Mai
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5 Gründe warum Wolfram Alpha eigentlich Mist ist
Von Eric Kubitz, gespeichert in Internet
Die Kurve unten zeigt die Aufmerksamkeit, die Wolfram Alpha in den vergangenen Wochen erzeugt hat (in Form von Suchanfragen bei Google). Das trifft auch etwa meine Wahrnehmung. Jetzt schaut die Welt ernüchtert auf den “Googlekiller” und stellt sich die Frage, was man denn damit anfangen könnte. Hier die 5 wichtigsten Gründe, warum die Suchmaschine eine Enttäuschung ist.
- Der Kernspruch und das Ziel von Wolfram Alpha ist “Making the world’s knowledge computerable”. Aber das ist ja gar kein Ziel, jedenfalls nicht, wenn man ein Produkt für Menschen machen möchte. Wenn Wissen in Computer passt, dann heißt es nicht, dass die User etwas davon haben.
Merke: Nicht alles, was machbar ist, ist auch sinnvoll. - Nur zu gerne hat sich Wolfram Alpha das Prädikat “Googlekiller” gefallen lassen. Das Problem dabei: Extrem hohe Erwartungen.
Merke: Fordere nur die heraus, gegen die du eine Chance hast.
- Wolfram Alpha zeigt Antworten. Und zwar wird das Web durchsucht, die gefunden Inhalte weden aufgearbeitet und dann hübsch angezeigt. Doch: Woher kommen diese Informationen? Es gibt einen kleinen Link, der die Credits aufzählt. Das Problem: Ich finde z.B. bei der Einwohnerzahl von Bad Tölz eine Zahl, die nicht stimmt. Da ich nicht sofort sehe, von welcher Quelle das falsch übernommen wurde (und von wann die Zahl ist) werde ich auch jede weitere Informationen von Wolfram Alpha in Frage stellen. Die Suchmaschine hat damit mein Vertrauen verloren – und damit mich als Besucher. Merke: Wer Informationen extrem vereinfacht, spielt mit dem Vertrauen der Benutzer.
- Die Datenbasis steht meiner Meinung nach auf wackligen Beinen. Denn die Quellen bekommen keinen Klick und nicht mal einen angemessenen Credit – im Gegensatz zu Google. Mir ist nicht klar, wie der Deal zwischen den Quellen/Datenbanken und Wolfram Alpha läuft – aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das auf Dauer so möglich ist – ohne dass die Informationslieferanten etwas davon haben. Hier fehlt möglicherweise das Geschäftsmodell…
- Wer nicht gerade nach der Eulerschen Zahl oder der Geschwindigkeit von Protonen sucht, der erhält teilweise unfassbar banale Ergebnisse. Schaut euch mal die Suche Nach Barrack Obama an. Was soll das?

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