am

Mmmmh. Vielleicht müssen wir mal den Begriff “Bildung” gegenseitig definieren. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, welches Problem vermieden wird, indem die Menschen dumm bleiben.
Bildung ist für mich die Voraussetzung für die Freiheit und Eigenverantwortung der Menschen, sie ist die Grundlage für die Kommunikation. Und sie ist ein Schutz vor Demagogen, die ja nur dumme Schafe hinter sich versammeln. Mit “Bildung” meine ich übrigens nicht nur geschichtliches Wissen oder die Kenntniss aller Goethe-Werke sondern: Die geistigen, kulturellen und lebenspraktischen Fähigkeiten und die personalen und sozialen Kompetenzen. (aus Wikipedia).
Das viele leitende Positionen nicht mit gebildeten Menschen besetzt sind, spricht nicht unbedingt für diejenigen, die diese Positionen besetzt haben. Allerdings ist das noch kein Grund, sich nicht doch lieber kluge und gebildete Menschen in Führungspositionen zu wünschen.
Nun, ein Argument ist meine Aussage nicht – sondern ein Ausdruck meiner Sichtweise. Und ich bin sehr überzeugt davon , das sie auch wahr ist.
;-)

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