mite, highrise, billomat: Verwaltungspakete für den Freiberufler

 Von Eric Kubitz, gespeichert in Home Office 

Netzwerkbasteln über Facebook hin, Blogschreiben auf WordPress her: Wer selbstständig und/oder freiberuflich arbeitet, hat Kunden und muss seine Arbeitszeit, seine Angebote und die Rechnungen verwalten. Hier drei coole Tools, die gemeinsam ein ganzes Online-Backoffice ergeben. Alle drei sind online zu verwalten, sie kosten Geld und man sollte sich vorher gut überlegen, ob man seine Businessdaten an die Betreiber übergibt.

Wir starten mit “mite“: Dazu habe ich mich ja schon geäußert und sehe weder hier- noch anderswozulande eine Alternative, wenn man für mehrere Kunden arbeitet und zeitbasiert abrechnet. Schneller und feiner als mit mite geht das nicht. Was mir noch fehlt ist eine iPhone-App, die sich automatisch sychronisiert, aber vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig. Denn die Webanwendung zum Erfassen und Reporten von Projek-Zeiten für verschiedene Kunden ist extrem schlank – aber enthält einfach alles. Reduce to the max. 5 Euro im Monat sind dafür wirklich nicht zuviel.

Highrise dagegen ist möglicherweise verzichtbar. Die Kundenverwaltung (leider nur englisch) ist zwar das beste Tool, dass ich dafür gefunden habe – aber wer z.B. über sein Adressbuch oder eine andere lokale Anwendung den Überblick über Angebote, Deals, Kontakte und die nächsten ToDos für seine Kunden hat, kann sich die Anwendung sparen. Ich allerdings schätze daran die Möglichkeit, mit anderen zusammen zu arbeiten (gemeinsame Angebote auf dem jeweils aktuellen Stand) und – vor allem – die sehr clevere Struktur zwischen Tasks, Contacts, Deals und Cases. Das kommt meiner Arbeitsweise sehr, sehr nahe… Die günstigste Variante kostet immerhin 25 Dollar – und da passen dann nur 10 Deals rein…

Der Billomat hat mich dagegen wieder mit extremer Einfachheit verblüfft. Hier schreibst du deine Rechnungen – und wenn du möchtest auch deine Angebote. Selbstverständlich gehört dazu auch eine kleine Kundenverwaltung, doch die ist tatsächlich sehr spartanisch. Doch das Rechnungswesen ist mit wenigen Handgriffen mit eigenem Briefpapier ausgestattet und bietet den perfekten Überblick. Wer mehr als fünf Rechnungen monatlich auf den Tisch zu legen hat (und als Freiberufler sollte man mindestens fünf Kunden haben…) zahlt 9 Euro/Monat. Die Alternative ist eine Software, die für den PC von den schrecklichen Lexwares kommt und für den Mac irgendwie nicht zu finden ist. Mit anderen Worten: Ich bin begeistert.

Fazit: Es ist sehr einfach und elegant möglich, auf rechner-lokale und teure Backoffice-Software zu verzichten. Von der Kundenanbahnung bis zur Rechnungserstellung kann mit diesen Tools alles getan werden. Größter Nachteil ist, dass man dies in verschiedenen Tools machen muss und dementsprechend auch die Kontaktdaten mehrfach pflegen muss. Wenn z.B. “mite” und “billomat” zusammen arbeiten könnten und – wie Highrise – die Kontaktdaten meines Mac-Adressbuches lesen könnten, wäre eigentlich alles perfekt. Dann würde ich sogar noch deutlich mehr Geld dafür zahlen…

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