Hardware für das Home-Office: Navigon PNA 7000 T Navigation

Wer glaubt, dass ich in den vergangenen Monaten und Wochen viel Geld für Hardware ausgegeben hat - der hat Recht. Das liegt nicht daren, dass ich die Mehrwertsteuererhöhung im Jahr 2006 überkompensieren wollte. Es liegt eher an Weihnachten. Und da habe ich meiner Frau ein Navigationssystem geschenkt. Äh, aber natürlich bin ich der Hauptnutzer davon ;-)

navigon 7000

Wer als Berater im kleinen Bad Tölz lebt und hin und wieder beruflich nach München muss, kann sich schnell ausrechnen, dass die vertane Zeit durch Verirrungen irgendwann die ~ 400 Euro Investition in ein Navigationsgerät überholt hat. Außerdem habe ich mich nun schon seit Jahren darauf gefreut, von einer freundlichen Stimme mal gesagt zu bekommen, wo’s lang geht. Warum das Navigon “PNA 7000 T”? Erstens, weil mir die zuständige CHIP Online Redakteurin sagte, dass diese Teile am einfachsten zu bedienen sind und weil mir ein extrem fachkundiger Verkäufer bei Saturn (soll’s geben) mir zwar TomTom empfahl, aber am Ende meinte, dass zwischen diesen eigentlich kein großer Unterschied war. Und andere Geräte scheinen keine Rolle zu spielen. Na ja, und ein aktuelles Gerät sollte es schon sein - deshalb akzeptierte ich die 430 €.

navigonWie geht es mir nun mit dem Gerät? Nun, zuerst ist der Anfang leicht - und die Verwendung ist auch nicht schwerer. Es gibt ein paar ärgerliche Details, aber dazu später. Zunächst sprechen ja von einer “Blackbox”, also einem technischen Gerät fast ohne Tasten und komplizierte Schnittstellen: Akku aufladen, einschalten und ab durchs Menü. Die Tasten sind eigentlich alle groß genug, um auch mit dicken Fingern zurecht zu kommen, die Begrifflichkeiten im Menü sind auch für Navigations-Einsteiger wie mich verstehbar. Und, ja: Die Navigation von Bad Tölz zum Münchner Arabellapark ist eigentlich so einfach wie man sich das vorstellt. Du wählst das Land aus, gibst die ersten Buchstaben für die Stadt ein und gehst dann zur Straße weiter.

Doch dann kommt das erste Ärgernis: Da ich zur Eingabe meines Zieles ja nicht draußen vor der Tür stehe sondern beim Frühstück sitze, hat das Navigon keine Verbindung zu den GPS-Satelliten. Deshalb fängt es auch nicht mit der Navigation an und meldet Fehler. Aber es bietet auch nicht an, sich das Ziel zu merken. Später im Auto sieht man dann aber auch nicht gleich, ob die Verbindung geklappt hat. Das heißt, du klickst die ganze Zeit auf dem Ding rum, bis irgendwann mal doch die Navigation beginnt. Das ist vielleicht alles einfacher, wenn man das Gerät immer im Auto hat - aber das macht bei Nachtfrost einfach keinen Sinn.

navigonAuch ein Mangel: Ich hätte gerne einen reinen Kartenmodus bei dem ich mir einfach mal ein paar Strecken anschauen kann. Dann kann ich vorher entscheiden, ob ich eine Strecke vielleicht über Holzkirchen wähle oder über Wolfratshausen. Im Auto isses dafür zu spät. Außerdem: Wenn ich schon sauteures Kartenmaterial gekauft habe, will ich mir auch mal eine Umgebungskarte eines zukünftigen Urlaubsortes anschauen, oder so. Geht damit nicht wirklich gut.

[Ergänzung: Habe heute rausbekommen, wie das doch tut.
Ist ein wenig umständlich und alles andere als intuitiv.
Aber es gibt sowohl die Möglichkeit, vorab Routen zu
planen wie auch so etwas Ähnliches wie ein
Kartenmodus.]

Die Zubehör-Ausstattung ist super: Es gibt ein Ladegerät für drin, eines für den Zigarettenanzünder und eine Antenne für die Verkehrsmeldungen, die ja mit eingeplant werden können. Na ja, jetzt habe ich zwar den Kabelsalat im Auto - aber das muss wohl irgendwie so sein. Der Halter für die Windschutzscheibe ist (wenn man mal das Prinzip verstanden hat) sehr stabil und flexibel. Bisher sind mir auch keine Kleinteile um die Ohren geflogen.

