O.k., die Überschrift ist etwas reißerisch. Wahr ist aber, dass sich nach einer Meldung des Nachrichtendienst de.internet.com die Verlage besser vernetzen wollen und die Verwendung ihres Inhalts durch Suchmaschinen über ein DRM-System (Digital Rights Management) steuern möchten. Mit anderen Worten: Die Verlage möchten nicht mehr, dass Suchmaschinen auf ihren Seiten suchen.
[Aktualisierung: Es geht natürlich um Google News. Und auf Turi2.0 werden die notwendigen Begriffe geklärt.]
Trotzdem: So etwas Dämliches habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Ich kann mit hoher Sicherheit sagen, dass die meisten journalistischen Webseiten 30 bis 50 Prozent ihres Traffics über Google und Yahoo bekommen. Was haben die denn dagegen, dass die Spider vorbei kommen? Wovon leben die denn????
Außerdem gibt es doch schon ein fantastisches System, mit dem Suchmaschinen draußen gehalten werden: Ein geschützter Bereich mit Passwort-Anmeldung. Na gut, das hat auf journalistisch geprägten Webseiten bisher in den seltensten Fällen funktioniert. Aber wenn man wirklich jemanden draußen halten möchte, muss man doch kein DRM entwickeln.
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{ 4 comments }
Soweit ich weiß authentifizieren sich diese Spiders schon ganz anders beim Request, man könnte diese somit leicht aussperren. Außerdem gibt es glaube ich auch noch andere Möglichkeiten einem Spider zu sagen, dass man nicht den Content scannen soll.
Ich glaube eher, die wollen selbst Schlagzeilen machen mit solchen Aktionen!
Natürlich hätte mancher Verlag es gern, wenn es das ganze Internet nicht gäbe.
Aber da das Web nunmal da ist – Suchmaschinen auszusperren ist wirklich Selbstmord aus Angst vor dem Tode.
Für mich ist das ein Rückzugsgefecht, das zum Scheitern verurteilt ist.
Man sollte eher nach dem Satz “Wettbewerb belebt das Geschäft” vorangehen. Anstelle sich dagegen zu stellen, hätten gerade Verlage die Chance gehabt sich groß rauszubringen! In den Staaten eine Selbstverständlichkeit nur in Deutschland kam wohl der Gedanke noch nicht an!
Na damit schlagen sie selbst die Nägel in ihren eigenen Sarg. Solche Verlage haben es nicht verdient das 21. Jahrhundert zu beehren. Sollen sie aussterben wie Dinosaurier. Die Schriftsteller wirds weiter geben, ohne Zwischenhändler, sie werden wie der Boing Boing-Begründer ihre Bücher selbst übers Netz vertreiben.
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