“Hitzeanhäufung vermeiden”: Mein Beitrag zur Buchmesse

Oktober 17, 2008

Ich bin ja eigentlich ziemlich digital, lese aber noch gerne richtige Bücher. Und manchmal hat man das seltene Glück, eine literarische Perle zu finden. Mein Tipp anlässlich der Frankfurter Buchmesse ist die Bediengungsanleitung des Dexim BluePack.

Wir iPhone-Besitzer haben ja ein fundamentales Problem: Der Akku. Wenn man darauf besteht, ein UMTS-Handy zu haben (also Breitband nicht abschaltelt) und damit auch noch rumspielt, ist eine Tagesreise zu lang für den Stromversorger. Du hast also immer irgendwelche Ladekabel im Gepäck. Kabel, Stecker – Zeug eben… Ich habe immer ein Gerät gewünscht, dass ich ans iPhone anschließen kann und das dann das iPhone aufläd – ohne Steckdose.

Und das gibt es: Das Dexim BluePack. Klein, handlich und – vermutlich – einfach zu bedienen.

Und eigentlich lesen wir iPhone-Besitzer (wir sind ja sozusagen Apple-Fans) keine Gebrauchsanleitungen. Wozu auch? Nur gestern, als ich mir das Dexim-Ding gekauft habe, hatte ich ein wenig Zeit im Zug und blätterte ein wenig in der Betriebsanleitung herum. Was soll ich sagen? Der Tag war gerettet.

Eines vorweg: Das BluePack ist leicht zu bedienen – aber ich weiß immer noch nicht genau, wie. Und ich kenne auch nicht die Funktion der drei LED auf der Vorderseite. ich weiß nur, dass sie leuchten, wenn man “das einschliessen USB Kabel an den eingegebenen des dexim BluePacks Mini-USB” und das andere Ende “an jede mögliche angetriebene USB Vorrichtung” angeschlossen ist.

Soweit die Einleitung zu dieser Purlitzer-Gebrauchsanleitung. Ja, ich kann das Ding anschließen, aber das mit den drei LED ist ein Problem. Ich weiß einfach nicht, was die sagen: “Das dexim BluePack kennzeichnet eine LED Anzeige, um anzuzeigen, wann die Batterie niedrig wird. Die LED blitzt, wenn das dexim BluePack kleiner als eine 20% Aufladung hat.” Also: Was sagen die LED?

Auch, für welche Geräte das BluePack funktioniert, ist nicht ganz klar: “Kompatibilität: iPhone 3G, iPhone, Alle iPod modell ausserdem shlurfen.” Shlurfen? Fehlt da nicht was? Muss wahrscheinlich “iShlurf” heißen und bezeichnet irgendwelche Sandalen. Aber wozu brauchen die Strom?

Nun gut, solche Schreibfehler bei der Übersetzung passieren. Dafür bietet dieses in so vielen Sprachen verfasste Heftlein auch viele Tricks, Tipps und Hintergründe, wie z.B. “Wenn sie das dexim BluePack mit iPod Note oder iPod nano verwendet, ist die Kopfhörersteckerfassung nicht zugänglich.” Das ist mit blosem Auge vermutlich nicht zu erkennen. Und auch das ist wieder ein nur leicht versteckter Hinweis auf ein neues Produkt: das iPhod Note.

Und am Ende wird der Leser nicht alleine gelassen sondern mit klaren Tipps für sein zukünftiges Leben bedacht. In der “Satety Anweisung” (siehe Bild oben) steht: “Ändern Sie nicht, bauen Sie auseinander, geöffnet, Tropfen, Zerstampfung, Durchbohrung oder zerreißen Sie das Produkt.” Schön, werde ich machen. Ein kleiner Warnhinweis am Ende noch: “Versichern Sie, daß alle Personen lesen, die das Produkt benutzen und befolgen Sie diese Warnungen und Anweisungen.” Werden wir. Danke, Meister.

Der Autor ist leider nicht bekannt. Was er uns damit sagen will? Wir wissen es nicht ganz genau und können ihn auch nicht fragen. Aber ich vermute, er möchte uns – passend zur Frankfurter Buchmesse – mitteilen, dass wir uns nicht vor der weltweiten Digitalisierung fürchten müssen. Ich denke, er will mit diesem kleinen, handlichen Büchlein sagen, dass wir den Maschinen noch weit überlegen sind. Jedenfalls so lange sie für die deutsche Sprache schlicht zu bescheuert sind!

Könnte passen:

  1. Mein Haus, mein Boot, mein iPhone
  2. Mein iPhone 3G…
  3. iPhone: der Stromsauger als Zubehör-Weltmeister

Eric Kubitz ist auch auf Google+ und Twitter Twitter.

  • http://www.agentur-simon.de SimonWpt

    Klingt wie eine Anleitung, die via Google Translate von Chinesisch ins Englische und dann von Englisch ins Deutsche übersetzt wurde:-)

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