Note: Das
hier ist kein Blog sondern der digitale Notizblock von Eric Kubitz. Ich schreibe
hier über die Dinge, die mich als Internet-Berater, Webcoach und Internet-Besucher beschäftigen und die ich mir für die spätere Arbeit merken möchte. Los geht's:
Viele Suchmaschinenoptimierer werden mich dafür belächeln. Aber ich möchte trotzdem mitteilen, dass es gerade ein Pagerank-Update bei Google gibt. Der Pagerank ist eine von vielen Faktoren, die Google zur Bewertung von Webseiten heran zieht. Er liegt zwischen 0 und 10 und wird angezeigt, wenn ihr die Google-Toolbar installiert habt.
Und dieses Pagerank-Update hat für mich günstige Auswirkungen. Ich darf mich freuen, weil meine Seite nach langer Zeit auf Pagerank 4 nun endlich mit PR5 bewertet wird. Guter Content wird halt belohnt ;-)!
Das Update ist noch nicht ganz durch. Kann also sein, dass ich wieder zurück falle. Aber falls nicht, werde ich euch in den nächsten Tagen sagen, ob sich das auf den Traffic auswirkt.
Ich weiß nicht ob die Überschrift grammatikalisch in Ordnung ist. Ich befürchte aber Schlimmstes. Hoffentlich werde ich dafür nicht bestraft. Denn mindestens in Stuttgart gibt es den einen oder anderen Richter, der nun den Ruf hat, “ein rechtsblinder Autist” zu sein. Und ich finde, zu Recht.
Das Landgericht Stuttgart hat den Versandhändler Nix gut zu einer Geldstrafe von 3600 Euro bestraft und 16 000 Artikel beschlagnamt. Warum? Nicht wegen schlechtem Webdesign - sondern wegen der der Verbreitung verfassungswidriger Symbole. Streitpunkt sind z.B. T-Shirts und Anstecker mit einem durchgestrichenen Hakenkreuz. Und da ein Hakenkreuz ein verfassungswidriges Symbol ist, gehört der Händler Jürgen Kamm verknackt.
Unfassbar, oder? Mal davon abgesehen, dass dies eine Klagewelle von FIFA (es gab Anti-Nazi-Schilder bei der WM) bis hin zu allen möglichen Politikern nach sich ziehen müsste, da ein durchgestrichenes Hakenkreuz nun mal zum Symbol GEGEN Nazis geworden ist. Darüber hinaus ist die Erklärung hanebüchen; laut Gericht besteht die “Gefahr eines Gewöhnungseffektes”.Versteht ihr? Wenn man viele T-Shirts mit durchgestrichenem Hakenkreuz sieht, findet man das irgendwann nicht mehr so schlimm und findet Nazis gar nicht mehr so doof.
Jo, das Urteil ist echt abgefahren und ihr wisst jetzt, warum die Grüne Claudiia Roth den Vorwurf des “rechtsblinden Autismus” formulierte und der SPD-Bundestagsabgeordnete Niels Annen von einem „herben Schlag für alle, die sich gegen Rechts engagieren“ sprach. Wie es jetzt weiter geht, könnt ihr auf der Razziaseite des Händlers lesen. Sein Verteidiger hat aber schon mal angekündigt, in Revision zu gehen. Und falls in den nächsten Tagen diese Seite hier gelöscht wird, dann liegt das wohl an dem Bild oben…
Hat da jemand Angst vor Kernkraftwerken? Nein, schließlich kam jetzt ja die Idee auf, das 30 Jahre alte Biblis A doch einfach noch etwas länger zu betreiben. Damit es sich länger rentiert. Warum auch nicht? Schließlich sind deutsche Atomkraftwerke sicher. Ja, sicher…
Was ist passiert? Nur eine Kleinigkeit: Der Deckel eines Castors hat sich verklemmt - und jetzt stehen die Experten um das Ding herum und wissen nicht, wie es wieder lockern können. Nicht gleich aufregen, ist uns doch jedem schon mit passiert - mit einem Marmeladenglas. Oder?
