Hauptberuflicher Journalist: selten
Piraten, Künstler und Downloader streiten sich darüber, ob Urheber ohne Urheberrecht leben können – und sehen nicht, dass sie das schon lange tun. Denn wer ein Werk schafft, rechnet nur noch selten damit, für die kreative Leistung bezahlt zu werden.
Das Publikum bekommt im Jahr 2012 vielerorts nur noch Drittmittel-Kreativität – und weiß es nicht einmal. Schon längst sind Ton, Text, Bild und Video geprägt von Marketing-Piraten und Hobby-Künstlern. Und zwar nicht nur im Internet.
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Ausgerechnet zeitgleich zur aufgebrachten Diskussion rund ums Urheberrecht, Piraten und wutschnaubende Onliner startet Spotify in Deutschland und erobert mein Herz. Zwar versuche ich seit einigen Monaten, mich nicht mehr gleich bei jedem neuen Webdienst anzumelden – doch bei Spotify bin ich gleich Premium-Kunde geworden.

Gestern noch habe ich mir das “Neue Handbuch des Journalistmus” der Bundeszentrale für politische Bildung durchgelesen – und gleich heute möchte ich die Süddeutsche Zeitung daran messen. In der heutigen Ausgabe gibt es nämlich auf Seite eins (und im Web) einen Artikel, der mich wirklich ärgert: Kinderarmut geht zurück. Und auf Seite 164 des Handbuchs steht: “Nichts, was Redakteure auf den Tisch bekommen, ist so eng mit Irrtum, Blindheit oder Lüge verschwistert wie die Zahl”. Schauen wir mal…
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Wir befinden uns im Jahr 2012, das ganze Internet ist von Echtzeitinformationen und Krabbelgedanken besetzt. Das ganze Netz? Nein! Ein von unbeugsamen Wut- und Mut-Bürgern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Verfall des guten, alten Journalismus Wiederstand zu leisten. Doch das Leben ist nicht leicht für die, die dafür im Stuttgarter Kessel kämpfen.
Keine Sorge, hier soll es nicht wieder um Stuttgart 21 gehen sondern um eine kleine Redaktion, umgeben von Pressemultis wie dem Stuttgarter Zeitungsverlag, Holtzbrinck und der Motor Presse. Ich möchte der Redaktion des Kontext:Wochenmagazin mal ein riesiges Kompliment machen und zum kostenpflichtigen Abonnieren dieser kostenlosen Internet-Zeitung aufrufen.
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Manchmal findet man ein Wurmloch in die eigene Vergangenheit. Diesmal ist es sogar ein Zeitsprung in die Frühzeiten des Internet geworden. Beim Herumräumen in meinem Heizungskeller sind mir zwei Papier-Machwerke aus den Jahren 1996 und 1997 in die Hände gefallen:
Zwei mal, dann war Schluss: Das ganze deutsche Internet zum Nachschlagen.
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Eine etwas seltsame Anfrage hat mich in den vergangenen Tagen beschäftigt: Da haben sich für einen von uns betriebenen Blog einige User gemeldet und darum gebeten, per E-Mail informiert zu werden, wenn ein neuer Beitrag erscheint. Ein seltsamer Gedanke für uns Herrscher über Millionen von abonnierten RSS-Feeds.
Aber sprecht doch mal mit euren Echtwelt-Freunden über RSS-Feeds und Blogsysteme. Ihr werdet merken, dass viele halt eben doch nicht stündlich in den Google Reader gucken. Also habe ich nach einer Lösung gesucht.
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Mein neuer Kindle...
Gestern habe ich mich dabei erwischt, wie ich schon am frühen Abend vor dem Holzofen saß und ein Buch gelesen habe. Die Umstände dafür waren, nun ja, optimal: Draußen kalt, Familie unterwegs und ein gutes Buch auf dem Kindle (“In Zeiten des abnehmenden Lichts”, Eugen Ruge).
Ja, richtig gelesen, ich probiere seit einigen Tagen, wie sich Bücher anfühlen und lesen lassen, wenn sie digital via WLAN auf den eBook-Reader von Amazon
gerutscht sind. Erstes Ergebnis: Super mit Einschränkung. Ich lese definitiv mehr als vorher, was aber auch ein typischer Nerd-Effekt sein könnte: Spielkind hat neues Spielzeug und spielt damit ein paar Tage oder Wochen begeistert und schmeißt es dann ins Eck. Mal sehen. Für alle Unentschiedene hier eine Liste, was den Kindle (übrigens, entschied ich mich für die aktuelle 99-Euro-Variante ohne Farbe und ohne Tastatur) vom Buch unterscheidet: [weiter…]