Heise Online, 17. August, 2010:
iPhone-Flugdrohne im Handel erhältlich
In zahlreichen Saturn-Märkten der Metro-Gruppe steht ab Mittwoch der ferngesteuerte Quadcopter AR.Drone von Parrot zum Verkauf. Das von vier Propellern angetriebene Fluggerät lässt sich über die Software Free Flight per iPhone, iPad oder iPhod touch steuern. Befehle werden per WLAN an den Quadcopter übermittelt, umgekehrt kann der Nutzer Live-Bilder der Bordkamera auf dem Bildschirm seines Geräts ansehen… (Quelle: Heise)
sfcklog, 15. Juni, 2011:
iFly-Radius mit Jailbraik und cmos verdoppeln
Die künstlich reduzierte Reichweite der erst in der vergangenen Woche von Apple vorgestellten Flugdrohnen “iFly” kann durch ein Jailbreak des iPhones und das Umlöten eines Pins nahezu verdoppelt werden. Hierzu muss laut mehrerer Quellen von CNET der hier auf dem Bild mit “1” gekennzeichnete Pin über eine Drahtbrücke mit dem Schalter bei “2” verbunden werden. Ist dies erfolgt, kann die die Software “Free Flight 3” (nach dem Jailbreak) die Kontrolle über den Quadcopter übernehmen. Dadurch wird bei einer sinkenden WLAN-Funkstärke zwischen den iPhone und iFly die sehr geringe Fehlertoleranz der Flug-App von Apple umgangen und der Quadcopter kann bis an den Rand des Sendespektrums gehen, bevor er die Verbindung verliert und sich im stehenden Modus stabilisiert.
Man sollte jedoch wissen, was man da tut, denn durch die Verwendung von Jailbreak verliert das iPhone genauso die Gewährleistung wie der iFly Flugroboter durch das Umlöten.
Twitter, 9. Juni, 2012, “urbanaut”:
#drone #rockamring Hat jemand meine schwarze drohne gesehen? Gerade verschwinden 300 Euro auf 5m Höhe in Richtung Bühne *mist*
Spiegel Online, 10. Juni, 2010:
Heavy Metal auf den Kopf: Flugdrohne verletzt Konzertbesucher
Eine auf dem Konzert der Band “Metallica” außer Kontrolle geratene Drohne hat eine 23jährige Konzertbesucherin leicht verletzt. Aufgrund eines Softwarefehlers geriet das Gerät der Firma “Flightsight” außer Kontrolle und nahm Kurs auf die Bühne. Statt sich nach dem Verlust des Funkkontakts zum Steuermodul ruhig in der Luft zu stabilisieren, behielt das mit Kamera und Mikrophon ausgestattete Flugobjekt seinen Kurs bei und stürzte nur wenige Meter vor einem Lautsprecherturm ab.

Henry Malte, der Sprecher des Veranstalters Marek Lieberberg: “Wir untersuchen nun, wie die Drohne auf das Konzertgelände gelangen konnte. Wir vermuten, dass sie vor dem Einlass außerhalb deponiert und während des ersten Songs über den Zaun gesteuert wurde.” Er kündigte an, dass in Zukunft zwischen den Absperrungen des Geländes und den Besuchern in Zukunft mindestens 50 Meter Raum geschaffen werde um dies zu vermeiden. “Das wird jedoch auf Kosten der Fans gehen”, sagte er. Es können dann weniger Besucher auf das Gelände und die Tickets würden teurer.
Der Open-Air Konzertveranstalter kündigte an, auch im Sinne der Künstler stärker auf die Lufthoheit über dem Publikum wachen. “Drohnen mit Livestream sind offenbar nicht nur ein Angriff auf die Urheberrechte der Künstler sondern auch auf die Gesundheit der Konzertbesucher. Wir fordern vom Gesetzgeber, endlich zu handeln”, sagte Malte.
Anonyme Flugobjekte
Der Besitzer der Drohne konnte nur anhand einer Twitter-Meldung, die er nach dem Kontrollverlust über das Fluggerät absetzte, ermittelt werden. Ohne diesen Tweet hätten die Ermittlungsbehörden keine Möglichkeit gehabt, den Eigentümer zu finden. Denn die Geräte werden zwar per Funk (WLAN) mit einem iPhone oder einem Android-Handy verbunden und speichern dabei die so genannte “MAC-Adresse” des Geräts. Solche Adressen können jedoch nicht zum Besitzer zurück geführt werden.
