Heute vor 170 Jahren wurde Peter Tschaikowski geboren. Oder hieß der Mann Peter Tschaikowsky? Jedenfalls hat Google dem russischen Komponenten ein Doodle gewidmet. So weit so langweilig – wenn es nicht so viele SEO-Konferenzen in diesem Jahr gegeben hätte, wo immer mal wieder der tolle Tipp erzählt wurde, dass man mit den Google-Doodles so schön Traffic schaufeln kann. Das bringt ein bisschen Schwung in den Gebutstag des Komponisten des “Schwanensee”.
Also, wer auf das Doodle klickt, kommt hier hin:

Und da findet sich auch gleich der SEO-Tipp: Unter einem Doodle gibt es immer eine News-Box und wer einen Beitrag darauf optimiert, bekommt, ole ole, gaaaaanz viel Traffic. Deshalb geraten heute wohl auch eine Menge Menschen auf das für klassische Musik nicht unbedingt berühmte Magazin “Top Schlagzeilen” – und reiben sich die Auge über SEO-Texte.
Na ja, es gab auch noch einen Sack anderer SEOs, die da drauf angesprungen sind und heute mal, ganz überraschend, einen Tschaikowski-Beitrag geschrieben haben…
Egal, vielleicht sogar unterhaltsam. Mich beschäftigt aber immer auch die Frage, ob uns das Internet und die Googelei denn nicht doch ein bisschen blöd machen. Und hier habe ich wieder einen kleinen Baustein dafür gefunden. Also: Wie schreibt man denn Pjotr Iljitsch denn nun mit Nachnamen? Wikipedia schreibt “Tschaikowski” wird aber auch bei “Tschaikowsky” gefunden. Der Stern hat sich für die Schreibung mit “y” entschieden, Amazon für “i”.
Google ist indes etwas uneinheitlich. Der Link leitet auf die Suche nach “Tschaikowski”, dort wird man dann aber gefragt, ob man denn nicht doch lieber “Tschaikowsky” suchen wolle. So heißt übrigens auch die Bilddatei, also mit “y” und auch der Vorschlag von Google Suggest, wenn man den Namen eingibt.
Na ja, ich bin ja ein latenter Falschschreiber und sollte mich darüber nicht lustig machen. Ich stelle mir aber jetzt die Frage, ob es dank der ausgereiften Suchalgorithmen von Google denn eigentlich sogar schon egal ist, wie man so komplizierte Namen schreibt. Das wäre dann ein wenig mehr Bequemlichkeit im Leben…
Und damit angefangen hat ja auch nicht Google, sondern Microsoft. Man muss ja nur meinen Sohn fragen, ob er ohne die Word Rechtschreibkorrektur noch einen fehlerfreien Satz schreiben kann.
Andererseits, ein schaler Geschmack bleibt. Und klüger macht uns das alles nicht…
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