Juni 13th, 2008 by eric kubitz | Posted in e90 | 3 Comments »
Also, euch kann ich das ja verraten, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass mir im Flieger einer meiner Leser einen Platz weg nimmt - dazu seid ihr einfach zu wenige. Aber, gell: nicht weiter verraten.
Worum geht es? Ich war gestern mit der Air Berlin in Berlin und saß beim Hin- und beim Rückflug auf dem besten Platz im Flieger auf “C1″. Wie man das schafft? Mit echter Kommunikations-Hochtechnologie - mit MMS. Man muss natürlich echt mutig sein und das Unmögliche wagen, aber es lohnt sich. Denn zur Pole Position gibt es obendrauf eine ganze Menge bewundernder Blicke auf dem Flughafen.
Der Trick ist ganz einfach: Bei der Bestellung eines Flugtickets bei der Air Berlin (vermutlich auch bei anderen Fluglinien) kann man auch den Check-In als “MMS” bestellen. Nach langem Zögern (”Was könnte das sein?”, “Funktioniert das wirklich?” u.s.w.), habe ich das probiert - und mit Spannung erwartet, was da kommt.
Was kam, war ein Tag vor dem Abflug eine SMS, in der stand, dass ich nun einchecken könne. Echt wahr. Ein Tag VOR dem Flug. Einchecken, per SMS. Ich also wie verlangt geantwortet - und kurz danch kam eine MMS mit einem …äh… dreidimensionalen Barcode (siehe Bild). Damit hatte ich auch meinen Sitzplatz reserviert. Zack, fertig. Ein Tag vor dem Abflug. Und so hatte ich auch noch vor meinem Flug nach Berlin schon einen komfortablen Platz beim Rückflug reserviert.
Ob das im Sinne des Eincheckens ist? Ich denke nicht, denn was, wenn mich in der Nacht eine Grippe überfallen hätte? Wäre ich dann stundenlang als schon eingecheckter Passagier am Flughafen gerufen worden? Hätten hunderte andere Passagiere auf mich warten müssen? Vermutlich. Mit gutem Gewissen kann diese MMS also nur wählen, wenn man echt vor hat, den Flug zu machen.
Bevor jetzt aber der Untergang des (eh nicht vorhandenen) Flugkomfort wegen unzuverlässiger MMS-Einchecker befürchtet wird: Keine Angst! Das ganze System ist zwar superpraktisch und war garantiert schweineteuer - aber es gibt niemanden der das nutzt. Alle, denen ich mein Handy mit diesem Barcode zeigen musste, schauten mich begeistert an und erzählten gleich von Schulungen, wo sie so was schon mal gesehen hatten. Aber noch niemand (in Zahlen: 0) hatte schon einen echten Passagier mit so was rumlaufen gesehen. Übrigens: Zum Glück nutzt das niemand, denn es war schnell zu merken, dass das in die Organisation nicht wirklich rein passt. Spätestens beim Boarding benötigt das Personal einen Papierboardingpass, um durchzuzählen, ob alle da sind… Jedenfalls: Alle fanden das sehr, sehr spannend. Ich fühlte mich wie mit einem iPhone im Jahr 2006…
Na gut, trotz des super Platzes war der Rückflug eine Katastrophe weil wir nicht in München landen konnten sondern nach 40 Minuten kreisen erstmal nach Nürnberg ausweichen mussten und dort noch eine Stunde warten mussten (wg. Gewitter). Aber das Bordpersonal der Air Berlin war wirklich exzellent und die Stimmung eigentlich in Ordnung.
Und ich kann sagen, dass ich offenbar der erste MMS-Eincheckkunde der Air Berlin bin. Super, oder?