Jan
11
Eatsmarter.de: Ja, ist denn die New Economy zurück?
Von Eric Kubitz, gespeichert in Internet
Das klingt ja wie in den guten, alten New Economy-Tagen: eatsmarter.de hat irgendwie drei oder vier Millionen gekostet, 100 Menschen haben daran zwei Jahre lang gearbeitet und hinter der Webseite steht ein riesen Team an Experten. Und aussehen tut eatsmarter.de so:

Selbstverständlich kommt einem dieser Gedanke “New Economy” auch wegen des Chefs: Der “Medienunternehmer” Dirk Manthey, 55, in Kalifornien wohnhaft wirft mit Geld und großen Worten. Da geht es um tausende Fotos, um Internationalisierung, einer dreimonatigen Testphase und zwei Onlinemärkte, die durch diese Webseite zusammen gefasst werden sollen: Kochportale und Gesundheitsseiten.
Na ja, ein wenig kleiner wäre es auch gegangen: Jede halbwegs vernünftige Frauenwebseite hat das Thema Gesundheit, Diät und Rezepte in einem Ressort vereint. Und die zugegebenermaßen sehr geschmeidig angekündigten Funktionen … haben wir woanders auch schon gesehen.
Versteht mich nicht falsch: Ich finde eatsmarter.de auf den ersten Blick sogar ziemlich nett. Und mir gefällt auch der Ansatz, dass man mal NICHT auf die Zuarbeit der Community wartet oder herum aggregiert sondern mit eigener Kraft eigene Inhalte erstellt (wie halt vor zehn Jahren auch). Ich denke sogar, dass das eine echte Zukunft hat!
Aber ich fühle mich halt doch allzusehr an die Sprüche, Businesspläne und Geldverbrennungsanlagen der New Economy erinnert. Nun ja, Dirk Manthey macht halt das, was er kann. Mit TV Spielfilm und Fit For Fun ist er einstmals groß geworden. Jetzt tut er es halt nochmal.
Wünschen wir ihm wirklich alles Gute mit eatsmarter.de – denn es wäre wirklich erfreulich, wenn so ein Konzept aufgeht. Aber ich hoffe, er hat auch genug finanziellen Treibstoff, um ein solches Projekt eine Weile am Laufen zu halten. Daran scheiterten viele New Economy Macher vor zehn Jahren. Und so richtig viel Investoren werden sich kaum auf ein Kochportal mit Gesundheitsanspruch werfen…
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Stefan
