Note: Das hier ist kein Blog sondern der digitale Notizblock von Eric Kubitz. Ich schreibe hier über die Dinge, die mich als Internet-Berater, Webcoach und Internet-Besucher beschäftigen und die ich mir für die spätere Arbeit merken möchte. Los geht's:

Klimaforschung per Google Docs & Spreadsheeds

google docs spreadsheets schoolEin nettes Projekt: Zusammen mit Global SchoolNet hat Google sein Weboffice “Docs & Spreadsheets” für den Klimaschutz genutzt. Und zwar als Brainstorming-Tool - in das Schüler von mehr als 80 Schulen weltweit geschrieben haben. Heraus gekommen sind 50 Ideen, mit denen die Klimaerwärmung bekämpft werden könnte. Zum Abschluss gab es dann noch eine ganzseitige Anzeige in der USA Today, damit ganz Amerika davon erfährt.

Nun, zunächst haben die Schüler damit den Profis an den Schreibtischen der Unternehmen gezeigt, dass man mit Online-Tools sehr wohl arbeiten kann und sich eine ganze Menge Flugkosten sparen könnte. Und außerdem sind eine ganze Menge guter Ideen raus gekommen. Angeführt werden sie von dem Wunsch, die Klimaerwärmung in den Stundenplan aufzunehmen. Weiter geht es über ganz praktische Dinge wie z.B. darauf zu warten, dass genügend Klamotten dreckig geworden sind bevor man die Waschmaschine anwirft. Und im letzte Punkt (Nr. 50) schlagen die Schüler vor, die Wissenschaftler dabei zu unterstützen, für die zukünftige Energieversorgung auch innovative Ideen zu entwickeln.

Da kann man sich ja nur anschließen. Alle Vorschläge gibt es natürlich - bei Google.

GanttProject: Mit einem guten Plan ans Ziel

Ihr kennt das: Du willst mit dem Auto von A ins unbekannte B fahren. Und du hast dich gut vorbereitet. Du hast dir von jemandem den Weg erklären lassen und dir Stichworte notiert. Alles kann also gut gehen.

Es sei denn, du verpasst eine Abfahrt oder die Ausschilderung ist nicht wirklich gut. Dann bist du verloren. Spätestens jetzt durchsuchst du das Auto nach einer Landkarte, wirst hektisch, verlierst Zeit. Und du ärgerst dich, dass du dir die Route nicht auf einer Karte eingezeichnet hast. Denn dann könntest du mit einem Blick erkennen, wo du bist und wie du den Fehler korrigieren kannst. Aber du hast dich darauf verlassen, dass die Beschreibung stimmt und alles gut geht. Das war dein Fehler.

karte.jpg

Ein Gantt-Chart ist so etwas wie eine Landarte durch ein Projekt. Eine vernünftige Pflege vorausgesetzt, ist darauf immer der aktuelle Stand zu erkennen. Und geht etwas schief, zeigt ein Gantt-Chart schnell, was das bedeutet und wie dem Problem begegnet werden kann. Deshalb empfehle ich in jedem Projekt neben einer guten Zielbeschreibung und dem Projektstrukturplan auch ein Gantt-Chart zu erstellen. Gerade in der vergangenen Woche habe ich gemerkt, wie erhellend das sein kann - deshalb aus aktuellem Anlass dieses Posting.

ganttproject1.jpgWie Ihr vermutlich schon wisst, bin ich da ein Fan der Open-Source-Software GanttProject. Die Software ist schnell zu lernen, so dass sie auch bei kleinen Projekten nützlich ist. Aber sie hat auch genug Funktionen, um mittelgroße Projekte (~ 10 Team-Mitglieder, 5 -8 Teilprojekte, 50 Arbeitspakete) noch zu verwalten. Mehr geht allerdings nicht.

ganttprojectDas Gute an GanttProject ist, dass es zwar eine kleine Software ist - aber nahezu alle der in MS-Project & Co wirklich verwendeten Features beinhaltet. Jedenfalls, wenn es um kleine und mittelgroße Projekte geht. Außerdem ist die Software supereinfach und nahezu intuitiv zu erlernen. Man sollte die Prinzipien eines Gantt-Charts verstehen - aber dann geht es mit GanttProject einfach von der Hand. Außerdem läuft die Software auf allen wesentlichen Betriebssystemen, bietet eine Reihe cleverer Exporte und wird ständig anhand der Wünsche der User weiter entwickelt. Und, ach ja: GanttProject ist kostenlos.

