Blackberry 8800: Erfahrungen

Nachdem ich euch ja lange genug, mit der Auswahl meines neuen Handys geärgert habe, hier ein paar Erfahrungen mit dem Blackberry 8800.

Was mir ja eh schon gut gefallen hatte, war die Ausstattung “out of the box”. Und dieser Eindruck hat sich bestätigt. In der Tat ist das (im Grunde natürlich absolut uncoole) Gürtelholster ein Geniestreich: Sobald der Blackberry dort hinein geschoben wird, geht er automatisch auf Standby.

Und auch der mitgelieferte Ohrstöpsel ist richtig gut. Eigentlich hatte ich ja mein Bluetooth-Headset von Nokia verwendet - aber hier zeigte sich die erste Schwäche des Blackberrys: Die Verbindung zwischen dem Headset und dem Handy war einfach nicht akzeptabel. Wenn das Headset im rechten Ohr steckte, musste ich das Handy in der rechten Hand auf Schulterhöhe halten, um verstanden zu werden. Das ist natürlich Mist.

Sensationell - und diese Funktion ist mir nur durch das Headset überhaupt aufgefallen: Die Spracherkennung ist der Hammer. Ohne irgenwelche Konditionierungs-Übungen, kann man dem Blackberry per Spracheingabe sagen, welche Nummer gewählt werden soll. “Wähle Eric Kubitz” (mit deutlicher Aussprache) wählt meine Nummer - egal, ob ich das sage, oder mein 13jähriger Sohn. Klappt auf Anhieb. Respekt RIM!

Blackberry 8800An die Tastatur und die Größe des Gerätes kann man sich gut gewöhnen. Es gibt einige Grundeinstellungen die ziemlich unpraktisch sind - aber an dem Gerät kann wirklich alles geändert werden. Allerdings gilt hier auch meine Start-Kritik: die Dokumentation bzw. die Hilfe ist lausig. Weder die Hilfe im Gerät noch die mitgeschickte Dokumentation helfen wirklich. Man muss sich da echt durcharbeiten.

Stichwort “arbeiten”: Viel mehr geht mit dem Blackberry 8800 tatsächlich nicht. Um ehrlich zu sein, vermisse ich ein wenig die Kamera und das vorinstallierte Spiel ist auch langweilig. Die Downloads sind minimal und funktionieren nur teilweise. Das ist echt ein Gerät für Arbeiter…

Über meine Haupt-Funktion “Google Mail”, die ich über die Software von Google nutze, kann ich dagegen nichts Negatives sagen. Ich habe mir den Start der Software auf die Aktionstaste gelegt und kann so mit einem Griff jederzeit E-Mails checken. Manchen klingt das wie superstress - ich genieße das von Herzen.

Nun denn: In der Summe würde ich sagen, dass ich mit diesem Gerät (für 140 Euro bei Vertragsverlängerung) deutlich besser lag als mit einem Nokia N95 (ohne Tastatur und für echt teuer) oder einem Nokia E90 (viel zu teuer und - ich finde - auch zu groß). nokia E90 N95

Ach ja, ganz vergessen: Die GPS-Funktion habe ich noch gar nicht verwenden können. Allerdings - auch hier ein Hoch auf die Dokumentation - führt die gleich mal in Zusammenspiel mit der T-Mobile Navigations-Software zu dem ziemlich unangehmen Effekt, dass das Gerät nicht mehr auf Standby schaltet bzw. das Display abdunkelt, wenn die Software im Hintergrund läuft. Und das ist bei der eh schon ziemlich lausigen Akkulaufzeit von 2 Tagen fatal…