Ole van Beust wäre ein mieser Projektmanager
Unter der Überschrift “CDU verschiebt Selbstkritik” zitiert gestern die FAZ Hamburgs Bürgermeister Ole van Beust. Er sagte zu einer Äußerung von CSU-Chef Stoiber, manchmal sei es besser, „ein bißchen mehr die Klappe zu halten, als zwischendurch rumzugackern”. Ausdrücklich soll der momentane Konflikt in der CDU so lange auf Eis gelegt werden, bis die sachlichen Fragen mit der SPD diskutiert sind.
Mit Verlaub, Herr van Beust: Das ist Quatsch.
Ich bin kein Politiker, aber ich kann jedem Projektmanager und Teamleiter davon abraten, sich dieses Vorgehen zum Vorbild zu machen. Denn die Regel gilt anders herum:
So lange ein Konflikt im Raum ist, wird es keine vernünftige Diskussion um die Sache geben.
Bitte, liebe Kolleginnen und Kollegen, deckelt keinen Streit der auszubrechen droht. Sondern befördert ihn lieber kontrolliert zutage. Sprecht mit den Streithähnen und setzt das Thema möglicherweise auch im nächsten Jour Fix auf die Tagesordnung. Denn selbst, wenn ihr den Streit damit nicht sofort beilegen könnt und ggf in kleinere Gremien “delegiert”: Damit zeigt ihr zumindest, dass ihr den Streit (und damit die Menschen dahinter) ernst nehmt. Und so gebt ihr allen die Chance, wieder produktiv am Prozess mit zu arbeiten.
Nur so könnt ihr vermeiden, dass der Konflikt fortan ständig präsent ist und jede Diskussion dazu verwendet wird, die gegensätzlichen Standpunkte immer und immer wieder zu verteidigen. So etwas ist “Kalter Krieg” und macht jede Zusammenarbeit unmöglich.
Na ja, zum Glück wird dieses Land nicht alleine von Leuten wie Herrn van Beust regiert. Sein CDU-Kollege Wolfgang Bosbach hatte einen besseren Vorschlag. Er sagte im Deutschlandradio, dass er verstehen könne, daß Stoiber das sage, was er für richtig hält. Nicht jede Auseinandersetzung, „vor allen Dingen nicht jede innerparteiliche”, müsse aber „vor laufenden Kameras” ausgetragen werden. „Es gibt doch schon seit vielen Jahren das probate Mittel des Telefons.”
Tauschen wir “vor laufender Kamera” mit “in großen Kreisen” und “Telefon” mit “Vier-Augen-Gespräch” - dann ist das mal ein Ratschlag, den wir uns alle zu Herzen nehmen können.
Da freut sich die Finanzwelt und die Nerds ziehen gleich mit: "Bei Google explodiert der Gewinn" jubelt die Financial Times. Alles gut, freut sich die Branche. Ich freue mich auch - aber ich finde, ein etwas differenzierterer Blick auf die Zahlen lohnt sich:
"Hach! Damals! Das waren noch Zeiten!" Ja, ja ich weiß: Immer wenn wir in die Vergangenheit schauen, werden wir schwermütig. Oder sitzen juchzend über den alten Familienfotos und freuen über Klein-Eric und wie süß er damals aussah (Ich hatte damals sogar eine Lederhose, aber das gehört nicht hierher).
Google dringt weiter in mein Leben ein: Gerade hat Google-Labs einen RSS-Feed-Reader vorgestellt. Ganz einfach: Feed-URL eingeben, "Preview", "Subscribe". Damit lassen sich auch viele Feeds gut überblicken; über die Suchfunktionen lassen sich auch passende neue Feeds finden. Dies alles natürlich wieder selbsterklärend und sehr schnell.
Ja, doch: Es gibt noch coole Entwicklungen ohne Google-Stempel. Zum Beispiel 