Journalismus neu? “Living Stories” by Google

by Eric Kubitz on Dezember 8, 2009

in Internet

Ist das die (oder eine) neue Online-Beitragsform? In den Google Labs wurde mit den Artikeln der New York Times and der Washington Post gewerkelt – und heraus gekomen ist “Living Stories“. Die Idee dahinter ist, Beiträge und  Informationen eines Portals zu einem Thema “webaffin” zu präsentieren.

living-stories

Und ich finde – auf den ersten Blick: Das ist gelungen. Google selber lobhudelt:

  • Alles an einem Platz
  • Leicht zu entdecken
  • Besser zu lesen

Meiner Ansicht nach hat das tatsächlich noch “Labor-Status”  – und darf noch sehr gerne einige Entwicklungssprünge machen. ABER: Der Ansatz gefällt mir ziemlich gut! Hier wird konsequent mit der Idee der Papier-Magazine und -Zeitungen gebrochen und mit einem Zeitrahl, einer Medienauswahl und mit einer interessanten Weise, wie die Seite im Browser funktioniert.

Der Einstieg erfolgt entweder über das Thema selbst oder über einen Beitrag. Es gibt eine kleine Zusammenfassung und im “Contentbereich” alle möglichen Inhalte, sinnvoll sortiert. Ist man mal dann “drin” kann man – ohne Sorge, interessante Beiträge wieder zu verlieren oder plötzlich in einem thematischen Nirvana zu landen – durch Bilder, Videos, News, Reportagen u.s.w. jetten.

Das funktioniert natürlich nur für die Inhalte großer Publisher die viele verschiedene Medien und Artikel zu einem Thema haben. Aber SZ, Focus, Spiegel, Zeit & Co haben z.B. zum Klimagipfel ja eine Menge Informationen vorrätig – sind aber meist nicht wirklich in der Lage, diese gut zusammen zu binden. Da behilft man sich mit “Related Content”-Kästen, Themenseiten und semantischen Suchen. Hier, bei den “Living Stories” funktioniert das Herumstreunern in einem Thema intuitiver.

Da bin ich auf mehr gespannt! Mehr dazu von Google selbst im Blog.

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