Langsam wird mir klar, wie es zu dieser Finanzkrise kommen konnte.
Heute morgen, beim Lesen der SZ, hat mich eine aufrüttelnde Information erreicht: “Print-Medien sind ebenso auf dem absteigenden Ast wie Radio und Fernsehen.” Ja, WOW! Das sind die Erkenntnisse der Großbank Morgan Stanley. Und die sind in der Analyse des 15-jährigen Praktikanten Matthew Robson zu finden. Print auf dem absteigenden Ast? Wie kann das denn bloß sein? Die Erklärung des nun weltweit bekannten Schülers und angehenden Star-Analysten: Er kenne niemanden aus seinem Freundeskreis, der noch regelmäßig Zeitung lese. Allenfalls Zusammenfassungen in den Online-Ausgaben der Zeitungen. Puh! Starker Tobak, was?
Ach ja, verblüffend auch seine Analyse, dass Twitter wohl kaum eine Chance hat. Denn er und seine Altersgenossen zwitschern nicht – die Handy-Gebühren seien zu hoch, das Taschengeld gehe eher in Kinobesuche, Pop-Konzerte und Spielkonsolen. Ich weiß nicht, ob die Schlussfolgerung DARAUS ist, dass das Kino und die Musikbranche boomen, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die Kosten nicht der Grund dafür sind, dass eher Medienleute als Schüler twittern…
Aber, was ich eigentlich sagen will: Irgendjemand in der Analyseabteilung von Morgan Stanley muss über diese rasiermesserscharfen Erkenntnisse derart überrascht gewesen sein, dass er diese Studie und den armen Praktikanten in die internationale Presse hoch jubelte. Diesem jemand war es offenbar nicht peinlich, Mitte 2009 die Erkenntnis zu verbreiten, dass es Print nicht so doll geht. Die Frage ist nur, was hat dieser “jemand” in der Analyseabteilung einer Bank verloren? Auf welcher Umlaufbahn ist der denn?
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{ 1 comment }
nicht schlecht
hatte andere Hobbys mit 15
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