Marketing für Berater – vom Profi

 Von Eric Kubitz, gespeichert in Selbstständig 

Blog KarnevalIch bin ja nun wirklich KEIN Marketing-Profi – selbst was mein eigenes Business “Beratung” angeht. Aber ich habe ein Buch in dem ich nachschlagen kann. Deshalb ist dieser Blogeintrag vor allem ein Buchtipp für alle Berater und für alle, die Berater engagieren.

Mein Schweizer Alleskönntermesser für die Unternehmensberatung ist das Buch “Das Gesetz Der Himbeermarmelade” von Gerald M. Weinberg. Der Untertitel ist “103 Geheimnisse der Beratung” – und führt ein wenig in die Irre. Denn so geheim sind die Gedanken des Softwareentwicklers, Dozent und Beraters gar nicht. Allerdings liest man in jedem Buchstaben den er schreibt, seine 45jährige Erfahrung mit Kunden, Kollegen und Kontakten. Für feingeistige europäische Seelen ist so manches Kapitel vielleicht allzu quietischig und pointiert formuliert. Aber für einen einfachen Geist wie mich lesen sich Weinbergs Tipps für Berater verständlich, witzig und einprägsam. Der Mann hat mir mit diesen “Geheimnissen” schon den einen oder anderen Berater-Job gerettet und auch einige freie Abende beschert.

weinberg marmelade

Aber zurück zum Thema des Blog-Karneval “Selbstständigkeit & Akquise“: Unter den 103 Weinbergschen “Geheimnissen” finden sich auch “10 Gesetze des Marketings”. Um euch den Spaß am Lesen des Buches (das ich wirklich jedem Berater ans Herz lege) nicht zu vermießen, picke ich die meiner Meinung nach fünf besten Gesetze heraus und kommentiere sie aus meiner Sicht:

  • Zweites Gesetz des Marketing: “Die beste Methode, Kunden zu gewinnen, ist Kunden zu haben.” Es tut mir leid – abe das ist leider wirklich wahr. Kunden werden misstrauisch, wenn du jederzeit für sie Zeit hast. Nur wer vielbeschäftigt ist, wird auch als guter Berater eingestuft. Aber übertreibe es nicht…
  • Drittes Gesetz des Marketing: “Verbringe mindestens einen Tag in der Woche damit, auf dich aufmerksam zu machen.” Stöbere in OpenBC, schreibe einen Blog, Telefonieren mit Leuten, mit denen du schon lange nicht telefoniert hast, geht auf Netzwerk-Metings. Das ist deine Investition ins Marketing.
  • Viertes Gesetz des Marketing: “Kunden sind immer viel wichtiger für dich als du es für sie jemals werden kannst.” Das brauche ich nicht zu erklären. Ich kann nur raten, dass du dich nicht zu wichtig nimmst…
  • Siebtes Gesetz des Marketing: “Gib Ihnen deine besten Ideen.” Ja: Halte nichts zurück, spiele keine Spielchen, verkaufe deinen Kunden das Beste, was du hast. Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Dann werden sie dich wieder engagieren und der Preis wird o.k. sein.
  • Zehntes Gesetz des Marketing: “Auf Qualität, nicht auf Quantität setzen.” Irgendwann, vielleicht in zehn Jahren, wirst du dir die Frage stellen, ob es denn Sinn macht, was du da tust. Ob du gut bist, bei dem was du arbeitest. Ob die letzten zehn Jahre gut waren. Deshalb achte auf Qualität und nicht auf Quantität – sonst wird die Antwort auf diese Frage unbefriedigend ausfallen.

Vielleicht werde ich demnächst auch noch die anderen fünf Gesetze hier verbreiten – aber will dem Redline-Verlag nicht die Möglichkeit nehmen, das Buch zu verkaufen. Deshalb nur diese fünf Gesetze. Viel Erfolg damit

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