Ihr wisst: Sobald es in ein geordnetes Projekt geht, gibt es aus meiner Sicht einige Musts. Dazu gehören (neben vielen “weichen” Faktoren) ein Projektstrukturplan und ein Gantt-Chart. Beides möglichst einfach und übersichtlich – aber bitte niemals ohne. Den Projektstrukturplan male ich gerne zusammen mit dem Team auf, das Gantt-Chart gehört in eine möglichst simple Software um keinen technischen Overkill zu bekommen. Bislang war hierfür GanttProject für mich das Mittel der Wahl. Ich denke, das hat sich heute geändert.
Von Bertram Simon bekam ich vor einigen Tagen den Hinweis auf OpenProj. Und da ich heute für mein Lieblingsprojekt der nächsten fünf Monate einen Projektplan angelegt habe und diesen in den nächsten Tagen ausbauen werde, hatte ich es halt mal damit versucht. Und: Bingo!
Die Software ist die “kleine Schwester” des PM-Tools Projity und kostenlos erhältlich. Installiert ist die Windows-Variante in hastenichtgesehen und man kann direkt starten. Da ich sofort meine ersten Daten eingegeben hatte, kann ich dieses hier imBlog nicht wirklich gut zeigen. Deshalb nur dieses Detailbild (drauf klicken zum Vergrößern) von der Projity-Site als Ansicht.
Aber dieses Bild zeigt nur einen Teil. Denn das wirklich Schöne an OpenProj ist die mögliche Bildschirmaufteilung, die extrem flexibel ist. Bei mir sieht das gerad z.B. so aus:

Natürlich ohne die Durchstreichungen – und keine Angst: Das wird noch voller
Aber ich wollte das hier erstmal kurz weg-bloggen.
Jedenfalls lassen sich mit OpenProj alle Charts und Ansichten, die in einem mittleren Projekt bei nicht übertriebenen Projektmanagement sinnvoll sind, auf Knopfdruck generieren. Sehr komfortabel.
Die Eingabe geht flott von der Hand, wer die Begriffe wie Milestone, Netzplan und Ressourcen kennt, wird sich auch intuitiv da durch arbeiten können. Ein echter Mangel gegenüber GanttProject besteht bei den Export-Möglichkeiten. Während ich dort meine Charts und Tabellen in allen gängigen Formaten (Excel, Bilder, HTML, PDF) rauslassen kann – bekomme ich in Openproj nur propreritäre Files und MS-Project XMLs raus. Das ist ein echter Nachteil – vor allem, wenn man mal einen Plan nett präsentieren kann. Mal schauen, ob ich dafür eine Lösung finde.
Ansonten ist das Programm dem GanttProject jedoch weit überlegen, da vor allem die Ressourcenplanung und die vielen unterschiedlichen Charts dem Projektmanager gut gefallen, der das alles zwar machen muss – sich aber viel lieber mit den weichen Team- und Konflikt-Themen beschäftigt.
Könnte passen:
Pingback: Projekte: GanttProject is back auf kubitz.net | webcoach | social media | sinnvolles handeln