Spiegel schreibt über Google

April 5, 2009

Ich weiß gar nicht, wie ich das finden soll: Einerseits freue ich mich, wenn Spiegel Online über Google und die Optimierung von Suchergebnissen schreibt. Andererseits stecken da halt ein paar sachliche Fehler drin. Viel ist aber auch richtig…
spiegel-google

Na ja, egal, man sollte das lesen. Was mich nur wundert ist die maulige Haltung der Hamburger gegen alles, was mit Google und so zu tun hat. Ich schätze mal, dass beim Spiegel Online sicher 30 % der Besucher über die Suchmaschine kommen. Unter anderem, weil extrem viele andere Webseite auf Spiegel online verlinken. Warum schreibt der Autor (Holger Dambeck) dann eigentlich so abgehoben darüber?

Das Beispiel mit dem Suchbegriff “DVD kaufen” ist auch – meiner Meinung nach – sehr schlecht gewählt. Wenn man auf Platz eins hier eine Seite findet, die selber keine DVDs verkauft sondern dorthin vermittelt ist das doch sogar gar nicht schlecht. Die Alternative (direkt darunter) wäre halt wieder Amazon… Dafür brauche ich keine Suchmaschine.

Und was mich auch wundert: Ist dem Autor denn gar nicht bewusst, dass auch bei Spiegel Online SEO betrieben wird? Wieso haut man denn dann auf Dinge drauf, die man selber macht? Das ist doch auch moralischer Quark.

Ein wenig erinnert  mich das an die Aktion der Süddeutschen Zeitung im vergangenen Sommer. Da wurde kräftig auf die Google-Optimierung allgemein drauf gehauen – aber intern genau an diesem Thema kräftig gearbeitet. Ich persönlich schätze, dass man einfach davon genervt war, dass die SEO-Maßnahmen der Welt Online besser funktionierten als die eigenen. Und statt nach den eigenen Fehlern zu suchen, kann man ja immer lieber mal sagen, dass der Algorithmus von Google nicht funktioniert, gell? ;-)

Könnte passen:

  1. Ha! Spiegel Online viel zu spät!
  2. Na ja, seien wir ehrlich: Der Spiegel hat Recht
  3. Hamburger Presseclub: Google, das Böse?

Eric Kubitz ist auch auf Google+ und Twitter Twitter.

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