Eben dies möchte Innenminister Thomas de Maizière mit seinem Gesetzentwurf zur Netzwerkkarten-Identifikation ändern. In einem unserer Redaktion vorliegenden Referentenentwurf sollen in Zukunft alle Netzwerkkarten nur noch gegen Vorlage des Personalausweises verkauft und zentral erfasst werden. Dies ist schon seit Anfang des Jahres eine Forderung von Musikindustrie, Gema und der Verlage.
Netzaktivisiten wehren sich gegen die zentrale Erfassung von Netzwerkadressen: “Wenn die Pläne der Musikindustrie und Verleger nach einer zentralen Netzkartendatei aufgehen, kann jeder Webzugriff überwacht werden. Das ist unverhältnismäßig angesichts der angeblich zu schützenden Urheber- und Leistungsschutzrechte”, sagte Konstanze Kurz vom Chaos Computer Club. “Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Verletzung der Konzertbesucherin von defekter Software und nicht durch Raubkopiererei verursacht wurde.”
Twitter, 10. Juni, 2012, “urbanaut”:
Bin wieder draußen. F*** iFly, habe jetzt Klage vom Veranstalter am Hals #drohne
Blog von Lascha Summa, 12. Juni, 2012:
Die Luft über euren Köpfen gehört allen!
Da ist einer Konzertbesucherin also nicht der Himmel sondern 250 Gramm Technik auf den Kopf gefallen während sie sich 10.000 Watt von Metallica in die Ohren blasen lies. Was mag ihr wohl mehr geschadet haben? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass der Schaden, den die Diskussion über die abgestürzte Drohne kulturell und fortschrittsmoralisch angerichtet hat, sicher viel größer ist als der Lärm der alten Metall-Männer.
Hier sehen wir wieder die ungute Wechselwirkung zwischen Gesellschaft und Internet – vor allem im Dunstkreis neuer Ideen und Dienste. Da stehen auf der einen Seite die gutmeinenden Innovatoren, die in einem spielerischen Forscher-Interesse lustige Kameras auf Flugobjekte schrauben und fröhlich schauen, was passiert. Und auf der anderen Seite geifert dumpf die Masse der Deutschen, die schon wegen eines kleinen Kratzers bei einem Open-Air-Konzert Zeter und Mordio rufen. Trolle, die uns die Spielzeuge wegnehmen wollen statt mit Forschergeist damit zu spielen.
Und wieder – ich erinnere an die vor wenigen Monaten geführte HomeView-Debatte – schieben die deutschen Rückwärtsgewandler den Datenschutz und das Recht auf Geheimnisse als Argument für ihre Langeweile vor. Da sehen die bayerischen CSU-Bedenkenträger schon wieder Flugangriffe auf ihre Schlafzimmerfenster und der FDP-Verkehrsminister hofft mit seinem Stadtfluggesetz auf Rückenwind für den Wahlkampf der vorgezogenen Bundestagswahlen. Fehlt nur noch, dass die Grünen fordern, Drohnen nur mit Ökostrom laden zu dürfen.
So ein Blödsinn. Wir wollen doch nur spielen.
Google News, Suchbegriff “Drohne”, 13. Juni 2012:
Verletzte Konzertbesucherin fordert Freiheit für Drohnen (ZEIT ONLINE)
Die am vergangenen Samstag von einer Flugdrohne verletzte 21jährige sagte, dass sie weder Schmerzen noch…
CSU: Drohnen nicht über drei Metern Höhe (Spiegel Online)
“Heute auf Konzerten, morgen vor ihrem Schlafzimmerfenster,” warnte der Augsburger CSU-Vorsitzende…
Werden Sie FlightView-Reporter, senden Sie uns ihre besten Drohnen-Streams (BILD)
Zehn Euro Aufschlag auf Ihr Hartz IV, wenn Ihr Film auf BILD ONLINE gesendet…
Drohnen: Das zahlt die Unfallversicherung beim Absturz (FOCUS Online)
Fällt Ihnen ein Quadcopter auf den Kopf, kann das finanzielle Folgen haben. Wir haben für Sie…
...