Und weil es so einfach ist, werde ich hier jetzt nicht beschreiben, wie man mit GanttProject arbeitet (das findet ihr auch auf dem GanttProject-Wiki) - sondern euch mit nur fünf Regeln den sinnvollen Einsatz dieser Software ermöglichen:

  1. Es gibt “Teilprojekte”, “Arbeitspakete” und “Milestones”: Es ist essentiell wichtig, dass diese drei Begriffe klar definiert und so auch verwendet werden. Ein Teilprojekt besteht aus mehreren Arbeitspaketen und Milestones. Es hat selber keine Zeitdimension sondern ist die Summe seiner Teile. Im GanttProject schiebe ich über die Funktion Einrücken (rechte Maustaste auf “Vorgang”) Arbeitspakete und Milestones unter ein Teilprojekt. Ein Milestone hat auch keine Zeit-Dimension (im GanttProjekt “Dauer. 1″), ist aber für das Fortkommen im Projekt wichtig. Das gilt praktisch immer für Teil-Abnahmen und für Lieferungen. Im GanttProjekt hat deshalb ein Milestone (Auswahl von “Meilenstein”auf der Registerkarte “Allgemein” eines Vorgangs” immer auch Vorgänger und Nachfolger.
  2. Tue alles rein, was getan wird: Grundsätzlich sollte jede Arbeit die für das Projekt anfällt auch im Gantt-Chart auftauchen. Das ist sehr wichtig. Es darf keine Hidden Agenda oder einen Haufen Tasks geben, die “halt auch noch irgendwie” gemacht werden müssen.
  3. Übersichtlichkeit, Pflegbarkeit: Obwohl alles drin sein sollte, muss das Gantt-Chart übersichtlich bleiben. GanttProject bietet ein paar Hilfen an (Arbeitspakete unter Teilprojekten können ausgeblendet werden), aber grundsätzlich sollte man auf einer Abstraktionsebene der Tasks arbeiten, die alle Arbeiten eindeutig zuordenbar macht aber nicht jeden Handgriff einzeln beschreibt. Eine Regel, die oft hilft: “Alles, was eine Person alleine umsetzen und verantworten kann, ist ein Arbeitspaket.” Probiert es mal damit.
  4. Die Gantt-Arbeit passiert im Team: Nicht nur der Projektleiter braucht eine Übersicht - sondern das ganze Team. Die Erstellung und die (wöchentliche!) Pflege des Gantt-Charts sollte also gemeinsam mit dem Team erfolgen. Auf jeden Fall sollten die Teilprojektverantwortlichen dabei sein. Vergesst dabei aber nicht: Die inhaltliche Kompetenz (also, WAS gemacht werden soll) haben die Team-Mitglieder, die Prozess-Kompetenz (also, WIE das gemacht werden soll) ist euer Job! Lasst euch nicht allzusehr reinquatschen.
  5. Üben, üben, üben: Vor allem, wenn man im Team direkt am Chart arbeitet, sollte man eine gewisse Sicherheit mit dem Umgang haben. Allzu viel Unsicherheit beim Umgang mit GanttProject untergräbt die Prozess-Kompetenz. Also bastelt vor dem ersten Meeting euer eigenes Chart mit allem Drum und Dran. Dann braucht ihr euch nicht auf die Technik konzentrieren sondern könnt auf die Prozesse im Team achten.

Natürlich ist das Herstellsten und das Pflegen eines Gantt-Charts kein Kinderspiel. Damit muss man sich schon beschäftigen. Aber ich verspreche euch hier, dass ihr mit der Software GanttProject und diesen fünf einfachen Tipps einen guten und leichten Einstieg habt. Lest euch auch mal den theoretischen Background durch, damit ihr wisst, was noch alles in einem solchen Plan stehen kann. Und schaut euch die Export-Funktionen von GanttProject an - da gibt es einiges zu entdecken.

Aber da ihr ja eh nicht alles aus dem Stand könnt, solltet ihr euch auf die Punkte oben konzentrieren. Das nächste ist dann der Kritische Pfad. Aber auf den gehe ich erst später mal ein.

Foto: Tangent auf Photocase.

Wie der Traffic explodiert

google analyticsWie kann ich in wenigen Tagen meinen Traffic vervielfachen? Wie bringe ich den Besucherverkehr eines kleinen, unscheinbaren Blogs zum Explodieren? Keine leichte Frage - aber ich kenne jetzt die Antwort. Zum Beweis hier meine Analytics-Statistik des Monat November. Weil ich keine Diskussion über PIs und Visits führen will, habe ich die Zahlen verschleiert. Aber eines ist klar zu sehen: Kurz nach dem 22. November explodierte mein Traffic. Und zwar um mehrere Hundert Besucher. Was habe ich getan?

