ganttprojectVor einigen Wochen habe ich Projity als neues Lieblingstool für Projektmanager bezeichnet wenn es darum geht, einen Projektplan aufzustellen und mit dem Team zu bearbeiten.

Ich gebe zu: Was war voreilig. Der Vorteil von Projity, mehr Berichte als GanttProject zu haben, wird durch zwei Nachteile bei der Arbeit mit Gantt-Charts wieder aufgehoben:

  • Die Eingabe in GanttProject ist sehr deutlich einfacher. Gerade das Verschieben und Ändern von Tasks innerhalb des Gantt-Charts geht damit deutlich schneller und einfacher.
  • Die Präsentationsmöglichkeiten mit GanttProject sind viel umfangreicher. Hier kann ich PNGs, PDFs und ganze Web-Präsentationen einfach herstellen. Bei Projity musste ich umständlich mit Bildschirmfotos arbeiten.

Und da mir das Handling und die Darstellungsmöglichkeiten des Gantt-Charts viel wichtiger als alle anderen abgefahrenen Berichte sind, empfehle von heute an wieder GanttProject.

Ihr wisst: Sobald es in ein geordnetes Projekt geht, gibt es aus meiner Sicht einige Musts. Dazu gehören (neben vielen “weichen” Faktoren) ein Projektstrukturplan und ein Gantt-Chart. Beides möglichst einfach und übersichtlich – aber bitte niemals ohne. Den Projektstrukturplan male ich gerne zusammen mit dem Team auf, das Gantt-Chart gehört in eine möglichst simple Software um keinen technischen Overkill zu bekommen. Bislang war hierfür GanttProject für mich das Mittel der Wahl. Ich denke, das hat sich heute geändert. Weiterlesen…

Vor wenigen Tagen hat Google ja die Universal Search angekündigt. Das heißt, dass die Suchen, die bislang immer nur über einen zweiten Klick zu erreichen sind, in Zukunft auch auf der ersten Seite erscheinen. Jetzt zählen wir mal ganz schnell 2 und 2 zusammen und erkennen, dass in Zukunft die Image-Search von Google ein echter Traffic-Bringer sein wird. Denn geklickt werden fast nur die Suchergebnisse auf der ersten Google-Seite und zweitens werden auf allen Webseiten eher Bild-geteaserte Links geklickt. Oha!

Basics für Nicht-Suchmaschinen-Optimierer: Bilder

Deshalb solltet ihr mal einen Blick auf euren Umgang mit Bildern werfen. Von mir hier ein paar Tipps:

  1. Vergesst alle Bilder, an denen ihr keine Rechte habt. Vielleicht seid ihr bisher ohne Ärger durchgekommen., wenn ein Bild aber zu einem guten Suchbegriff oben im Google-Index steht, wird es entdeckt (und ihr bekommt zu Recht Ärger). Kostenlose Bilder gibt es z.B. auf www.piqs.de, billige auf Photocase oder iStockphoto.
  2. Füllt das ALT-Attribut im Image-Tag aus. Nur damit kann Google “sehen” was auf dem Bild drauf ist. Eine korrekte Einbindung ist: <img srch=”bildname” alt=”keyword”>.
  3. Verwendet Keywords im Bildnamen. Doofe Bilder heißen “DCM823474675363.jpg“, gute Bilder “keyword1-keyword2.jpg“. Gerne auch noch beschreibender. Und wenn es für verschiedene Kategorien auch unterschiedliche Bilderordner gibt, stimmt sogar die ganze URL. Die optimale Einbindung wäre also: <img src=”/website-keyword/kategorie/bildname-mit-Keyword.jpt” alt=”Keywords”>
  4. Auch URL, Description der Seite u.s.w. sind Faktoren. Klar: Die Seite sollte natürlich auch zum Bild passen und gut optimiert sein.
  5. Verwendet nicht nur Thumpnails auf den Seiten. Gutes Layout verlangt eh nach schönen Bildern auf der Seite. Wer nur Mini-Bilder auf eine Seite bringt (und per Javaskript auf eine Bildergalerie verlinkt), wird auch nicht in die Bildersuche kommen.

Ich hoffe, das hilft euch. Das gilt übrigens auch ählich für Videos und anderen Input für Google.

Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr Videos dreht, die dann auch in der Universal Search angezeigt werden, müsst ihr jemanden fragen, der sich damit auskennt. ;-)

Mit zu wenig Selbstbewußtsein haben die Webkrauts kein Problem: “Wir bringen das Web einen Schritt weiter!” schließen sie ihr Mission Statement. Mmmh, wenn man nur auf sie hören würde.

webkrauts webstandards

Was die derzeit 73 Mitglieder genau machen, wer das ist und wie sie helfen, lest ihr am besten auf ihrer Seite. Ich möchte hier aber mal darauf hinweisen, dass ich ihre Idee, Webstandards auch im deutschen Raum stärker zur Geltung zu bringen, für gut und extrem wichtig halte.

Warum? Weil wir uns damit das Leben leichter machen. Wer heutzutage mit einem vernünftigen Stylesheet (CSS) arbeitet und nicht Tabellen mehr oder weniger korrekt ineinander schachtelt (“Hauptsache, sieht bei den wichtigsten Browser gut aus”) wird auch noch in einem halben Jahr verstehen, was er da programmiert hat und daran Änderungen machen können. Ebenso auch sein Kollege, der möglicherweise ein Projekt übernehmen muss. Und, ja auch das: Wer seine Seite W3C-konform baut, hat tatsächlich gute Chancen vom Google-Bot mehr gemocht zu werden als der Kollege nebendran, bei dem der Bandwurmcode eher “flexibel” ist.

