Solarstrom lohnt sich – oder?

by Eric Kubitz on September 7, 2006

in Sinnvolles Handeln

Gestern abend, bei leckeren Bio-Grillwürsten, saß ich von Häusles-Besitzern umringt. Ihr könnt euch die Sorgen vorstellen, die da besprochen: Kosten, Arbeit, Kredite. Nun ja. Aber ein Thema fand ich dann doch spannend: Wer ein eigenes Dach hat, kann dies sinnvoll “vergolden” – mit einer Photovoltaikanlage.

Solarstrom Photovoltaik

Die Idee ist folgende: Du baust dir ein Solarstrom-Modul aufs Dach und produzierst deinen eigenen Strom. Aber schon bei einem kleineren Modul fällt einiges mehr an Energie an, als du verbrauchen wirst. Und hier kommt die Förder-Idee: Diesen Strom darfst du laut dem Erneuerbare-Energien-Gesetz an den örtlichen Strombetreiber verkaufen. Er muss dir den Strom abnehmen – und zwar zu einem Preis um die 50 Cent pro eingespeister Kilowattstunde.
Rechnet sich das? In Bad Tölz könnte ich mit einem nach Süden ausgerichteten Dach und einer 21 Quadratmeter-Anlage pro Jahr 2017 Kilowattstunden erzeugen und würde in diesem Jahr dafür 1000 Euro erhalten. Eine Anlage in dieser Größe kostet (ohne tiefer gehende Recherche) etwa 16 000 Euro. Das heißt, dass sich die Investition bei einem (leider) fallenden Preis in etwa 20 Jahren rentiert hat und der Rest in die eigene Tasche geht.

Das liest sich nicht grade wie ein Schnäppchen. Aber darum geht es ja nicht. Solarstrom ist gut. Und so gibt es für die vielen Hausbesitzer in Deutschland definitiv die Möglichkeit, mindestens kostenneutral “etwas zu tun”.

Vielleicht muss ich meine Haltung als “Mieter aus Überzeugung” doch irgendwann überdenken.

solarserverViel, viel mehr Informationen mit Gesetzestext, mit Anlagen-Rechner und Kostenbeispielen von Photovoltaik-Anlagen findet ihr auf dem Solarserver und natürlich bei Wikipedia. Infos über staatlich geförderte Kredite für Solareinsteiger gibt es bei der KfW.

Noch eine Info: Die Stromunternehmen legen da ja drauf. Sie zahlen 50 Cent an die Solarbetreiber und bekommen 15 Cent von ihren Kunden. Diese Differenz wird unter allen Energieunternehmen aufgeteilt. Das heißt, diese Förderung zahlt nicht der Staat (also der Steuerzahler) sondern alle Stromverbraucher. Eigentlich vernünftig – finde ich.

(Foto: Photocase)

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{ 1 comment }

Nicolas Kübler September 8, 2006 um 2:10 pm

Uhm stimmt da irgendwas nicht oder wie kann man den ganzen Text sehen?

Hast wohl an der falschen Schraube gedreht, weil jetzt überall ein “[...]” auf mehr Inhalt hinweist, aber bei der Vollansicht fehlt auch der Text :(

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