  • Habe ich per Suchmaschinen-Optimierung meine Seite bei Google “findbar” gemacht? Nein, das würde nicht so schnell gehen.
  • Habe ich mich bei 1000 Katalogen eingetragen? Nein, dafür habe ich keine Zeit und ich glaube auch nicht, dass das etwas bringen würde.
  • Habe ich geniale Postings geschrieben? Schaut selber nach. Die Antwort ist: “Nein”.
  • Habe ich einen vielbeachteten Blogger-Streit verursacht und dadurch viele Kommentare bekommen? Auch nicht.
  • War’s ein Linkbait, also etwas, worauf viele andere spontan verlinken? Schaut selber nach. Nein.

Nun, gerade überlege ich mir, dass ich euch das jetzt (noch) gar nicht erzähle. Ich mache daraus ein Rätsel. Und hier kommen die Teilnahmebedingungen: Schreibt mir per Mail (zusammensetzen: “eric @ kubitz . net”) oder kommentiert dieses Posting. Schreibt, was meine Traffic-Maßnahme war. Gewinner ist, wer am nächsten dran ist. Wenn es mehrere richtige Lösungen gibt, gewinnt die erste. Der Gewinn ist ein Beitrag auf kubitz.net - natürlich mit einem direkten Link. Ich werde über die Webseite des Gewinners ein paar Sätze schreiben und auf seine URL verlinken. Das ist immerhin ein ehrlicher PR5-Link. Allerdings verlinke ich deshalb auch nicht auf alles, was nach Poker, Porno oder sonstwelchen reinen SEO-Seiten aussieht. Also: Nur vernünftige Seiten, keine Bad Neigbourhood. Und allein ich entscheide, was ich unter Bad Neigbourhood verstehe…

Ja, ich bin ein Loha

Aktualisierung: Dieser Eintrag ist echt alt. Echte Lohas wenden sich lieber an Infosect, hier gibt es Infos über Bio- und Öko-Produkte.

Der Minimal-Konsens des Klimagipfels in Nairobi hat mich etwas ratlos gemacht - Mir ist zum Thema Nachhaltigkeit und Sinnvolles Handeln einfach nichts eingefallen. ABER: Das hat sich dramatisch geändert. Endlich habe ich eine neue Selbstwahrnehmung, bin Teil einer großen Massenbewegung und weiß endlich was ich denke, tue und ausgebe. Ich bin nämlich ein Loha!

loha

Schon gehört? Lohas sind “Konsumenten neuer Schule”. LOHA steht für “Lifestyle of Health and Sustainability” also Menschen, die sich beim Konsumieren möglichst gesund und nachhaltig verhalten. Früher waren das die Grünen oder die Robin Woods oder die lokale Umweltschutzgruppe oder so. Aber seit 1999 gibt es die Lohas, seit die Firma Gaiam diesen Namen für ein gleichsprachiges Lifestyle-Magazin in die Welt setzte. Und nachdem sich nun auch der hippe Amerikaner um ein etwas ausgewogeneres Verhältnis zu seiner Umwelt bemüht, wird daraus ein Trend.

Das ist fein. Denn dann brauche ich mich nicht nur mit dem Sparen von Umwelt und dem Suchen von Bio-Produkten im Supermarkt zu quälen - sondern kann mich auch selbstbewußt auf eine Welle setzen und cool sein.

Auf Wikipedia habe ich gelesen, dass die Lohas in den USA 227 $ Marktvolumen haben, 17 % der der Erwachsenen ausmachen und deshalb 36 Millionen Menschen dazu zählen. Bei der SZ hat sich sogar einer hingesetzt und das Volumen der Lohas weltweit durchgezählt und ist auf 500 Milliarden Euro gekommen. Mich hat er nicht gefragt, deshalb kommt mein Einkommen auch noch dazu.

So, und damit ihr uns erkennt, wenn ihr einen Loha seht, hier Übersetzung der Kriterien, nach denen die amerkanische Loha-Zählung vorgegangen ist. Es wurden die Umsätze dieser Märkte zusammen gezählt:

  • biologische und natürliche Lebensmittel
  • biologische und natürliche Körpferpflegeprodukte
  • Hybrid- und elektrische Autos
  • ökologische und nachhaltige (?) Gebäude
  • energiesparende Geräte
  • sozial verantwortliche Investitionen
  • natürliche Haushaltsprodukte
  • natürliche und vorsorgende Medizin

Na? Mal ehrlich? Du gehörst auch dazu, gell? Sonst würdest du ja meinen Blog eh nicht lesen und schon gar nicht diesen Beitrag bis hier her. Also, wo wir hier nun ganz unter uns Lohas sind, schlage ich vor, dass wir das hierzulande keinem verraten. Denn jeder Trend weckt auch einen Gegentrend - und dafür will ich echt nicht verantwortlich sein. Also: Wir beide wissen, dass wir Lohas sind. Aber wir verraten es keinem. Deshalb wir das hier auch mein letzter Beitrag zu diesem Thema sein.