Webstandards einzuhalten ist nicht die Forderung von staubtrockenen Nerds, die diese Standards geschrieben haben und sich wichtig machen möchten. Sondern von erfahrenen Projektmitarbeitern, die mal versucht haben, eine Kraut-und-Rüben-Webseite weiter zu entwickeln. Außerdem spart das den Kunden und Websitebetreibern eine Menge Geld.

Das wollte ich jetzt mal sagen.

Bisher habe ich (aus gutem Grund, wie ich finde) das Cluetrain Manifest tapfer ignoriert. Aber aus aktuellem Anlass möchte ich doch eine der 95 Thesen hier zitieren, nämlich die 44:

“Typischerweise installieren Unternehmen Intranets “Top-Down”, um ihre Mitarbeiter-Richtlinien und andere Unternehmensinformationen zu verbreiten. Im Gegenzug geben die Mitarbeiter ihr bestes diese Inhalte zu ignorieren.”

So viel Wahrheit in zwei Sätzen. Das ist schön.

Vor ein paar Wochen habe ich aus SEO-Gründen vor Strato gewarnt, denn dort sind keine suchmaschinenfreundlich URLs via mod_rewrite möglich. Jetzt warne ich noch mal – auch aus Gründen der Suchmaschinenoptimierung.

Der Grund: Ich habe ein Projekt mit wenigen HTML-Seiten übernommen, die aber bei Google schon einen guten Rank haben. Nun soll das Projekt wachsen, deshalb wurde der Account aufgemotzt – und kann nun PHP. Aber die Google-Relevanz soll natürlich nicht verloren gehen.

Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ich baue den PHP-Code in HTML-Seiten ein und der Server führt darin den PHP-Code aus (das geht unproblematisch z.B. bei 1&1). Dann kann ich einfach erweitern und bin glücklich. Oder ich leite die alten Seiten über einen 301-Redirects auf die neuen Seiten um.

Beides geht bei Strato nicht. Gerade habe ich die Auskunft des Supports bekommen, dass PHP-Code nur in Seiten mit der Endung “.php” ausgeführt wird (Warum? Weiß net.). Und Seiten zu bauen, die die Endunung “.php” haben und auf die automatisch von alten Seiten verwiesen wird, geht ja auch nicht – mangels mod_rewrite.

Ach ja, noch ein Zitat aus der Mail von Strato: “Wir freuen uns, dass Sie unserem anspruchsvollen Service vertrauen.” Da sollten die sich mal nicht zu sehr freuen. Denn erstens vertraue ich Strato nicht mehr und zweitens ist der Stratoservice nur insoweit anspruchsvoll, dass man dort vor Aufgaben gestellt wird, die es woanders nicht gibt – weil woanders die Technik vernünftig konfiguriert ist.

Heute nerven mich alle. Und hier eine der vielen Geschichten, die mich heute Zeit und Nerven gekostet haben:

Nach meiner CMS-Recherche hatte ich mich schließlich für Redaxo entschieden – denn das ist flexibel, wird von einer engagierten Community getragen und kann auch gut für Suchmaschinen optimiert werden. Mehr über diese Auswahl später.

Jedenfalls ist es für die Suchmaschinenoptimierung sinnvoll, Speaking URLs zu haben, also Links in denen auch genau die Keywords zu lesen sind unter denen man zu finden sein möchte. Klickt auf einen Beitrag in meinem Blog – dann wisst ihr was ich meine. Um eine solche Speaking-URL herzustellen, benötigt man bei Redaxo (und das ist nicht unüblich) ein Apache-Modul, also eine kleine Erweiterung des Webservers. Keine große Sache, wirklich.

Für das Projekt um das es geht hatte ich erstmals einen Strato-Account ausgeguckt, weil das dem Kunden recht war. Account bestellt, Server eingerichtet und Redaxo installiert. Geht alles ganz schnell. Nur die SEO-Erweiterung hat nicht funktioniert. Und ich Flachzange habe stundenlang installiert, probiert, konfiguriert, im Redaxo-Forum genervt u.s.w. – bis ich mal auf die Idee gekommen bin, bei Strato anzufragen, ob das mod_rewrite (so nennt sich das) eigentlich eingestellt ist. Hier die Antwort.

“mod_rewrite können wir leider nicht zur Verfügung stellen.
Bei unseren Webhosting-Paketen und auch Business-Servern bestimmt allein unser Rechenzentrum die Parameter u.a. der Apache-Konfiguration und beispielsweise auch der PHP-Konfiguration; eine Einflussnahme ist hier leider grundsätzlich nicht möglich.
Lediglich auf einem HighEnd Server könnten diese Parameter vom Kunden frei bestimmt werden; hier hat der Kunde allerdings auch vollen Root-Zugriff und als Administrator die volle Verantwortung für die Betriebsicherheit des Servers.
Hintergrund:
mod_rewrite wird bei unseren Webhosting-Paketen und Business Servern verwendet für die Domain-Umleitungsfunktionen und kann deshalb unseren Kunden grundsätzlich nicht zur Verfügung gestellt werden.”

Mit anderen Worten: Das Projekt wird bei Hosteurope realisiert, die bieten mod_rewrite ab dem “Webpack L” an, für 6,99 Euro im Monat. Das ist auch nicht teurer als bei Strato. Und irgendwie sind die auch netter.

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