“Radioaktivität wurde nicht freigesetzt. Der sichere Betrieb des Kraftwerks war und ist gewährleistet”, schreiben die Betreiber. Eine verflixte Geschichte: Da hat ein Kranfahrer fahrlässigerweise sein Funkgerät nicht ausgeschaltet und den Befehl “Heb’ an” gehört und diesen ausgeführt. Der Befehl ging aber an einen Kollegen - er selber hätte einfach gar nichts machen sollen. Na ja, und da hat sich der Deckel halt verkantet. Das Ganze ist übrigens am vergangenen Samstag passiert, eine öffentliche Mitteilung erging am Mittwoch. Mmmmh: “Castor” ist doch dieses unkaputtbare, fuerfeste Teil, das man aus nein Metern Höhe auf den Boden schmeißen kann, das in 200 Meter Wassertiefe eine Stunde aushalten muss und sogar einen Flugzeugabsturz überleben soll. Eine sichere Sache? Natürlich. Außer ein Mensch ist in der Nähe…
September 28th, 2006 by eric kubitz | Posted in Musik | Comments
Ihr werdet in den nächsten Tagen und Wochen dieses Motiv (Bild unten) häufig sehen. Und der Spruch “Vybe me” wird sicherlich auch Funk und Fernsehen zu hören sein. Grund: Universal Music und E-Plus wagen eine neue “gemeinsame” Marke mit dem charmanten Namen “Vybe” und einer sinnvollen Kooperation zwischen Mobilfunk und Musik. Passt doch: Die gleiche Zielgruppe, Musik passt mittlerweile auch auf Handys und die Musik-Branche gibt grad eh digital Gas.
Die Tarife von Vybe sind in der Tat recht fair: In der 20-Euro-Flatrate sind kostenlose Telefonat zwischen Vybe-Nutzern und 50 Freiminuten in alle anderen Netze. SMS kosten nur 9 Cent. Aber, nun: Tarife ändern sich. Ich nehme hier Wettangebote entgegen; meine Behauptung: Bis Jahresende werden auch Telefonat in die anderen E-Plus-Netze kostenlos.
Viel mehr hat mich interessiert, was Vybe in Sachen Musik zu bieten hat: Es gibt “eine Fülle aktueller und interessanter Services rund um das Thema Musik. Das können topaktuelle Klingeltöne, Hörproben von Neuveröffentlichungen der Künstler oder exklusive Musik- und Starnews imvybemobile WAP-Portal sein”, so die Pressemitteilung. WAP-Portal? Services? Klingeltöne? Was soll das? Unversal will über einen Mobilfunktarif seine Künstler über Hörpoben bewerben? Mal ehrlich: Das ist zu simpel.
Aber es geht weiter: “Im Frühjahr 2007 wird das Mobile-Music-Angebot von vybemobile um eine starke Komponente erweitert. Universal Music Deutschland stellt ab diesem Zeitpunkt ein Portal mit mehreren hunderttausend Titeln für den preisgünstigen und einfachen Fulltrack-Musicdownload bereit”, vermeldet die E-Plus-Presseabteilung.
O.k., liebe Leute. Dann schauen wir auch erst im nächsten Frühjahr wieder vorbei. Das kann ja ganz spannend werden. Stellt sich nur die Frage, warum ihr jetzt schon mit Vybe startet…
Nachdem Google nicht mehr möchte, dass die Menschen “googlen” will nun Apple, dass die Podcaster nicht mehr “podcasten”. Jedenfalls vermeldet vuunet.com, dass die iPod-Macher einen blauen Brief an Podcast Ready (myPodder) verschickt haben und darauf hinweisen, dass der Begriff “pod” unter die “Trademark Protection” von Apple fällt. Das Schreiben wurde auf der Webseite von Podcast Ready veröffentlicht.
Ihr kennt das: Da wird in einer Reportage ausführlich veranschaulicht, dass es der Welt schlecht geht, da werden Klimatabellen gezeigt und kluge Forscher befragt. Und am Ende sagt ein kritischer, amerikanischer Wissenschaftler so etwas wie “Sollten die Regierungen Maßnahmen ergreifen, um die Erderwärmung zu verhindern, würden sie die Weltwirtschaft ohne Anlass gefährden.” Bumm! “Ja”, denken wir, “es gibt zwei Seiten. Die einen glauben an die Erderwärmung, die anderen nicht.” Aus Fakten wurde eine Glaubensfrage.
Eine Studie über die Berichterstattung der seriösen US-Presse zum Klimawandel, so ist es heute in der SZ zu lesen, stellte 2003 fest, dass man den wenigen Skeptikern, denselben Raum einräumte wie tausenden unabhängigen Forschern die die Erderwärmung attestierten. Im Namen der Ausgewogenheit.
