Das Web ist tot! Es lebe das Digital-Fernsehen und/oder Netzneutralität

August 18, 2010

Das Wired-Magazin (die älteren unter euch werden es noch als DAS, DAS, DAS Web-Propheten-Blatt kennen) hat das Web für tot erklärt. Wie, dämliche These? Naja, belegt wird das mit einer großartigen Grafik:

Wie man hieran schön sehen kann, ist das “eigentliche Web” (jedenfalls das, was die Wired-Redakteure um Chris Anderson als solches definieren) weit unter dem Stand des Jahres 2000 und die meiste Nutzung findet bei Videos und in den Tauschbörsen statt.

Hinzu kommt auch eine Entwicklung, mit der vor fünf Jahren eigentlich keiner mehr gerechnet hat: geschlossene Systeme, in denen so etwas wie Internet passiert. Denn nachdem die  Compuserve und AOL endlich mal weg waren, sah alles offen und frei aus. Nun wandern aber wieder viele Funktionen in Apps auf geschlossenen Systemen wie dem iPhone bzw. Android. Ich sage das nicht, weil ich davor warnen will – sondern weil ich das verblüffend finde.

Aber eines gibt es angesichts dieser Grafik oben noch zu sagen: Wer das Web nicht als Digital-Fernseher für YouTube ansieht, sollte spätestens jetzt anfangen, über Netzneutralität nachzudenken…

Könnte passen:

  1. Popstars: Internet ärgert Fernsehen? Oder nicht?
  2. Habt ihr so viel Zeit oder tut ihr nur so?
  3. Facebook oder Die große Ratlosigkeit

Eric Kubitz ist auch auf Google+ und Twitter Twitter.

  • http://www.tonspion.de Udo

    Ist es nicht, und die Grafik ist Quatsch. Sie zeigt die prozentuale Nutzung in Bandweite. Da ist es recht logisch, dass Videocontent mehr Mist macht, als das Web. http://www.boingboing.net/2010/08/17/is-the-web-really-de.html

  • http://www.kubitz.net eric108

    Das ist korrekt. Allerdings sollten wir uns gerade deshalb über Netzneutralität Gedanken machen. Denn da geht ja um Bandbreite…

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