Was macht ein Design “googelig”?

April 24, 2008

Mindestens genaus wichtig wie der Suchalgorithmus bei Google ist das das Design: Einfach, funktional und (ohne viel Änderung) eigentlich immer top-aktuell. Wie machen die das? Im offiziellen Google-Blog wurden heute die zehn Google Design Prinzipien gepostet, die ich hier versuchsweise übersetze und kurz kommentiere:

1. Focus on people—their lives, their work, their dreams: Konzentriere dich auf die Menschen, auf ihr Leben, ihre Arbeit und ihre Träume.
Es geht also nicht darum, was machbar ist, sondern darum, was die Menschen brauchen.

2. Every millisecond counts: Jede Millisekunde zählt.
Alles, was die Übertragung der Seite unnötig verzögert, fliegt raus. Eine schnelle Seite ist ein Wettbewerbsvorteil!

3. Simplicity is powerful: Kraft durch Schlichtheit
Ähnlich wie bei Apple: Ein Design ist dort erst dann perfekt, wenn man nichts mehr weg nehmen kann. Das gilt auch für das Design von Funktionen auf Webseiten.

4. Engage beginners and attract experts: Lade Anfänger ein und begeistere Experten.
Wenn man die Masse ansprechen will, geht es nicht um den kleinsten gemeinsamen Nenner. Sondern es geht darum, ungeübten Usern den Einstieg einfach zu machen und den Könnern trotzdem möglichst viel zu bieten.

5. Dare to innovate: Wage Innovationen
Ein gutes Design ist einfach zu bedienen – aber wenn es dem User nutzt, darf es auch innovativ sein und völlig neue Ideen enthalten. Kommentar von Google: “Google wants to change the Game”.

6. Design for the world: Gestalte dein Design für die ganze Welt.
Selbstverständlich arbeiten die Google-Entwickler global und müssen ihre Entwicklungen auch in anderen Sprachen vor anderen ethnischen Hintergründen kontrollieren.

7. Plan for today’s and tomorrow’s business: Denke an das aktuelle Geschäft – aber auch an das zukünftige.
Es geht nicht um einen schnellen Dollar: Auch wenn ein Produkt heute Geld bringen könnte – wenn hierfür die Usability (und damit der User) leiden würde, geht das Design zurück zum Reißbrett.

8. Delight the eye without distracting the mind: Begeistere das Auge ohne den Geist abzulenken.
Bei aller Schönheit: der User soll schnell zum Ziel kommen. Und da ist auch “Einfache Eleganz” nicht immer das beste Mittel, manchmal muss die Funktion und nicht die Schönheit regieren.

9. Be worthy of people’s trust: Gehe vorsichtig mit dem Vertrauen der Menschen um.
Das Interface muss professionell, Werbung klar gekennzeichnet und auch die Konkurrenz zu finden sein. Und irgenwie sollen die Google-Produktdesigner ihren Usern das Motto “Don’t be evil” demonstrieren. Was zunehmend schwierig wird…

10. Add a human touch: Sei menschlich!
Zum Schluss vielleicht das Wichtigste: Bei aller Geschwindigkeit, Funktionalität und Eleganz darf Design nicht langweilen sondern darf auch nett, eigenwillig und einfach menschlich sein.

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Eric Kubitz ist auch auf Google+ und Twitter Twitter.

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