Foto: gano10 bei Photocase

PR-Ethikregeln für den Umgang mit Bloggern

Mmmmh. Ich weiß gar nicht, was ich davon halten soll: Der US-Marketingverband WOMMA (dem 300 Unternehmen angehören) hat Ethikregeln für den Umgang mit Bloggern erlassen. Hintergrund ist die Aufregung die durch gesponsorte Blogs entstanden ist. Zum Beispiel hatte sich heraus gestellt, dass das Webtagebuch zweier Blogger von Wal-Mart gesponsort wurde und der Autor eines McDonald-Blogs war eine Kunstfigur und kein Mensch. Ja, und wir hier in Deutschland hatten unseren Sturm im PR-Wasserglas ja mit opel-fahrende Bloggern. (Wobei ich immer noch nicht verstanden habe, was eigentlich das Problem war - denn die haben das doch offen gelegt. Was soll denn daran schlecht sein?)

ethik regelen für Blogger

Wie auch immer: Beim Erstellen der Regeln saß Graf Zahl mit am Tisch - und so sind 10 Grundsätze für den ethischen Kontakt mit Bloggern heraus gekommen. Hier meine Übersetzung:

  1. Ich werde immer ehrlich sein und nicht wissentlich falsche Informationen weiter geben. Ich werde auch niemanden darum bitten, einen Blogger für mich zu täuschen.
  2. Ich lege - schon beim ersten Kontakt mit Bloggern - immer offen, wer ich bin und für wen ich arbeite.
  3. Ich werde niemals etwas tun, was die Regeln der Blogger überschreitet. Ich respektiere alle Richtlinien die Nachrichten und Kommentar betreffen.
  4. Ich werde Blogger niemals bitten, für mich zu lügen.
  5. Ich werde besondere Vorsicht walten lassen, wenn ich mit Kindern kommuniziere oder in Blogs schreibe, die von Kindern gelesen werden.
  6. Ich werde Werbung und Affiliates Programme nicht so beeinflussen, dass es sich auf das Einkommen von Bloggern auswirkt.
  7. Ich werde keine automatischen System zum Posten oder Veröffentlichen von Informationen verwenden.
  8. Ich verstehe, dass das Bezahlen von Bloggern als ein Interessenskonflikt gesehen werden kann und werde deshalb jegliche Bezahlung von Bloggern offen legen.
  9. Ich verstehe, dass das Blogger nicht gezwungen sind, über Produkte zu schreiben, die ich ihnen schicke.
  10. Wenn Blogger über Produkte schreiben, die ich ihnen gesendet habe, werde ich sie darum bitten, die Herkunft des Produktes offen zu legen.

Ich meine: Das ist ja schon alles richtig. Aber ist das nicht zu dick aufgetragen? Ist es denn realistisch, dass ein Ethik-Grundsatz für die kleine Zahl der Blogger das komplette Verhalten von Unternehmen ändert? Marketing-Abteilungen, die nicht mehr lügen? PR-Verantwortliche, die nicht erwarten, dass der Empfänger einer Porsche-Teststellung auch wirklich darüber schreibt? Guerilla-Marketiers, die gleich beim ersten Telefonat sagen “Hallo, ich arbeite für BASF und will dir erklären, wie die Welt funktioniert.”?

Und seit die Zehn Gebote für die Bibel verfasst wurden, hat keiner mehr gelogen. Gell?

Na ja, aber vor allem eines wird in diesem Grundsätzen deutlich: Die US-Industrie hat einen Wahnsinnsrespekt vor der Öffentlichkeit, die Blogger erzeugen können. Das ist interessant.

Foto: Jeunzig71 bei Photocase.

Popstars: Internet ärgert Fernsehen? Oder nicht?