Und die Navigation selber? Super! Die nette Dame im Navigon gibt rechtzeitig alle Anweisungen, ist aber nicht zickig wenn man mal anders fährt sondern korrigiert beherzt aber freundlich. Und sogar wenn ich mal zu schnell unterwegs bin, weist sie mich mit einem sonoren “Achtung” darauf hin. Ich glaube zwar, beim dritten Mal “Achtung” einen leicht vorwurfsvollen Unterton gehört zu haben. Aber das kann täuschen. Für manche Fahrten wünsche ich mir eher einen dynamischen Stressmacher und abends vielleicht ein bisschen mehr Sex in der Stimme. Aber, na ja. Gut ist auch, dass mir auf der Autobahn beim Abbiegen die richtige Spur angesagt wird. Das ist von der Genauigkeit schon verblüffend. Toll, was man mit Technik heute so alles machen kann ;-)

Noch vor der Streckenführung habe ich eine Lieblingsfunktion entdeckt: Das Gerät rechnet die Ankunftszeit aus. Und das ist in der Stadt, gelinde gesagt, schwierig. Aber, Respekt: Man ist versucht, ein paar Minuten raus zu holen (aber dann sagt sie immer “Achtung”, “Achtung”, “Achtung!” - aber das ist echt schwer. Und wenn kein zu langsamer Idiot vor dir her fährt, ist diese Berechnung top. Ich finde, eine exakte Ankunftszeit zu wissen ist (gerade bei Kundenterminen) fast genauso viel wert wie den kürzesten Weg zu fahren.

Was noch? Die ganze Software-Installation auf meinem Rechner habe ich noch nicht gewagt. Ich sehe noch keinen Nutzen und spare mir die Zeit deshalb. Werde berichten, wenn es so weit ist.

Empfehle ich das Navigon PNA 7000 T? Mmmmh. Auf jeden Fall empfehle ich IRGENDEIN Navigations-System. Denn trotz Google Maps, Map24 und Falk gibt mir das verdammt viel Sicherheit und spare definitv Zeit. Das Navigon macht mir einen soveränen Eindruck, ist auch grafisch schön und einfach zu bedienen. Vielleicht geht’s ja billiger. Aber das weiß ich nicht. Ist auch egal, wer schaut bei einem Geschenk für die Frau schon auf den Preis?

Fotos: mem-film bei Photocase und meine Logitech-Webcam

  1. 6 Responses to “Hardware für das Home-Office: Navigon PNA 7000 T Navigation”

  2. By Nicolas Kübler on Jan 31, 2007

    Sehr schöner Beitrag :)
    So ziemlich alle Navigationssysteme sind im moment recht gut, aber es gibt eigentlich keines das wirklich sich positiv von den anderen abhebt. Obwohl es gerade so kleine komfortable Dinge gibt, die jedes ohne viel Mehrkosten anheben würde…

  3. By Hermann on Jul 9, 2007

    Man(n) sollte schon die Bedienungsanleitung vorher lesen, man erspart sich eine Menge Frust! Ansonsten sollte man beim Kauf genau die Angebote beachten - ob für die Frau oder nicht. Ich habe das Teil für 229 Euro erworben und bin begeistert!
    MfG Hermann

  4. By eric kubitz on Jul 9, 2007

    Mit dem Handbuch hast du Recht. Mit dem Preis: Da sieht man, wie schnell die Preise sinken.

  5. By Ebner on Sep 18, 2007

    Hallo, habe auch so ein Ding. Meistens fuktioniert es ja und ich bin eigentlich echt glücklich damit. Ein Problem hatte ich neulich und da konnte mir auch die dicke Bedienungsanleitung nicht weiter helfen: Nach dem Einschalten kam lange nichts und dann ein weißer Bildschirm mit einem englischen Text und einem Kreuzchen in der Mitte. Beim Antippen springt es von einer Ecke in die andere, wer kann mir dazu was sagen? MfG Chr. E.

  6. By eric kubitz on Sep 19, 2007

    Das ist die Kalibrierung. Der Bildschirm muss eingerichtet werden. Tippe mit dem Stift jeweils auf das kleine Kreuz. Nach - ich glaube - 5 Klicks geht es dann weiter…

  1. 1 Trackback(s)

  2. Jan 31, 2007: Anonymous

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