Note: Das hier ist kein Blog sondern der digitale Notizblock von Eric Kubitz. Ich schreibe hier über die Dinge, die mich als Internet-Berater, Webcoach und Internet-Besucher beschäftigen und die ich mir für die spätere Arbeit merken möchte. Los geht's:

Der virtuelle Tod im Web 2.0

Ein bemerkenswertes Posting von René Seifert auf dem eLab-Blog über das Thema: “Was passiert im Nachlass mit dem “virtuellen Vermögen“?” Genau: Was wird eigentlich aus meinen Videos auf YouTube, meinen Freunden auf Xing und meinem Blog wenn ich gegen die Wand fahre? Ein noch sehr offenes Thema…

Schließlich wollen wir doch nicht überall als Karteileichen enden. (o.k. das war jetzt ein Kalauer…)

Live-Shopping ein Erfolgsmodell? Nicht wirklich…

Drüben, bei Exciting Commerce, habe ich wieder mal ein begeistertes Posting über Live-Shopping gelesen. Jochen Krisch kennt seinen Markt und zählt darin und in einen anderen Posting gewohnt kompetent einige Erfolgsmeldungen auf:

  • Gerade wurde die 25. Live-Shopping-Plattform in Deutschland gelauncht,
  • allein im Januar/Februar gingen 5 Woot-Kopien online,
  • im März gab es den dritten Anbieter, der schon ein Jahr alt war,
  • es könnten in Deutschland 50 Live-Shopper werden - in den USA gibt es “schon” 61,
  • für 2009 wird ein Umsatz aller Anbieter auf 50-100 Millionen möglich sein,
  • in diesem Jahr schätzt Exciting Commerce den Umsatz auf 15-20 Millionen Euro,
  • es gibt Anbieter, die machen bis zu 40.000 Euro Umsatz pro Tag.

Also ein paar Thesen von mir dagegen:

  • Wenn sich in einem Jahr knapp 25 Anbieter gegenseitig kopieren, ist das kein Erfolgsmodell sondern Einfallslosigkeit,
  • wenn die ersten drei Anbieter ein Jahr alt sind, ist das noch kein Markt sondern in besten Fall ein Hype,
  • ein Umsatz von 20 Millionen Euro (Handelsumsatz) wirft schätzungsweise nicht mehr als 5-10 % Marge ab - den Rest bekommen die Hersteller. Bleiben in diesem Jahr also 1-2 Millionen Euro Einnahmen für 25 Startups - das ist nicht viel, selbst wenn es begeisterte Investoren gibt
  • und wenn es in Deutschland 25 Anbieter gibt während es in den USA 61 sind, ist das Thema bei uns verhältnismäßig etwa doppelt so gehypt wie in den USA, da dies bekanntlich ein deutlich größeres Land ist.

Kann sein, dass ich da irgendwas falsch dargestellt habe, weil mich das Thema Live-Shopping noch niemals so richtig interessiert hat. Aber aus der Entfernung würde ich sagen, dass das viel zu viel Hype ist und dieses Startup-Gewusel nicht sehr glücklich enden kann. Klar, dass dies ein gutes Erweiterungs-Tool für “normale” Online-Shops werden kann (vermutich war Cyberport einfach zu früh dran) - aber an ein Stand-Alone-Anbieter glaubt doch keiner wirklich, oder?

Einen Eindruck, dass das Thema gar nicht soooo ein Erfolgsmodell ist, habe ich dann auch gleich auf der Seite eines der schon lang gedienten Live-Shoppers (den Namen sage ich mal lieber nicht) gesehen. Schaut euch das Bild an und jeder soll sich selber sein Bild über die Verzweiflung machen, mit der hier für Google optimiert wird (siehe Beschreibungstext unten) - ohne, dass das wirklich geht:

live-shoppiing

Ein Fehler ist ein Fehler ist ein Fehler…

Sieht halt einfach lustig aus: Bei Vodafone ist ein Fehler aufgetreten, ist ein Fehler aufgetreten, ist ein Fehler aufgetreten, ist ein Fehler aufgetreten. Ziemlich hartnäckig dieses Fehlerdingens ;-)

Lustig: Gewerkschaft will Blackberry-Zuschlag für Angestellte

Klasse Idee: Wer einen Blackberry mit sich herum trägt, soll für diese “Rufbereitschaft” bitte ein paar Euros bzw. Dollars mehr bekommen. Das findet jedenfalls eine kanadische Gewerkschaft.

Ich sollte vielleicht auch besondere Berater-Honorare einführen: Je nachdem, ob meine Kunden mich per E-Mail, per SMS oder gar am Handy kontakten, müssen sie andere Preise zahlen. …

Na ja, wenn ich mir das recht überlege, ist das ganz schöner Schmarrn! Ich gehe lieber einfach “mit der Zeit” und empfehle das auch den Angstellten. :-)

World Wide Web: Happy Birthday!

Hä? War das WWW denn nicht irgendwie immer da? Nein, im Gegenteil. Das öffentlich begehbare Internet ist gerde mal in der Pupertät und genau heute 15 Jahre alt.

Na gut, man könnte auch andere Geburtstermine nennen, aber am 30. April 1993 verkündete das schweizer Internet-Gebutshaus CERN, dass das World Wide Web von nun an für jeden frei zugänglich sein würde - ohne Gebühren (Wikipedia).

Also dann: Alles Gute!