Vor einigen Wochen habe ich ja die schweizer MyClimate vorgestellt. Hier kann, wer fliegen will oder muss, seine Klimasünde mit einer Spende kompensieren. Ich hatte z.B. für einen Rückflug München-Berlin 284 Kilogramm CO2 zu kompensieren – und musste dafür 11 Franken an die von McClimate ausgesuchten Projekte zahlen.
Jetzt habe ich ein ähnliches Projekt in Deutschland gefunden: Atmosfair. Auch hier gibt es einen Emissionsrechner und auch hier wird dann entsprechend der Strecke Geld für Klimaschutzprojekte gesammelt. Das Ergebnis der Berechnung meines Fluges ist zwar ein wenig anders (160 Kilogramm CO2) aber das Ergebnis ist beim aktuellen Umrechnungskurs änhlich (8 Euro). Schön gemacht bei Atmosfair: Man kann mehrere Flüge sammeln und bekommt auch noch weitere Informationen sowie eine Weltkarte u.s.w..
Die Schirmherren (und auf die kommt es zwecks Vertrauensbildung ja an) sind Prof. Dr. Klaus Töpfer (klingelts?), Prof. Dr. Mojib Laitf (Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Uni Kiel) und Prof. Dr. Hartmut Graßl (Physiker, Ehemaliger Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg).

Da fällt mir ein, dass ein solches Projekt ja nun wirklich Web 2.0 verwenden könnte, inklusive aller Google-Maps-APIs, AJAX u.s.w… Na, wir werden sehen.
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Bei Atmosfair kann man auch ein “Praktikum” absolvieren; es werden unter anderem Informatiker mit Vordiplom gesucht. Aber bezahlen wollen sie nicht:
“Vergütung: Keine, Zuschüsse für Miete und BerlinTicket nach Absprache”
Wie passt das zusammen? Studenten für die gute Sache ausbeuten – was für eine Doppelmoral. Studenten ohne finanziellem Background haben so überhaupt keine Chance, dieses Praktikum zu absolvieren. Denn von irgendetwas muss man ja leben.
Ein Skandal!
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