Note: Das hier ist kein Blog sondern der digitale Notizblock von Eric Kubitz. Ich schreibe hier über die Dinge, die mich als Internet-Berater, Webcoach und Internet-Besucher beschäftigen und die ich mir für die spätere Arbeit merken möchte. Los geht's:

Suche Webdesigner, der mit Redaxo umgehen kann

Für die Erstellung einer einfachen, kleinen Webseite suche ich einen Webdesigner/Entwickler, der mit dem CMS Redaxo in der neuesten Version umgehen kann. Layout wird als Konzept angeliefert und muss als Template realisiert werden. Saubere, Suchmaschinenfreundliche Programmierung ist Pflicht. Mehr Infos von bzw. Angebote an eric (@) kubitz.net (Ihr wisst schon, wie daraus eine E-Mail-Adresse draus wird…).

Dalai Lama: “Führen, Gestalten, Bewegen”

Mmmmh. Auf jeden Fall will ich euch das neue Buch des Dalai Lama “Führen, Gestalten, Bewegen“(bei Amazon) vorstellen - und auch empfehlen. Ich bin damit etwas zögerlich, weil ich befürchte, dass ein solches Buch für die schnelle Internet-Welt ein wenig zu viel Zeit benötigt.

Klar: Durchlesen geht schnell - aber der Dalai Lama hat nunmal sehr tiefe Gedanken und entwickelt diese aus seiner Sicht als Mönch und Chef der tibetischen Gelupa-Buddhisten. Und wie modern er und seine Leute auch mittlerweile leben - ihr Hintergrund sind nun mal die tibetischen Hochebenen, Klöster und eine unfassbar brutale Vertreibungs-Historie aus dem eigenen Land.

Ja, er hat sich für das Buch (Untertitel: Werte und Weisheit für eine globalisierte Welt) Hilfe geholt vom 74jährigen Managementberater Laurens van den Muyzenberg und redet deshalb auf unserer Aufgenhöhe. Aber trotzdem: Wer sich mit buddhistischen Weisheiten konfrontiert, muss sich auch darauf einlassen und auch mal die eigenen Muster mal vergessen. Und man muss sich auch von der Vorstellung lösen, dass immer die Dinge da draußen (der Chef, die Globalisierung, die hohen Steuern) schuld am eigenen Leid sind. Und genau das kostet einfach mehr Zeit, als das Lesen eines Buches. Und wer dazu nicht bereit ist, braucht auch ein Buch des Dalai Lama nicht zu lesen.

Wie auch immer: Einige Vorabseiten findet ihr bei der Wiwo und alle, die sich mal Gedanken darüber machen wollen, wie menschlich Wirtschaft eigentlich sein sollte/könnte, erhalten sicher viele Inspirationen. Denn bei allen tiefen Gedanken und komplexen Vorstellungen ist der Buddhismus doch immer auch einfach, handhabbar und unfassbar praktisch orientiert. Ein kleiner Auszug:

“Führungspersönlichkeiten, die Vertrauen erwecken, müssen sorgfältig darauf achten, dass sie auch das richtige Vertrauen wachrufen. Sie sollten ehrlich sein und keinen blinden Glauben verlangen. In der buddhistischen Tradition halten wir es für unabdingbar, dass Vertrauen mit Weisheit einhergeht.”

Mit anderen Worten: Es funktioniert eh nicht, dass man seinen Angestellten befiehlt, Vertrauen zu haben. Man muss schon selber etwas dafür tun - und “Klug sein” ist sicher ein guter Anfang.

Wie gesagt: Ein wenig zögere ich schon, das Buch einfach so zu empfehlen. Was ich aber allen empfehlen kann, die sich mit dem Buddhismus (nicht nur im Beruf sondern auch im richtigen Leben) beschäftigen möchten, ist das Buch “Wie die Dinge sind” von Lama Ole Nydahl, einem westlichen Lehrer der den tibetischen Buddhismus der Karma Kagyü-Linie vertritt und, ja, einfach auch unsere Sprache spricht.

