1&1 verbiegt DNS-Einträge bei Umzug auf Sedo?

Februar 12, 2009

Mehrere 1&1-Domains, die ich entweder umziehen wollte oder gekündigt habe, zeigen plötzlich auf einen Sedo-Server – weil deren DNS-Einträge verändert wurden. Bei 1&1 sagen zwei Mitarbeiter, dass das auf gar keinen Fall 1&1 getan hat und behaupten, dass jemand wohl mein Passwort gehackt hat. Und zur Krönung wollte einer der Mitarbeiter auch noch mein Passwort für den Admin-Login haben. Ein absolutes Unding!

Das ist ja mal wieder so ein 1&1-Hammer: Ich muss gerade eine .net-Domain von meinem 1&1-Account auf einen DomainFactory-Account umziehen. Das dauert eine Weile, bis die Registrare oder wer sonstwer herum-konnektieren. Was musste ich aber gerade sehen? In den DNS-Einstellungen war die Domain auf eine SEDO-Parkseite umgeleitet:

1und1

In meinem Admin-Menü ist diese Seite noch eindeutig meine, es gibt auch das Verzeichnis auf das sie gelegt wurde – aber NEIN, sie wird nun für ein paar Tage auf diese Seite umgeleitet. Schlimmer noch: Auch zwei weitere Domains, die ich gekündigt habe, wurden auf einen Sedo-Server umgeleitet. Obwohl die einfach noch mir gehören und ich diese bis zur Kündigung bezahlt habe.

Ich brauche ja nicht zu sagen, dass ich von den Klicks die auf diese Links gehen, nicht profitiere. Schlimmer noch: Wenn jetzt mal Google vorbei kommt und das sieht, dann bekomme ich ein Sternchen für “Affiliate-Geier”.

Wenn man mal davon ausgeht, dass es mehreren tausend Domains so geht, die da jeden Tag hin- und her transferiert werden, ist das doch ein nettes Zubrot für 1&1 bzw. Sedo (die zum gleichen Konzern gehören, oder?). Und wer ein/zwei Wochen braucht, um für eine neue Domain eine Seite zu bauen und Google kommt zufällig vorbei – ja, dann kann er diese Domain für die Zukunft in der Suchmaschine abschreiben.

Und um das alles noch zu garnieren, höre ich von 1&1 nichts anderes als “das war keiner bei uns” und die Behauptung, dass das nur im Admin-Frontend gemacht werden kann. Auf meinen Hinweis, dass die 1&1-Mitarbeiter das sehr wohl machen können, meinte er “wir machen nichts ohne Auftrag” aber er wiederspricht nicht, dass sie mit ihren Tools durchaus im Admin-Tool der User arbeiten können. Zu guter Letzt wollte er dann aber noch mein Admin-Passwort zum Mitschreiben haben – was bekanntlich ein absolutes Unding ist! Wie heißt das so schön: “Keiner unserer Mitarbeiter wird sie jemals nach Ihre Passwort fragen…” Vermutlich sollte getestet werden, ob ich auf Social Engeneering anspringe.

Ich habe gebeten, mir das alles schriftlich zu geben. Ich bin sicher, das geht noch weiter. Euch aber den Rat: Checkt mal die DNS-Einträge eurer Domains…

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Eric Kubitz ist auch auf Google+ und Twitter Twitter.

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