Das ist das Ergebnis von sauberer Pressearbeit - unter anderem des Hardliner-Konzerns Exxon Mobil. Das Unternehmen ist die gewinnträchtigste Firma der Welt, setzt jeden Tag eine Milliarde Dollar um und verdient natürlich kräftig an fossilen Brennstoffen. Natürlich tut Exxon Mobil auch Gutes: So wurde der Universität Stanford im Jahre 2003 etwa 100 Millionen Dollar für die Klimaforschung gestifet.
Aber es wurden auch etwa 2,9 Millionen Dollar in Gruppen investiert, die in irgend einer Form Zweifel in Sachen Klimawandel säen. Dazu gehört zum Beispiel das Competietive Enterprise Insititut, das die Erderwärmung als Erfindung bezeichnet - und das in Al Gores Film “Eine unbequeme Wahrheit“.
2,9 Millionen Dollar ist wohl so etwas wie die Portokasse von Exxon Mobil, einem Unternehmen, dass die Bemühungen von Shell und BP, sich für Umweltaspekte zu engagieren, überhaupt nicht nachvollziehen kann. Lee Raymond, der bis letztes Jahr das Unternehmen führte, wurde von der New York Times als “Feind des Planeten” bezeichnet.
2,9 Millionen Dollar, die sich für Exxon Mobil gelohnt haben, denn mit ihnen wurde erfolgreich die PR dieser Gruppen gefördert. Wir kennen das: Ausgewogenheit muss im Journalismus sein. Und wenn ich einen Artikel zu einem Thema schreibe, brauche ich immer auch eine Gegenstimme. Tja, und dank Exxon Mobil gibt es diese auch jederzeit…
Nun, damit haben wir geklärt, dass wir die Diskussionen über das “ob” der Erderwärmung einfach nicht mehr führen müssen. Wir können nun auf die wirklich exzellente Pressearbeit von Exxon Mobil verweisen - und erwähnen, dass PR gut sein kann, aber an der Realit nichts ändert. Wohin die 2,9 Millionen Euro geflossen sind (und weitere Gelder fließen) ist übrigens auf der Seite www.exxonsecrets.org sehr anschaulich zu sehen.
P.s.: Als alter Flash-Zweifler muss ich zur Seite www.exxonsecrets.org natnürlich etwas sagen. Die ist genial und ich sehe hier endlich mal, wie genial man Flash wirklich einsetzen kann. Respekt!
Erinnert ihr euch an den letzten Grillabend des Jahres? Schlimm war das, gell? Die Kräuterbutter sah einfach schrecklich aus. Alle mit dem Messer einfach so rein! Die ganze Stimmung war am A…. Es war fürchterlich. Doch das ist jetzt vorbei. Denn zum Glück gibt es den Deutschen Verpackungspreis. Zum 29. mal wurden die tollsten, die buntesten und die praktischsten Verpackungen gewählt. Und darunter in diesem Jahr auch die Kräuterbuttertube (rechts oben). Damit kommt die Butter direkt aufs Steak - und Grillen macht endlich wieder Spaß. Und die Hersteller von Verpackungen freuen sich auch ein Loch in den gelben Sack.
Ach ja, findet ihr nicht auch, dass Handspülmittel viel zu wenig emotionalisiert ist? Zum Glück gibt es jetzt von Alpla eine Plastikverpackung die genau dieses Problem löst. “Es reizt Spülmittel auf der Spüle offen zu zeigen und nicht zu verstecken”, schreibt irgendjemand darunter. Mir ist das auch immer peinlich, wenn jemand in unserer Küche diese un-emotionalen Spülflaschen sieht.
Im Ernst: Wer braucht denn wirklich einen Plastik-Korb im Becher um z.B. den Schafskäse von der Lake zu trennen? (rechts unten) Oder muss man wirklich einen Preis dafür vergeben, wenn jetzt noch kleinere Aluminium Aeorosoldosen bunt bedruckt werden können? Und doppelwandige Plastik-Kaffeebächer? Die macht man heute doch in Pappe.
Der Deutsche Verpackungspreis bekommt von mir für heute die rote Laterne. Auch wenn ich mir die vielen Hüllen und Dosen mit viel Spaß und Genuss angeschaut habe.