Kennt ihr eigentlich schon Creepy Girl?

Herrjeh, das “Creepy Girl” wollte ich euch schon längst mal posten, die müsst ihr unbedingt kennenlernen.

Aber nicht verlieben… (”creepy” heißt übrigens “gruselig”)

Der virtuelle Tod im Web 2.0

Ein bemerkenswertes Posting von René Seifert auf dem eLab-Blog über das Thema: “Was passiert im Nachlass mit dem “virtuellen Vermögen“?” Genau: Was wird eigentlich aus meinen Videos auf YouTube, meinen Freunden auf Xing und meinem Blog wenn ich gegen die Wand fahre? Ein noch sehr offenes Thema…

Schließlich wollen wir doch nicht überall als Karteileichen enden. (o.k. das war jetzt ein Kalauer…)

Live-Shopping ein Erfolgsmodell? Nicht wirklich…

Drüben, bei Exciting Commerce, habe ich wieder mal ein begeistertes Posting über Live-Shopping gelesen. Jochen Krisch kennt seinen Markt und zählt darin und in einen anderen Posting gewohnt kompetent einige Erfolgsmeldungen auf:

  • Gerade wurde die 25. Live-Shopping-Plattform in Deutschland gelauncht,
  • allein im Januar/Februar gingen 5 Woot-Kopien online,
  • im März gab es den dritten Anbieter, der schon ein Jahr alt war,
  • es könnten in Deutschland 50 Live-Shopper werden - in den USA gibt es “schon” 61,
  • für 2009 wird ein Umsatz aller Anbieter auf 50-100 Millionen möglich sein,
  • in diesem Jahr schätzt Exciting Commerce den Umsatz auf 15-20 Millionen Euro,
  • es gibt Anbieter, die machen bis zu 40.000 Euro Umsatz pro Tag.

Also ein paar Thesen von mir dagegen:

  • Wenn sich in einem Jahr knapp 25 Anbieter gegenseitig kopieren, ist das kein Erfolgsmodell sondern Einfallslosigkeit,
  • wenn die ersten drei Anbieter ein Jahr alt sind, ist das noch kein Markt sondern in besten Fall ein Hype,
  • ein Umsatz von 20 Millionen Euro (Handelsumsatz) wirft schätzungsweise nicht mehr als 5-10 % Marge ab - den Rest bekommen die Hersteller. Bleiben in diesem Jahr also 1-2 Millionen Euro Einnahmen für 25 Startups - das ist nicht viel, selbst wenn es begeisterte Investoren gibt
  • und wenn es in Deutschland 25 Anbieter gibt während es in den USA 61 sind, ist das Thema bei uns verhältnismäßig etwa doppelt so gehypt wie in den USA, da dies bekanntlich ein deutlich größeres Land ist.

Kann sein, dass ich da irgendwas falsch dargestellt habe, weil mich das Thema Live-Shopping noch niemals so richtig interessiert hat. Aber aus der Entfernung würde ich sagen, dass das viel zu viel Hype ist und dieses Startup-Gewusel nicht sehr glücklich enden kann. Klar, dass dies ein gutes Erweiterungs-Tool für “normale” Online-Shops werden kann (vermutich war Cyberport einfach zu früh dran) - aber an ein Stand-Alone-Anbieter glaubt doch keiner wirklich, oder?

Einen Eindruck, dass das Thema gar nicht soooo ein Erfolgsmodell ist, habe ich dann auch gleich auf der Seite eines der schon lang gedienten Live-Shoppers (den Namen sage ich mal lieber nicht) gesehen. Schaut euch das Bild an und jeder soll sich selber sein Bild über die Verzweiflung machen, mit der hier für Google optimiert wird (siehe Beschreibungstext unten) - ohne, dass das wirklich geht:

live-shoppiing