(25.1.2009) Ihr kennt das, da wird einem von einem guten Freund ein Hilferuf per Mail weiter geleitet – es geht um eine Leukämiekranke Frau mit seltener Blutgruppe. Oder es geht um ein richtiges Aufregerthema, z.B. wird an Linzer Schulen plötzlich ein herzhaftes “Grüß Gott” verboten. Und immer kann man etwas machen, helfen oder mitprotestieren. Nur, äh, ist das vielleicht ein Witz, ein sogenannter Hoax?
Und auch wenn die Übersetzung “Schabernack, Schwindel” irgendwie nett klingt, sind viele solcher “Hoaxes” nicht wirklich witzig. Denn es kam auch schon zu Fällen, wo Leute ihre Telefonnummer wechseln mussten, weil sich jahrelang zahllose Helfer gemeldet haben und ihr seltenes Blut spenden wollten. Allein: Es gab keinen Kranken…
Und doch: Helfen zu wollen, ist natürlich grundsätzlich eine gute Idee. Fehlt nur noch die Fähigkeit, zu unterscheiden was ein Hoax und was ein echter Hilferuf ist. Wegen eines aktuellen Falles in meinem Postfach bin ich auf das Thema gekommen und weiß für mich nun die Hilfe: Die TU Berlin bietet einen hervorragenden “Hoax-Info-Service”. Der hilft schnell, eine vermeintlich dramatische Mail als bescheuerten Scherz zu entlarven. Und, um ehrlich zu sein, kann man dort auch nett blättern und in den bekannten Fällen lesen – das ist mindestens so spannend wie die Promi-News im Boulevard-Magazin. Kaum zu glauben, was sich die Leute so ausdenken…
Das wollte ich mal kurz los werden, weil ich selber häufig ratlos damit konfrontiert war und ich vermute, dass ich damit nicht der einzige war…
(25.Januar 2009)
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