Um zu einer der 33 Ölplattformen zu kommen die mehr als 170 Meter unter dem Wasserspiegel des Golf von Mexiko bohren, braucht man ein Schiff. Und diese werden nicht von den Ölfirmen bereit gestellt, sondern von kleinen Unternehmen. Doch seit dem 6. Mai sind die Fahrten mit diesen Schiffen seltener geworden, denn der Betrieb dieser Ölbohplattformen wurde verboten. Die US-Regierung sah – angesichts eines Vorfalls – ein gewisses Gefahrenpotential im Betrieb solcher Ölplattformen und wollte das gerne überprüfen.
Wo auch immer Barack Obama dieses Gefahrenpotential sah, nachweisen konnte er es nicht. Im Gegensatz, so ein Gericht in New Orleans (das am Golf von Mexiko liegt) konnten mehrere Duzend Kläger “ohne Zweifel” beweisen, dass die Entscheidung der US-Behörden “willkürlich” gewesen sei. Nun, manchmal denkt man, Regierungen treffen häufig willkürliche Entscheidungen, in diesem Fall musste ein Gericht dies überprüfen.
Geklagt hatten die Betreiber der Schiffe, mit denen man zu den Ölplattformen kommt. Die haben derzeit wenig Arbeit, finden das ungerecht und haben ihre neu gewonnene Freizeit für eine gemeinsam Klage genutzt. Sie bekamen also recht, jetzt darf erstmal weiter gebohrt werden. Und die US-Regierung überlegt sich, wie ein Bohrstopp rechtlich korrekt eingestiehlt werden kann.
Unterdessen hat die amerikanische Umweltbehörde “National Oceanic and Atmospheric Administration” weitere Teile des Golf von Mexiko für die Fischerei geschlossen. Bekanntlich fließt eine Menge Öl aus einem Bohrloch in 1500 Meter Tiefe, verdreckt das Meer und tötet Flora und Fauna. Was die Fischer zu dieser Sperrung sagen, wurde nicht gemeldet.
Ich weiß auch nicht, ob Richter Martin Feldman aus New Orleans, nach dessen Urteil die Schiffe endlich wieder zu den Ölplattformen fahren dürfen, am Wochenende einen romantischen Ausflug ans Meer macht. Vielleicht wäre das mal eine gute Idee...
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