Es läuft auf Pro7 ja derzeit eine aktuelle Staffel der Retortenband-Show “Popstars”. Diese endet in der nächsten Woche mit einer Entscheidung, wer zu der zukünftigen Band gehören wird. Und da man dann schnell Kasse machen möchte, wird natürlich schon fieberhaft an der ersten Platte gebastelt. Hinzu kommt, dass das Internet und damit Amazon ein superwichtiger Vertriebskanal für solche schnellen Schüsse ist. Und dass es dort die Möglichkeit gibt, Platten vorzubestellen.

monroesJetzt kommt’s: Auf Amazon fand sich am Freitag eine Platte der noch zu castenden Band “Monroes” mit drei Protagonistinnen dieser Popstars-Staffel. Und, heisa, der Tanz ging los: Wenn es das Plattencover der Popstars Monrose gibt, weiß man ja jetzt schon, wer zur Band gehört. Wieso? Wo die Entscheidung doch erst noch fallen wird? Und wie kommt das Cover zu Amazon? Die Netzzeitung hatte damit mal einen Scoop und die Foren auf der Webseite von Pro7 waren vor lauter Traffic schnell down. Jetzt wird dort erklärt, dass das Cover halt schon früh mit allen Variationen Variationen produziert werden musste. Und zur Besänftigung der Fans wurde auch neues Material vom Videodreh bereit gestellt.

Nun, das ist doch nette Geschichte. Und am Ende kann man immerhin eines mit Sicherheit sagen. Nämlich, dass diese drei Mädels auf dem Cover in dieser Kombination garantiert nicht gewinnen werden. Schon um die Aktualität der Show zu unterstreichen. Eigentlich habe ich sogar den Verdacht, dass das alles der Coup einer ausgeschlafenen Marketing-Bude ist. Denn so richtig gut läuft die Show in der Öffentlichkeit nicht (oder?). Und da ist so ein Skandälchen doch grad gut. Sogar mich hat das dazu gebracht, über Popstars zu bloggen.

Herrjeh! Bin ich etwa ein Spielball kluger Guerillia-Marketer? ;-)

Die besten Podcasts der Welt III

Es wird mal wieder Zeit, auf meinen iPod zu schauen und die Podcasts zu inspizieren. In der Tat gibt es auf den Plätzen 1 bis 5 einige Veränderungen in meiner persönlichen Liste. Irgendwie komplett aus meiner Rotation heraus gefallen sind die Podcasts von Das Abenteuer Leben. Ich kann gar nicht sagen, warum, denn die sind doch eigentlich alle super gemacht und die Themen spannend. Vermutlich hängt das damit zusammen, dass es so viele andere gibt - und ich mache ja keine Liste von Podcast die ich gut finde - sondern von denen, die ich höre.

Los geht’s:

  • Platz 2: Die technische Qualität von “Vier Nasen tanken Super” quält mich weiterhin - der Inhalt aber inspiriert! Immer wieder nett ist auch die etwas ruppige Art zwischen Nico, Heiko, Mario und Sebastian. Aber Spaß haben sie alle. (Glaube ich.)
  • Platz 3: Wenn ich nach dem Laden meines iPod sehe, dass eine neue Folge SEO FM kam, höre ich die vor allen anderen. Punktabzug für Mediadonis und Friday Night gibt es nur wegen der Länge (1 Stunde ist schon viel) und weil es manchmal etwas hörbar an der Vorbereitung fehlt. Macht aber trotzdem immer Spaß und für alle SEOs ist dieser Podcast sowieso ein Muss!!!
  • Platz 4: Mein Neueinsteiger! Auch der Werbeblogger Podcast dauert meist eine Stunde. Patrick Breitenbach, Tim Keil und andere plaudern sich duch die Themen, die die Web-Welt bewegt - mit einem derzeitigen Schwerpunkt auf Second Life. Spannend und wichtig.
  • Platz 5: Das Chaosradio des Chaos Computer Clubs bekommt natürlich auch Punktabzug für zu lange Sendungen: Drei Stunden. Freunde! Allerdings liegt das am System: Denn der Podcast ist eigentlich “nur” die monatliche Chaosradio-Sendung bei Radio Fritz in Berlin. Das ist im Grunde etwas un-orginell; aber andererseits: Nur so kann ich als Wahl-Bayer und Nicht-Radiohörer diese wirklich geniale Sendung überhaupt hören.

Sorry diesmal allen, die sich von einem Podcast mehr erwarten als SEO-Marketing-Internet-Sprech. Ich weiß, der iPod sollte nicht nur für die Arbeit da sein. Aber mir wird die Zeit knapp - und so nett ich all die hübschen Witz-, Sport- und Lifestyle-Podcasts finde: In diesem Monat sind halt fünf Fach-Casts ganz oben. Mal schauen, ob sich das ändert…