Jan
11
iPhone: Das Geheimnis des Designs
Von Eric Kubitz, gespeichert in Home Office
Jetzt gibt es also das IPhone. Das Design erinnert etwas an meinen schwarzen iPod und beim Anschauen der Präsentation auf der Apple-Seite sind mir ein paar Gedanken durch den Kopf gegangen. Übrigens: die Firma heißt jetzt “Apple Inc” und nicht mehr “Apple Computer Inc” – das ist eigentlich nur konsequent.
Was ist eigentlich das Geheimnis des Apple-Designs? Ich bin kein Desighn-Spezialist – aber mir sind zwei drei Punkte aufgefallen:
- Apple-Design ist immer wiederkennbar und die ganze CI sehr geschlossen. Das fängt mit den Namen an (wobei der Name “iFon” eigentlich besser gewesen wäre), geht über die verwendeten Schriften auf den Geräten und zeigt sich in jeder abgerundeten Ecke. Ich nehme an, es gibt bei Apple unglaublich lange Style-Guides.
- Wenn ich das iPhone da so sehe, will ich es anfassen. Das Ding ist haptisch sicher wieder der Knaller. Mmmh, was habt ihr gedacht, als ihr zum ersten Mal einen iPod in der Hand hattet? Genau – und ich denke, das iPhone wird auch ein solcher Handschmeichler. Schwerer als andere Handys (und damit subjektiv wertiger) und mit viel Metall. Klein, schwer, wertig – so fühlen sich Apple-Geräte an.
- Die (Software-)Designer sind Meister im Weglassen. Klar, Steve Jobs redet bei den Ankündigungen über neue coole Funktionen. Aber war nicht Apple der erste Comnputer-Hersteller, der das Diskettenlaufwerk weg gelassen hat? Gab es nicht sogar Rechner ohne USB und nur noch mit Firewire? Und sehnt ihr euch (nach einigen Monaten Gebrauch) auf eurem iPod nicht auch hin und wieder nach “normalen Windows-Funktionen?” Zum Beispiel die Möglichkeit, in den Listen der Titel auch die Länge der Titel sehen zu können? Oder die Sortierung verändern zu können? “Nein”, hat vermutlich der Chefdesigner gesagt, “Solche Funktionen sollen mir nicht den hübschen Bildschirm verschandeln – und außerdem ist das doch eh was für Nerds.”
Ist euch noch nicht aufgefallen, was eigentlich alles auf den Apple-Geräten fehlt?
Ich will gar nicht maulen. Denn irgendwie könnte man sein komplettes Leben mit etwa 90 Prozent weniger Funktionen glücklich verleben.

Ich denke, aber das ein wichtiges Kapitel im Qualitätshandbuch von Apple ist: “Lass alle Funktionen weg, die nicht chic sind und nicht einfach bedient werden können. Die meisten Leute werden das eh nicht vermissen.” Und deshalb wird das iFon … äh iPhon vermutlich eines der wenigen Handys sein, das in diesem Jahrohne 3-Megapixel-Kamera auf den Markt kommt. Dafür gibt es dann vielleicht bald die iCam.
Und auch bei den Funktionen wird gespart werden. Ich schätze mal, dass Office-Dokumente damit nicht geöffnet werden können, dass Spiele nur dann darauf installiert werden können, wenn sie über iTunes gekauft wurden (da gibt es ja jetzt schon iPod-Games) und dass auch das Synchronisieren von Kontakten und Terminen nur mit ziemlich limitierten Programmen (Outlook?) funktionieren wird.
Aber abwarten: Es gibt auch genug MP3-Player die viiiieeel mehr können als mein iPod. Ich würde trotzdem nicht tauschen.
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